Hilfe im Kampf um Mobilität benötigt
Detlef Wapenhans aus Schwelm leidet unter Muskelschwund. Dennoch ist der 40-Jährige sehr aktiv und arbeitet trotz seiner Schwerbehinderung ehrenamtlich für den Verein "Mobil mit Behinderung e.V.". Sein speziell umgebautes Fahrzeug ist nun ein wirtschaftlicher Totalschaden. Er wünscht sich nichts mehr als einen Bulli, um seine ehrenamtlichen Tätigkeiten weiter ausüben zu können. Doch es fehlt am Geld.
Bis vor wenigen Jahren arbeitete Detlev Wapenhans festangestellt als Screen Designer. In seiner Freizeit ist er ehrenamtlich als Berater für Schwerbehinderte tätig, um diese wieder mobil zu machen. Möglich war dies bisher durch ein auf seine Behinderung angepasstes Fahrzeug. Das Leben des verheirateten Schwelmers war glücklich und erfüllt.
"Die Wirtschaftskrise brach meiner Firma das Genick und ich verlor meinen geliebten Arbeitsplatz", erzählt Detlef Wapenhans. "Alle Versuche etwas Neues zu finden schlugen fehl, zig Bewerbungen schrieb ich vergebens. Die Arbeitslosigkeit war erdrückend, ich fühlte mich nutz- und hilflos. Mein einziger Halt war die ehrenamtliche Arbeit, durch die ich eine Bestätigung fand."
Und nun ist auch dies in ernster Gefahr. "Ich verlor nicht nur mein Gehalt, sondern musste nun auch alle Kosten zum Erhalt meiner Mobilität selbst aufbringen. Da ich für mein Ehrenamt unbedingt mobil sein musste, habe ich diese Kosten selbst getragen. Nach kurzer Zeit waren unsere gesamten Reserven aufgebraucht. Ein Leben ohne Mobilität und der damit verbundenen Selbstständigkeit kann ich mir nicht vorstellen. Im letzten Jahr musste eine größere Reparatur durchgeführt werden, für deren Ausgleich ich einen Kredit aufnehmen musste."
Detlef Wapenhans geriet in eine Schuldenfalle und verfiel in Depressionen. Er schaffte sich auf Anraten seines Therapeuten den Golden Retriever Sam an, dieser Begleithund und vor allem seine Frau halfen dabei, den 40-Jährigen wieder ein wenig aufzurichten.
Es kam aber dann noch schlimmer. "Mein Fahrzeug, ein Ford Transit, wird von der Umbau-Firma jetzt als “Totalschaden” deklariert. Die Motoren des digitalen Fahrsystems, die aufgrund meines Krankheitsbildes und der Führerscheineintragungen notwendig sind, sind defekt und ein Austausch ist aufgrund des Alters und Zustand des KFZ nicht mehr wirtschaftlich."
Ein neues oder auch gebrauchtes Fahrzeug mit den notwendigen Umbaumaßnahmen kann sich die junge Familie nicht leisten. Familie Wapenhans würde sich sehnlichst einen behindertengerecht umgebauten T5 wünschen.
Und Detlef Wapenhans ist kämpferisch: "Ich habe zur Zeit zwei Möglichkeiten: Entweder ich kämpfe und versuche durch Spenden und Stiftungen meine Mobilität zu erlangen, oder ich gebe meine ganzen Ehrenämter und meine Freiheit auf. Und das ist für mich keine Alternative!"
Wapenhans sagt weiter: "Weil wenn ich aufgebe, gebe ich auch die Leute auf, welche ich berate. Ich gebe die alten und demenzkranken Leute im Altersheim auf, die ich auch ehrenamtlich im Heim mit meinem Hund Sam besuche."
Der T5, den Herr Wapenhans braucht, kostet mit allen Zusatzausstattungen, die er aufgrund seiner Behinderung braucht, rund 35.000 Euro.
"Der Umbau des Fahrzeugs kostet nochmal etwa 65.000 Euro. Dies kann ich nicht alleine aufbringen. Deswegen brauche ich Hilfe!", erklärt uns Wapenhans. Auf der Webseite www.mobil-trotz-handicap.de erklärt er sein Problem noch einmal persönlich und ruft zu Spenden auf.
Der Verein "Mobil mit Behinderung e.V." hat für ihn ein Spendenkonto eingerichtet:
Mobil mit Behinderung e.V. - Bank für Sozialwirtschaft
Konto: 87 113 00 – BLZ: 660 205 00 - Codewort: „Wapenhans"
"Die Spenden auf mein Spendenkonto sind steuerlich absetzbar. Unter 100 Euro reicht der Kontoauszug und ab 100 Euro bekommt man eine Spendenquittung wenn man mir vorher die Adresse zukommen lässt", sagt Detlef Wapenhans.
Das Team von www.VW-Bulli.de wünscht Herrn Wapenhans von ganzem Herzen, dass es mit dem speziell umgebauten und behindertengerechten VW Bus T5 klappt, damit er seine ehrenamtlichen Tätigkeiten weiter ausüben kann!
Vielleicht hilft ja der ein oder andere VW-Bulli.de-Leser mit.
07.09.2011; Text: Gerhard Mauerer
Fotos: Detlef Wapenhans/ Joysteer







