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Sparen beim Vignetten-Kauf

Sie wechseln die Farbe und meistens auch den Preis: Im neuen Jahr gelten in Österreich und in der Schweiz prinzipiell nur noch die aktuellen Vignetten. Mit zwei Ausnahmen: Wer allerdings nur im Weihnachtsurlaub zu den Nachbarn fährt, darf mit der für 2015 ausgestellten Vignette bis 31. Januar fahren. Umgekehrt gelten die Maut-Aufkleber mit der Jahreszahl 2016 schon ab 1.12.2015. Davon profitieren vor allem Winterurlauber. So lässt sich unter Umständen Geld sparen.

Dreierlei Pickerl in Österreich ©ASFINAG

Die Eidgenossen haben ihren Kleber violett gestaltet. Er kostet weiterhin 40 Schweizer Franken bzw. 38,50 Euro. Besonders streng verfährt die Schweizer Polizei mit Plaketten-Sündern. Wer die Vignette nur mit Klebefilm oder Folie an die Frontscheibe fixiert, macht sich strafbar und muss mit einer Geldbuße, die direkt vor Ort zu entrichten ist, rechnen. Und obendrein sofort eine Vignette kaufen, sonst darf er nicht weiterfahren. Bei unsachgemäßer Klebung, bei Zerstörung (auch der Frontscheibe) oder bei Verlust besteht kein Anspruch auf Rückerstattung oder Ersatz. Vignetten gibt es an grenznahen Tankstellen, bei Postagenturen, bei den großen Autoclubs und auch in mehreren Internetshops.

 

Die für die in Österreich „Pickerl“ genannten Vignetten zuständige „Asfinag“ finanziert mit den Einnahmen aus der Maut auch die Autobahnen. Streng nach Gesetz werden die Kosten jährlich an den Verbraucherpreisindex angepasst – für 2016 wurden sie 1,5 Prozent teurer. Für Personenwagen kostet die Zehn-Tages-Vignette 8,80 Euro, die für zwei Monate 25,70 Euro und das Ganzjahres-Pickerl mit insgesamt 14 Monaten Gültigkeit 85,70 Euro (inkl. 20 % Umsatzsteuer) Die neue Farbe ist „Mandarin-Orange“.

von Ernst Bauer