Wolfsburg, 08. Februar 2010

Ein T3 für die medizinische Versorgung in Ruanda

Zum Abschluss der T3-Ausstellung im AutoMuseum Volkswagen fand sich noch ein ganz besonderer T3-Fan ein: Ordensschwester Milgitha, die in Ruanda ein Gesundheitszentrum leitet und seit über 20 Jahren einen T3 syncro Krankenwagen ihren ständigen treuen Begleiter nennt. Zu Gast bei ihrem Bruder in Wolfsburg, stand auch ein Besuch im AutoMuseum auf dem Programm.

Wenn Schwester Milgitha von ihrem T3 erzählt, kommt sie ins Schwärmen. Kein Wunder, denn der Wagen hat sich nun seit über 20 Jahren als ein zuverlässiger, robuster und wirtschaftlicher Geselle erwiesen. Und es ist „ihr" T3, da das Fahrzeug von Volkswagen nach Milgithas Vorstellungen, entsprechend den ruandesischen Straßen- und Krankenverhältnissen, ausgerüstet wurde.

Der Bulli besitzt beispielsweise zwei einklappbare Sitze an den Seitenwänden, damit je nach Bedarf auch zwei Tragen hineingeschoben werden können. Zum Schutz des Antriebsstrangs vor Beschädigungen durch die extrem schlechten Straßenverhältnisse erhielt der Wagen eine Unterbodenverkleidung. Auf diese Weise sind Schwester Milgitha und ihr T3 so gut wie allen Anforderungen gewachsen, um ihre medizinische Arbeit auch über Entfernungen von teilweise mehr als 100 Kilometern durchführen zu können.

Die heute 73jährige Bulli-Fahrerin und ausgebildete Fachkrankenschwester Milgitha kam bereits Anfang der 70er Jahre auf Wunsch des Bischofs von Ruanda in das Land. Damals herrschte dort akuter Mangel an medizinischer Versorgung und an Pflegekräften.

Es war eine echte Herausforderung, das von belgischen Ordensschwestern übernommene Gesundheitszentrum auf- und auszubauen, sodass neben ambulanter und stationärer Behandlung Kranker das angebotene Spektrum mit zum Beispiel einem Waisenhaus und einer Mütterschule heute weit über die rein medizinische Versorgung hinausgeht.

Mit Beginn ihrer Tätigkeit in Ruanda war es für Milgitha selbstverständlich, dass sie medizinische Hilfe auch über die Grenzen des Gesundheitszentrums hinaus geben musste und wollte. Sehr schnell kaufte sie sich daher ein erstes Dienstfahrzeug, einen roten VW Käfer, von dem sie auch heute noch mit Begeisterung erzählt.

Die Sonderausstellung "30 Jahre Volkswagen Bulli T3" im AutoMuseum Volkswagen war ein großer Erfolg. Rund 4.000 Gäste haben die Ausstellung besucht, und ihren Reaktionen war zu entnehmen, dass der T3 damals wie heute einer der beliebtesten VW-Bus-Baureihen ist und dies sowohl im Alltag als auch als Liebhaberstück. In diesem Jahr feiert das AutoMuseum Volkswagen sein 25jähriges Jubiläum, das ab Ende April mit einer neuen Sonderausstellung zum Thema "1985 – 2010" begangen wird.