Die T5 Doka

Mario Stief aus dem nordhessischen Haiger hat mit seinem Team eine T5 Doka zu einem Edel-Bus mit 220 PS, 550 Nm Drehmoment und einer außergewöhnlichen Optik modifiziert. Er beschreibt hier die wesentlichen Abschnitte des mittlerweile in Serie gegangenen Umbaus.

Vor einigen Jahren benötigte ich ein Fahrzeug, das ich sowohl in der Freizeit und bei meinen sportlichen Aktivitäten als auch für meine Firma als Transportmittel und Werbeträger nutzen konnte. Dafür baute ich eine T4 Doka meinen Bedürfnissen entsprechend um.

Ursprünglich wollte ich den T4 für mich behalten. Das Fahrzeug fand jedoch so viel Anklang bei meinen Freunden und Kunden, dass sich bald ein Käufer dafür fand.

Bei der Suche nach einem Ersatz lag es nahe, dass ich mich für den Umbau einer T5 Doka entschied, die gerade neu auf den Markt gekommen war. Das Fahrzeug mit dem Basismotor 2,5 L TDI hatte schon von Haus aus akzeptable 174 PS. Durch ein Chiptuning wurde die Motorleistung auf 220 PS und ein Drehmoment von 550 Nm erhöht.

Die Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs ist aus ergonomischen und sicherheitstechnischen Gründen (Haltbarkeit des Motors) auf 195 km/h elektronisch begrenzt worden. Der Spaß beim Fahren der T5 Doka liegt vielmehr in der Beschleunigung und Elastizität.

Da meine Firma überwiegend mit Fahrzeug- und Felgenveredlung zu tun hat, konnte der T5 auf keinen Fall im Serienzustand bleiben. Also entschied ich mich für einen aufwendigen Heckumbau, der völlig in Eigenregie entstand. Von der Zeichnung bis zum fertigen Produkt verging ein halbes Jahr. Mittlerweile ist der komplette Umbau in Serie gegangen.

Zurzeit steht der Bus auf  einer Felgenkombination, bestehend aus Vorderachse 10x20-Zoll-Felgen mit 275/35 ZR 20 und Hinterachse 11,5x21-Zoll-Felgen mit 295/30 ZR 21. Es handelt sich um dreiteilige Schmidtfelgen, wobei die Besonderheit auf den breiten vollpolierten Edelstahlbetten liegt, die der Felge eine außergewöhnliche Optik verleihen.

Die T5 Doka wurde mit einem Airride-Fahrwerk ausgestattet, das es gestattet, die VA und die HA getrennt in der Höhe zu verstellen. Das ist ein wichtiger Aspekt und Vorteil bei der Benutzung des Fahrzeugs im entladenen bzw. beladenen Zustand.

Außerdem ermöglicht dieses Fahrwerk das Befahren unterschiedlicher Fahrbahnverhältnisse (Strasse, Schotterwege, Wiesen) sowie das Fahren im Sommer und Winter. Bevor das Airride-Fahrwerk eingebaut wurde, stand der Bus auf einem Gewindefahrwerk von H&R. Letzteres war zwar optimal für einen sportlichen Umgang mit dem Fahrzeug geeignet, aber leider blieben bei verschiedenen Tests mehrere Frontspoiler auf der Strecke.

Die Ladefläche wurde komplett mit Edelstahl ausgekleidet und mit einer zusammenklappbaren Abdeckung aus Aluminium versehen, welche hinter der Kabine befestigt werden kann. Dadurch lassen sich auf der Ladefläche viele Gegenstände transportieren. Für Messen habe ich zum Beispiel eine drehbare Ausstellungsplattform angefertigt, auf der Motorräder und Produkte präsentiert werden können.

Der Innenraum hat vier einzelne Komfortsitze, die mit Armlehnen sowie Sitzheizung ausgestattet und komplett im Rückenbereich einstellbar sind. Die vorderen Sitze sind dreh- und höhenverstellbar. Der Raum zwischen den hinteren Sitzen wurde in Form eines dritten Sitzplatzes nachempfunden und dient zur Aufnahme von vier 32er Bassboxen sowie der Multimedia-Anlage. Im vorderen Bereich ist ein Bildschirm im Radio integriert und versenkbar. Die vorderen und hinteren Türen wurden modifiziert und beherbergen die Boxen für den mittleren und Hochtonbereich.

Text und Fotos: Mario Stief


Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite www.honnis.de