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Tipps für lange Autofahrten mit Kindern

Eine Autofahrt in den Urlaub kann lang sein. Noch länger kommt sie meist Kindern vor. Hier gibt es einige Ratschläge, wie man sich selbst und dem Nachwuchs die Reise erträglicher machen kann.

 ©Volkswagen

Das Urlaubsziel liegt noch etliche Autostunden entfernt, da kommt von der Rückbank die unvermeidliche Frage: Wie lange dauert es noch? Eltern reagieren nicht immer verständnisvoll auf diese Frage und das Quengeln ihrer Kinder. Dabei kommt dem Nachwuchs die Fahrt tatsächlich wesentlich länger vor als einem Erwachsenen, da Kinder ein anderes Zeitempfinden haben als Erwachsene.

Am besten ist es, sich auch in Zeiten von Smartphones und mobilen DVD-Playern schon vor der Reise Gedanken zu machen, wie sich die Kinder während der Fahrt beschäftigen können, rät TÜV Nord. Ausreichend (Bilder-)Bücher sowie ein Malblock und Stifte sorgen schon dafür, dass sich kleinere Kinder sich selbstständig beschäftigen können. Als Überraschung gilt auch ein neues Ausmalbuch oder Hörbuch. Kinderhörspiele sind eine weitere gute Möglichkeit, um den Kleinen die Zeit zu vertreiben. Falls der Fahrer selbst keine Lust auf Bibi Blocksberg und Co. hat, sollte für jedes Kind ein Kopfhörer zur Verfügung stehen. Es gibt aber natürlich auch Hörspiele, an denen Kinder und Erwachsene gleichermaßen ihre Freude haben.

Auf langen Autofahrten bewährt haben sich auch Spiele wie Autokennzeichen raten zum Beispiel. Oder wer sieht zuerst zehn gelbe Autos. Auf welcher Seite erscheint der nächste Kirchturm? Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Auch Wort- oder Rechenspiele sind eine willkommene Abwechslung. Außerdem können so nebenbei die geografischen Kenntnisse der Heranwachsenden erweitert werden. In welche Himmelsrichtung fahren wir? In welchem Bundesland sind wir gerade? Wie heißt dessen Hauptstadt? Welchen Fluss haben wir gerade überquert usw.

Und wenn dann trotzdem mal alle Stricke reißen, kann ja ausnahmsweise, um die Nerven der Eltern zu schonen, die Spielzeit fürs Smartphone oder Tablet etwas weiter ausgedehnt werden. Eine mehrstündige Autofahrt ist schließlich eine Ausnahmesituation. Natürlich sollte auch das Bewegungsbedürfnis des Nachwuchses nicht vernachlässigt werden. Zwischenstopps sind eine willkommene Abwechslung. Dabei empfiehlt TÜV Nord, auch mal kurz von der Autobahn runterzufahren, um eine Wiese, einen Park oder ein Waldstück anzusteuern. Dort können die Kleinen dann nach Herzenslust rumlaufen und toben.

Das Beste, was Eltern mit ihren Kindern passieren kann ist, dass diese während der langen Fahrt einfach schlafen und erst kurz vor dem Urlaubsziel aufwachen. Es sollte also überlegt werden, ob der Start in die Ferien nicht eventuell schon nachts oder in den frühen Morgenstunden erfolgen kann. Für kleinere Passagiere sollten das Lieblingsstofftier und Kuscheldecke nicht vergessen werden.

ampnet/jri