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Reisen in Corona-Zeiten: Wenig Verkehr, viele Einschränkungen

Durch die Corona-Krise gibt es auf deutschen Straßen deutlich wedniger Verkehr. Dafür gibt es umso mehr neue Regeln und Einschränkungen

 ©Karl-Heinz Liebisch Pixelio

Die europaweite Krise durch das Coronavirus hat auch weitreichende Auswirkungen auf das Verkehrsgeschehen. Bedingt durch die bundesweit gültigen Einschränkungen im täglichen Leben ist auch das Verkehrsaufkommen merklich gesunken. Ein großer Anteil der Beschäftigten arbeitet von zuhause aus, ist bereits in Kurzarbeit, baut Überstunden ab oder hat Urlaub eingereicht. Durch die zwangsweise Schließung der meisten Geschäfte, Restaurants etc. sind Fahrten mit dem Auto auf das unmittelbare Umfeld begrenzt. Berufstätige, die in systemrelevanten Bereichen arbeiten und Arbeitnehmer, die nicht von zuhause arbeiten, freuen sich daher zumindest über weitgehend leere Straßen.

Der ACE, Deutschlands zweitgrößter Autoclub, rät dringend dazu, sich vor einem Fahrtantritt über aktuelle Reiseinformationen und -beschränkungen zu informieren. Die Lage kann sich derzeit fortlaufend und unvorhergesehen ändern.

Im Zuge dieser Entwicklungen und der stark eingeschränkten Bewegungsfreiheit innerhalb Deutschlands und Europas rät der ACE Auto Club Europa von allen nicht zwingend notwendigen, vor allem längeren Fahrten und Reisen ab. Der ACE bietet seinen Mitgliedern natürlich trotzdem und rund um die Uhr Hilfestellung bei Panne- oder Unfall an. Entsprechende Notfallpläne und Abstimmungen mit den Partnern gewährleisten diese Hilfe auch weiterhin. Die wichtigsten Fragen und Antworten zur aktuellen Corona-Krise hat der ACE auf seiner Homepage zusammengefasst. Dort finden sich zudem auch Verlinkungen zur weiteren Informationsseiten.

Ein Überblick über die derzeitigen Einschränkungen:

Österreich, Frankreich, Luxemburg, Dänemark, Schweiz: Die Grenzen zu Österreich, Frankreich, Luxemburg, Dänemark und der Schweiz sind nur noch in dringenden Fällen passierbar und dies auch nur an bestimmten Grenzübergängen. Auch der Grenzübertritt aus diesen Ländern wird von deutscher Seite kontrolliert. In Verdachtsfällen auf eine Corona-Infektion oder für Reisende aus deklarierten Risikogebieten kann eine Quarantäne angeordnet werden.

Polen und Tschechien: Polen und Tschechien verweigern derzeit die Einreise gänzlich, soweit man nicht unter sehr eng begrenzte Ausnahmeregelungen fällt.

Italien: In Italien werden zu allen bisher von der Regierung getroffenen, sehr umfassenden Maßnahmen von Betreiberseite aus auch sukzessive die Tankstellen geschlossen. Sämtliche Autobahntankstellen sind seit Mittwochabend außer Betrieb. Eine Einreise nach Italien ist außerdem nur noch in wenigen Ausnahmefällen möglich.

Die Europäische Union hat ein generelles Einreiseverbot verhängt. Alle Grenzen der EU sind derzeit für Nicht-EU-Bürger geschlossen. Ausnahmen gelten für Großbritannien, Norwegen und die Schweiz sowie medizinisches Personal.

Hinweise und weitere Informationen zur aktuellen Lage und zum richtigen Verhalten während der Corona-Krise:

Das Auswärtige Amt hat seine weltweite Reisewarnung zunächst bis Ende April verlängert. Hier wird ausdrücklich vor jeglichen touristischen Reisen weltweit gewarnt. Ausführliche Informationen hierzu und zu den einzelnen Ländern findet man aktuell auf den Seiten des Auswärtigen Amtes.

Auch das Bundesministerium des Innern hat die am 22. März beschlossenen Maßnahmen innerhalb Deutschlands zusammengefasst. Das Ministerium bittet alle Personen, von nicht notwendigen Fahrten abzusehen. Touristische Reisen innerhalb Deutschlands sind zudem generell untersagt. Ausführliche Informationen sind aktuell auf der Seite des Bundesinnenministeriums zu finden.

Einen Überblick über alle derzeitigen Risikogebiete, den aktuellen Kenntnisstand über das Virus und Verhaltensempfehlungen stellt das Robert-Koch-Institut bereit.

von Gerhard Mauerer