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Was tun, wenn das Auto nach Hund riecht

Hundebesitzer kennen den Geruch, den insbesondere nasse Hunde verströmen nur zu gut. Wie kann man den Mief wieder aus dem Auto bekommen, zum Beispiel auch, wenn man sich einen Gebrauchten eines Hundebesitzers kauft?

Drei zufriedene Hunde im T3. ©gem


Wer einen Gebrauchten kauft, dessen Vorbesitzer seinen Hund im Auto transportiert hat, der kennt den speziellen Gestank, den die Tiere im Auto hinterlassen. Das Problem: Mit Saugen, feuchtem Tuch und Haushaltsreinigern sind zwar Tierhaare und Flecken zu beseitigen, aber nicht die Gerüche. Das gelingt nur Profis mit technischer Ausrüstung. Wie Profis ein „Hunde-Auto“ wieder sauber bekommen, beschreibt die Zeitschrift AUTO STRASSENVERKEHR in ihrer neuen Ausgabe.

ANBIETER: Suchmaschinen und Kleinanzeigenportale im Netz locken zwar mit Preisen ab 60 Euro, doch beim ersten Kontakt stellt sich meist heraus, dass die Reinigung mehr Zeit und somit auch mehr Geld kostet. Die Säuberung eines stark verschmutzten Innenraums mit Tierrückständen kann leicht 300 Euro kosten. Also nicht von Lockangeboten der Discounter blenden lassen. Und ruhig beim Spezialisten vor Ort anfragen. Ein weiteres Problem: Kurzfristige Termine sind schwer zu bekommen.

REINIGUNG: Die Profireinigung arbeitet sich von oben nach unten vor. Sie startet mit dem Dachhimmel und geht bis zu den Bodenteppichen. Teppiche und Stoffe werden abgesaugt und gebürstet, die Sitze shampooniert, Kunststoffe gereinigt, das Leder gecremt und zum Schluss der Geruch mit dem Verdampfer bekämpft.

PROFITRICKS: Um Tierhaare und Geruch zu beseitigen, haben Profis einige Tricks. So werden auch die Luftschächte der Klimaanlage gereinigt, mit Pinsel und Druckluft werden Verschmutzungen auch aus kleinsten und unzugänglichen Ecken beseitigt. Zudem werden alle Polster und Teppiche zweimal shampooniert und abgesaugt. Die Stoffsitze brauchen mitunter sogar vier Durchläufe, bis der Nasssauger kein Dreckwasser mehr ansaugt. Gerüche beseitigen Profis mit Heißvernebelungsgeräten, die Keime, Schimmel und Sporen an verborgenen Stellen und vor allem tief in der Klimaanlage beseitigen, wo sich auch Tierhaare mit ihrem Keimen und Bakterien ansammeln und für unangenehme Gerüche sorgen. Hier stoßen Kaltverdampfung und Sprühdosen, die Hobbyreiniger verwenden, an ihre Grenzen.

KOFFERRAUM: Viel Handarbeit erfordert der Kofferraum. In der Schmutzwanne ganz unten im Kofferraum sammeln sich gerne die Tierhaare und sind Ursache für muffige Gerüche. Die Tierhaare müssen zudem per Hand mühsam aus den Teppichbelägen des Kofferraums gebürstet werden.

ERGEBNIS: Nach einer solchen Reinigung ist ein Auto nicht nur so sauber wie ein Neuwagen, sondern es duftet auch wieder so.

von Gerhard Mauerer