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Der neue Westfalia Club Joker - Camping mit einer Bus-Legende

Der mediale Aufschrei war 2012 groß. Westfalia kündigte nach langer  VW-Abwesenheit und einer wirtschaftlichen Berg- und Talfahrt wieder eine  Neuentwicklung auf Basis eines Volkswagens aus Hannover an. Der  Nachfolger des legendären Club Joker stand in den Startlöchern und die  Fachwelt war begeistert. Was ist jedoch nach der anfänglichen Euphorie  geblieben? Hat sich der Club Joker auf T5-Basis bewährt? VW-Bulli.de hat  den Bus anderthalb Jahre nach dessen Vorstellung zwei Wochen lang in der  Praxis getestet, um sämtliche Stärken und Schwächen aufzeigen zu  können.

Was 1950 mit der „Campingbox“, einer Sonderbestellung eines britischen Offiziers, im T1 begann, mündete 1978 in der Auflegung der „Joker“-Reihe, einem Campingmobil in verschiedensten Variationen auf Basis des T3. Auch der Club-Joker war Bestandteil dieser Reihe und wurde im Prospekt 1983 als „Multimobil ohne Vorbild“ und „rassige Mischung aus exklusiver Optik, anspruchsvoller Ausstattung und wirtschaftlicher Funktion“ angepriesen. Mit einer gemütlichen L-Sitzgruppe, zwei Komfortsitzen im Fahrerhaus, einem Doppelbett unten und einem Doppelbett oben, wahlweise im Klappdach oder festen Hochdach, einer serienmäßigen Heizung und einem ausgedehnten Programm an Mehrausstattungs- und Zubehör fand Westfalia zahlreiche Käufer, die seiner Zeit sicher auch zum Liebhaber wurden.

Gut 30 Jahre später ist der Club Joker wieder da. Den T4 als Basis-Fahrzeug hat er übersprungen, denn hier verließen die Busse mit dem Namen „California Exclusive“ die Werkshallen in Rheda-Wiedenbrück. Nach 2004 stellte Volkswagen ab sofort die Campingmobile in Eigenregie her und Westfalia verschwand in Sachen VW von der Bildfläche. Mit dem aktuellen T5.2, dem Facelift-Modell des T5, ist die alte Liebe nun wieder hergestellt. 

Zu bekommen ist der aktuelle Club Joker entgegen seinen Vorgängern ausschließlich als langer Radstand mit festem Hochdach. Das Dach ist hierbei eine eigene Entwicklung Westfalias, erinnert dabei auch stark an die Dachführung auf dem angesprochenen T4 California Exclusive. Nur mit einer Eigenentwicklung konnte eine intelligente und bequeme Bettlösung entwickelt werden, die viel Freiraum zum Leben im Fahrzeug lässt, so die Aussage Westfalias auf der eigenen Homepage.

Der Grundriss beinhaltet auf den ersten Blick keine bahnbrechenden Neuheiten, was jedoch auch angesichts des begrenzten Platzes in einem Bulli heutzutage nur schwer möglich sein dürfte. Im Detail jedoch lässt der Club Joker Einiges erwarten. Das Bett im Hochdach ist mit 1,30m Breite und 2,00m Länge sowie einer Matratzenfederung auf etwa der halben Länge äußerst komfortabel gestaltet. Ein 50 Liter Kompressor-Kühlschrank, 70 Liter Frisch- und 70 Literabwasser sowie ein 10 Liter-Warmwasserboiler sind Schlagworte, die in Zusammenhang mit einem VW-Bus-Camper nicht oft fallen. 

Das Basisfahrzeug ist der T5 Kastenwagen, langer Radstand mit dem 2,0 Liter 62kW TDI und 5-Gang-Schaltgetriebe. Mit dieser Motorisierung und der üblichen VW-Fahrzeug-Serienausstattung erhält man den Club Joker zum Preis von aktuell 53.490,00 Euro.  Die bei VW erhältliche Motorenpalette bis hin zum 7-Gang DSG 2,0L Bi-TDI mit 180 PS und 4Motion-Antrieb ist auch im Club Joker bestellbar. Ebenso gibt es natürlich ein umfangreiches Zubehörprogramm, sowohl für das Basisfahrzeug selbst, als auch für den Westfalia-Wohnteil. In mehreren Paketen verpackt der Hersteller zusätzliche Annehmlichkeiten wie weitere Fenster im Hochdach, ein Zusatzbett im Untergeschoß, Markise und diverses Campingzubehör. Die Gesamtfahrzeugsumme könnte somit allerdings schnell in Richtung Sechsstelligkeit schnellen. Ob es sich trotzdem lohnt, dass Fahrzeug zu kaufen, obwohl für vergleichbare Preise schon teilintegrierte, weitaus größere Wohnmobile zu haben sind, wollen wir herausfinden. Die Vorfreude auf den neuen Club Joker ist allerdings nach dem Studium des umfangreichen Prospekt- und Infomaterials eher gestiegen.

Das Testfahrzeug

Wir übernehmen unser Testfahrzeug durch die Westfalia Mobil GmbH. Freundlich werden wir empfangen und in die Besonderheiten des Busses eingewiesen. Unser Testwagen ist ein weißer Joker mit der 2,0 Liter 75kW TDI-Maschine, also 102 PS. Ausreichend für diejenigen, die die gemütliche Fahrweise bevorzugen, wie sich herausstellen wird. Als Sonderausstattung beinhaltet unser Bus das Fahrerhauspaket Plus, d.h. eine Faltverdunklung für die Windschutzscheibe integriert in die A-Säulenverkleidung, einen angenehmen Velourteppich im Fahrerhaus sowie weitere Kleinigkeiten wie Haltegriffe an eben dieser A-Säulenverkleidung. Ebenso ist das im Verkaufsprospekt als Komfortpaket 1 benannte Zubehör wie das Radio RCD 310, eine Geschwindigkeitsregelanlage, das Multifunktionslenkrad, dimmbare LED-Beleuchtung und ein großes HEKI-Dachfenster über dem Bett Bestandteil des Fahrzeuges.

Auch eine Markise, eine Thule Omnistore 5003 in Wagenfarbe, ist ebenso wie ein Fiamma-Fahrradträger montiert. Letzterer ist jedoch lediglich über den Zubehörhandel zu bekommen und hat weder mit Westfalia noch mit dem Club Joker an sich etwas zu tun. Im Wohnbereich ist bei unserem Joker das Zusatzbett installiert. Die Holzunterlage sitzt dabei an der Rückenlehne der Sitzbank im Wohnteil, die Matratze für das Bett wird ebenfalls hinter der Rückenlehne der Sitzbank verstaut. Alternativ kann der Westfalia-Kunde hier einen Kleiderschrank und zusätzliche Ablagefächer installieren lassen, doch dazu später mehr.

So ausgestattet hat unser Testfahrzeug einen Gesamtneuwert von 60.922,00 Euro. Mit gerade einmal etwas über 4.000 km auf dem Tacho starten wir in unsere Testwochen. Die Tanks sind gefüllt, die notwendige Campinggrundausstattung wie Kabeltrommel, Auffahrkeile und Fensterverdunklungsset ist an Bord. Vor uns liegen knapp 14 Testtage, in denen wir am Ende rund 1500km gefahren sein werden und den Club Joker auf Herz und Nieren geprüft haben.

Die ersten Eindrücke

Die Autobahn ist meist der Beginn eines mobilen Camperurlaubs und wir schwimmen mit dem Joker im dichten Verkehr gut mit. Die 102 PS sind für eine 2,80m hohe „Schrankwand“ zwar ausreichend, aber aus unserer Sicht auch die unterste Grenze was die Leistung betrifft. Noch ist der Bus leer und sind erst Fahrräder, Familie und die gesamte Urlaubsausrüstung an Bord, wird sich der Vortrieb nicht besser zeigen. Unsere Reisegeschwindigkeit liegt allerdings dank Tempomat bei entspannten 130 km/h bei dem sich der T5 laut MFA gute 11 Liter Diesel genehmigt. Das ist zwar nicht sparsam, aber angesichts der Masse, die da bewegt werden will, dennoch in Ordnung.

Wichtig sind auch die ersten Eindrücke der Ohren: Quietscht oder klappert etwas? Nein, die Ausbauten verhalten sich vollkommen ruhig. Aus dem Heck ist absolut nichts zu hören, alles bleibt an seinem Platz und nichts gibt irgendwelche der oft gehörten Knarzgeräusche von sich – Prima!

Als Sonderausstattung hat unser Testwagen wie angesprochen eine Faltverdunklung an der Frontscheibe montiert. Hier wurden die serienmäßigen A-Säulenverkleidungen gegen einen Nachbau mit einem integrierten Faltrollo ausgetauscht. Das Rollo wird des Nachts über zwei Metallstangen von links und rechts zur Scheibenmitte gezogen und hält dort mittels einer Magnetleiste zusammen. Im Prinzip eine gute Idee, die bereits VW selbst in ähnlicher Form beim California anbietet. Während diese Verdunklung als Schulnote vielleicht eine 3+ verdient, so können wir für die von Westfalia angebotene Variante leider maximal eine 4- vergeben. Die Verarbeitungsqualität genügt keinesfalls den Ansprüchen, die man an ein Fahrzeug dieser Preiskategorie stellt. Die Lüftungsdüsen sind nur ungenügend und scharfkantig an die neue Verkleidung angepasst und zwischen Armaturenbrett und Säulenverkleidung blitzt schwarzer Schaumstoff ungleichmäßig hervor – Passgenauigkeit geht anders! Während der Fahrt hat man die obere Verkleidung der Konstruktion zumindest als etwas größerer Fahrer ständig im Blickfeld und die untere, nicht verkleidete Führungsstange lässt das Armaturenbrett auch nicht gerade elegant erscheinen. Dies alles wäre vielleicht zu vernachlässigen, wenn nicht auch die eigentliche Funktion der Verdunklung nur bedingt funktionieren würde, da der untere Abschluss des Rollos ca. 2-3cm Luft lässt und somit dem Licht freien Eintritt. Pfiffig ist einzig die Beweglichkeit des Verschlusses zur „Überbrückung“ des Innenspiegels, der allerdings in unserem Bus in der Seitentasche der Fahrertür lag. Man braucht ihn im Club Joker ohnehin nicht wirklich.

Bei großen, integrierten Wohnmobilen mögen die Verdunklungskassetten an den teilweise quadratischen Scheiben Sinn machen, im T5 aus unserer Sicht definitiv nicht. Der Zubehörhandel hält ausreichend gute und günstige Möglichkeiten zur Fahrerhausverdunklung bereit. Für die Seitenscheiben der Fahrerhaustüren müssen ohnehin Isomatten oder ähnliches mitgenommen werden.  Auch wir benutzen während unseres Tests eine textile Außenverdunklung und können von der Sonderbestellung des Faltrollos im Club Joker nur abraten. 

Die erste Überführungsfahrt in die heimische Redaktion verlief ohne große Probleme. Das Fahrverhalten ist nicht außergewöhnlich anders gegenüber einem normalen Multivan oder Transporter. Dass die Seitenwindanfälligkeit bei einem langen Radstand mit Hochdach steigt, ist natürlich klar, aber unangenehm aufgefallen ist uns das nicht. Entspanntes Ankommen am Urlaubsort ist mit dem Club Joker ohne Probleme möglich, sollte man nicht unbedingt die Basismotorisierung wählen und auf einen Tempomat verzichten.

Rundgang durch das Fahrzeug

Die ersten zwei Testtage sind absolviert und nun wollen wir den Hauptteil unseres Vorhabens einläuten. Wie macht sich der Club Joker im Urlaub und wie testet man so etwas? Ganz klar! Man fährt in den Urlaub. Was sich der Campingfreund von so manchem Entwicklungsingenieur bestimmt schon mal gewünscht hat, führen wir nun durch: Den unerlässlichen Praxistest. Nur wenn man wirklich etwas ausprobiert, werden einem die positiven wie auch negativen Eigenschaften auffallen. Das ist natürlich in vielen Fällen durchaus eine subjektive Meinung. Was uns missfällt, muss langläufig nicht jedem anderen ebenfalls missfallen, aber wir denken, einen Eindruck vermitteln zu können, aus dem sich Interessenten und Leser ihre eigene Meinung bilden können und einen Anreiz erhalten, den Bus selbst einmal auszuprobieren.

Das Beladen

Jeder Campingurlaub beginnt zwangsläufig mit dem Beladen des Fahrzeuges am heimischen Bordstein. Was so manchen schier zur Verzweiflung treibt, ist für Andere in wenigen Minuten erledigt. Wichtig war für uns zu sehen, ob der Club Joker für die grundlegende Campingausrüstung ausreichend Platz bietet.

Im Heckteil, etwa ab der C-Säule bis zur Heckklappe, ist ein doppelter Boden installiert, der zum einen einiges an Technik des Fahrzeuges aufnimmt, zum anderen aber auch als Stauraum dient. Hier passen über die Heckklappe zugänglich zwei Campingstühle und Kleinigkeiten wie Aufstellkeile oder Stromkabel hinein. Mit unseren herkömmlichen Crespo-Campingstühlen war der Stauraum aber auch exakt an sein Limit geraten. Bei kleineren Faltcampingstühlen, wie Sie auch über Westfalia zu beziehen sind, ist der Platz großzügiger vorhanden. Für den Campingtisch, der draußen benutzt werden soll, sind auf der Rückseite der Duschkabine, ebenfalls bei geöffneter Heckklappe zugänglich, zwei Befestigungshaken angebracht. Der Tisch war in unserem Testbus nicht dabei, so dass wir unseren eigenen Campingtisch in den Innenraum legen mussten. Er passte nicht an die vorgesehenen Haken. Hier besteht aber sicherlich die Möglichkeit, die Aufhängung im Heck an die eigenen Campingmöbel anzupassen.

Zusätzlich ist von hinten ein Schrankfach zugänglich, in dem auch die 2,8Kg fassende blaue Campinggaz-Flasche in einem Gaskasten zu finden ist.  Trotzdem bleibt hier noch etwas Platz für Kleinigkeiten wie Stuhlpolster, Werkzeug oder die Tasche mit Heringen und Hammer fürs Vorzelt. Wer ein solches Zelt mit in den Urlaub nehmen möchte, findet dann allerdings nur noch freie Flächen im Innenraum des Club Joker. Ein Kofferraum, wie beispielweise im California, entfällt natürlich aufgrund des Ausbaus. Vom Fahrzeuginnenraum kann man ebenfalls auf ein kleines Stückchen des doppelten Bodens zugreifen. Zum einen liegen dort die Entleerungshähne der Wassertanks, zum anderen bleibt hier noch etwas Platz für Kleinigkeiten wie Schuhe, Handfeger oder das Federball-Set der Kinder.

Nicht nur die Campingutensilien müssen verstaut sein, auch für Lebensmittel und Kleidung sollte ausreichend Stauraum vorhanden sein. Was bei Lebensmitteln nicht ganz so entscheidend ist, da man diese unterwegs immer wieder auffüllen kann, ist bei der Kleidung durchaus wichtig. Ist nicht ausreichend Stauraum für die Kleidung vorhanden, so hat man gerne die eine oder andere Tasche dabei, die dann im Bulli grundsätzlich im Weg steht.

Für Lebensmittel steht natürlich zum einen der sehr geräumige 50L-Kompressorkühlschrank zur Verfügung, der für 2-3 Personen immer ausreichend zu kühlende Nahrung aufnehmen kann. Bauartbedingt ist dieser Kühlschrank recht tief, so dass hier keine Platznot entstehen sollte. In der Küchenzeile finden sich zudem insgesamt 5 Schubladen sowie ein Klappfach in verschiedenen Größen, die ausreichend Platz für Geschirr, Besteck und sonstige Dinge des täglichen Lebens vorhalten. Am Einstieg links der Schiebetür ist ein schmal zulaufendes Schrankfach vorhanden, versehen mit einem Schrankrolladen, in das sich prima Flaschen oder auch die größere Cornflakes-Packung verstauen lassen.

Was die Kleidung angeht, so kommt der Club Joker erwartungsgemäß an seine Grenzen. Zwar sind gegenüber der Küche Schrankfächer vorhanden, aber die gesamte Kleidung für zwei Personen etwa für einen zweiwöchigen Urlaub zu verstauen, ist nicht möglich.

Für Jacken oder Hemden bietet Westfalia ein schmales tiefgehendes Schrankfach mit einer Bügelstange sowie darüber ein Schrankfach mit Mittelboden für zusammenlegbare Kleidung. Dazu ist noch der Stauraum in der Sitzbank, etwa für Schuhe oder eben kleinere Taschen etc. zu nutzen. Das Schrankfach unterhalb des Kühlschrankes, der sich ebenfalls auf der gegenüberliegenden Seite der Küche befindet, beinhaltet die Aufstiegshilfe für das obere Bett und bietet darüber hinaus ebenfalls noch etwas Platz für Kleinigkeiten. Oberhalb des Kühlschrankes ist eine Schublade vorhanden, die übrigens alle im Club Joker mit Softeinzug ausgestattet sind, die sich für Socken- oder wie in unserem Fall für Krimskram wie Taschentücher, Taschenlampe und diverse Ladekabel eignet. Abschließend ist über dieser Schublade ein Deckelfach angebracht, das aufgeklappt zum Schminkspiegel wird. In geschlossenem Zustand können dort allerdings maximal eine liegende Armbanduhr oder Zeitschriften untergebracht werden.

Für ca. 7 Tage und bei einer zwei Personenbesetzung ergab sich für uns eine größere Sporttasche sowie ein Ausflugsrucksack mit der Fotoausrüstung, die zusätzlich im Innenraum verstaut werden mussten. Sicherlich lässt sich der Stauraum bei ausgeklügelter Beladung noch maximieren, aber durch die vorhandene Nasszelle bleibt dieser natürlich immer begrenzt. Immerhin ist und bleibt der Club Joker ein VW-Bus und damit sind keine Raumwunder bei dieser Ausstattungsfülle zu erwarten. Westfalia bietet an Stelle des Zusatzbettes hinter der Sitzbank zusätzlichen Stauraum, auch für Kleidung in Form von Hemden oder Jacken an. Da unser Testfahrzeug jedoch die Sonderausstattung Zusatzbett installiert hatte, können wir hierzu keine Aussage machen. Wer nicht zwingend das untere Zusatzbett braucht, dem sei anzuraten auf dieses Sonderzubehör zu verzichten und dafür den zusätzlichen Stauraum in Anspruch zu nehmen. Der wird immer benötigt!

In Sachen Stauraum kann der Club Joker nicht glänzen, was in dieser Fahrzeugklasse aber nicht verwunderlich ist. Auch seine direkten Konkurrenten können oder konnten das nicht besser. Westfalia hat durch geschickte Details wie etwa dem geschwungenen Küchenfach mit Schrankrolladen oder der aufklappbaren Sitzbank das Maximum aus dem Ausbaukonzept herausgeholt, das eben stark durch die Nasszelle geprägt ist. Wer auf eine Dusche verzichten könnte, würde sich sicher über eine Club Joker-Alternative freuen, die den Platz der Nasszelle mit Staufächern tauscht – wir auch. Der vorhandene Stauraum ist allerdings überall sehr gut zu erreichen, nichts ist verwinkelt und doch ist der letzte Zentimeter gut ausgenutzt. Die Qualität der Möbel und deren Verarbeitung ist dazu hervorragend

Der Schlafkomfort

Nichts ist natürlich wichtiger, neben der Möglichkeit auch alles Notwendige mitnehmen und verstauen zu können,  als der gesunde Schlaf. Der Urlaub soll der Erholung dienen und nicht der pure Stress für die Bandscheiben sein. Um es vorweg zu nehmen – der Schlaf im Club Joker könnte kaum besser sein. Das obere Bett lässt sich nach bekanntem Prinzip durch Herausziehen der zweiten Betthälfte auf insgesamt 2,00 m Länge herstellen. Dieser verschiebbare Teil ist mit Kunststoff-Federelementen ausgestattet, die einem Liegekomfort wie im heimischen Bett recht nahe kommen. Lediglich im Fußbereich in der Hochdachnase liegt die zweiteilige Matratze nur auf einer Holzplatte. Das ist jedoch nicht merklich aufgefallen, denn Rücken und Hüfte liegen gut gebettet im gefederten Teil. Auch die Breite von 1,30m ist für zwei Personen ausreichend. Direkt über dem Kopfteil des Bettes ist ein großes Heki-Dachfenster installiert, dass den abendlichen Blick in die Sterne möglich werden lässt. Die Abdunkelung besteht aus einem Faltrollo, dass man beim Umdrehen gerne mal mit dem Ellenbogen berührt. Hier besteht sicherlich auf Dauer die Möglichkeit einer Beschädigung, wenn man sich mal allzu rabiat im Bett bewegt. In unserer Testwoche war dem Rollo jedoch auch nach mehrfacher Berührung nichts anzusehen. Die kleinen Seitzfenster links und rechts in Kopfhöhe ermöglichen zum einen das Querlüften, zum anderen aber natürlich auch das morgendliche Licht und den Blick nach draußen ohne sich großartig bewegen zu müssen. Im Club Joker kann man sozusagen sehr entspannt wach werden. Auch wenn die Rollos geöffnet sind, ist ein Blick von außen in den Bus, solange kein Licht angeschaltet ist, nahezu unmöglich, denn die Kunststofffenster sind stark getönt.

Den Aufstieg erleichtert ein kleiner Holztritt, der im unteren Schrankfach verstaut werden kann und bei Bedarf in die Trennwand hinter der Sitzgruppe eingehängt wird. Intelligenterweise sind in diese Trennwand zwei zusätzliche Ausschnitte eingelassen, die das Aufsteigen ins Bett ebenfalls erleichtern.

Für getrenntes Nächtigen oder auch eine dritte Person besteht im Club Joker wie bereits angesprochen, die Möglichkeit aus der Sitzgruppe ein Zusatzbett zu bauen. Hierzu wird die Lehne der Sitzbank mittels bequemer Fußentriegelung nach vorne geklappt, die Lehne des Fahrersitzes vollständig nach hinten herunter gedreht und das an der Rückseite der Sitzbank befestigte Brett ausgeklappt. Die zugehörige Matratze wird ebenfalls hinter der Sitzbank verstaut. Der Schlafkomfort hier kommt natürlich dem im oberen Bett nicht wirklich nah, aber eine erwachsene Person kann hier ohne Probleme nächtigen.  Prima gelöst ist von Westfalia der leichte Aufbau, denn das Bett ist in wenigen Sekunden hergerichtet. Ist der Fahrersitz bereits für die Sitzgruppe umgedreht und vollständig in Richtung Lenkrad zurückgeschoben, passt das aufgeklappte Zusatzbett trotzdem entgegen der Aufbauanleitung. Das erspart das im T5 bauart-bedingte, mühevolle Umdrehen des Sitzes. Da sich das Bett mit einem aufgeklappten Holz auf dem Fahrersitz abstützt, ist hier anzuraten eine Unterlage auf den Sitz zu legen, um den Stoff auf Dauer nicht zu beschädigen.  

Schlafen im Obergeschoß ist im Club Joker top. Das Zusatzbett erfüllt seinen Zweck, ist einfach aufzubauen, aber erwartungsgemäß nicht annähernd so komfortabel wie oben. Insgesamt lässt es sich im Club Joker fabelhaft nächtigen und wir starteten ausgeruht in jeden weiteren Testtag.

Kochen, Küche, Kulinarisches

Dass sämtliche Küchenutensilien und auch die Lebensmittel bestens untergebracht werden können, haben wir bereits ausgeführt. Wie steht es denn nun aber mit der eigentlichen Benutzung der Küche? Die Stehhöhe ist aufgrund des doppelten Bodens bei 1,87m ausreichend. Auch größere Personen können sich vor der Küchenzeile trotzdem gut bewegen und stramm wie ein Zinnsoldat steht man sowieso eher selten. Der relativ schmale Bereich zwischen den beiden Ausbauseiten macht es jedoch in den meisten Fällen erforderlich, dass man die Küchenschublade von der Seite bedienen muss, was aber auch nicht wirklich problematisch ist. Für Gewürze, Tütchen, Gläser, Kaffeebecher und sonstiges Kleinzubehör ist ausreichend Platz in einem kleinen Eckregal in Augenhöhe sowie in einer Ablage auf der Küchenzeile bzw. in der Seitenverkleidung dahinter. Die Verarbeitungsqualität des Eckregals ist uns leider negativ aufgefallen, denn hier ergaben sich spitze Kanten durch einen weniger passgenauen Zuschnitt der Alublenden. Das kann man durchaus besser gestalten, auch wenn das Hochdach natürlich keine geraden und glatten 90°-Ecken bietet. In der aktuellsten Auflage des Club Joker existiert das Regal in dieser Form allerdings nicht mehr. Der Neuwagenkäufer muss auf dieses Detail nicht mehr achten, wie uns Westfalia versicherte.

Das Spülbecken ist aus profiliertem Edelstahl in runder Form ausgeführt, der zugehörige Wasserhahn ist in alle Richtungen drehbar und gibt sowohl warmes als auch kaltes Wasser frei. Das warme Wasser steht über den serienmäßigen 10Liter-Boiler zur Verfügung. Der Kocher ist ein zweiflammiger Gaskocher mit Piezozündung und robuster Glasabdeckung. Bei geschlossenem Deckel steht ausreichend Arbeitsfläche zur Verfügung, aber auch während des Kochens ist links und rechts des Kochers noch genug Platz für übrige kulinarische Arbeiten.  Sowohl der Gashahn als auch der Zentralschalter für die Wasserpumpe sind im Vorratsschrank an der Schiebetür untergebracht und lassen sich leicht erreichen. Sehr clever ist die Anbringung einer zusätzlichen Steckdosenkombination aus 12 und 230Volt an der rechten Seite der Küchenzeile. So lassen sich Kaffeemaschine oder Küchengeräte einfach dort anschließen, wo Sie benötigt werden.

Für eine bessere Belüftung lässt sich über Westfalia ein zweites Seitzfenster bestellen und im Hochdach direkt über der Küche installieren. Serienmäßig ist ein kleines Heki-Dachfenster installiert. Die Innenverkleidung an der Küchenzeile ist ausreichend gegen Wärme aber auch Fett- und der im Urlaub üblichen Spaghetti-Tomatensoßenspritzer geschützt und abwischbar gehalten. Die Arbeitsfläche hat sich als sehr strapazierfähig erwiesen, obwohl man ihr genau das eher nicht ansieht. In hochglänzendem Schwarz gehalten würde man eher das Gegenteil vermuten. Das gilt jedoch auch generell für den gesamten Ausbau. Westfalia hat exakt den Mittelweg zwischen ansprechender Optik und Praxistauglichkeit gefunden.

Die Küchenzeile ist für die Zubereitung von kompletten Mahlzeiten mehr als geeignet, sehr gut und strapazierfähig ausgestattet und bietet ausreichend Stauraum für Lebensmittel und Zubehör. Wer im Club Joker hungert, dürfte einfach nur nicht kochen können. Am Bus kann es keinesfalls liegen.

Das Badezimmer

In direkter Nachbarschaft zur Küche liegt das Badezimmer und hier scheiden sich auch direkt die Meinungen. Ist eine komplette Nasszelle in einem VW-Bus notwendig? Darüber lässt es sich trefflich streiten. Wir waren uns nach dem Test einig, dass wir die Dusche im Club Joker nicht benutzen würden. Das hat weniger etwas mit dem Club Joker selbst zu tun, als damit, dass der Platz für ein solches Vorhaben in einem VW Bus generell begrenzt ist und mit einer erheblichen Menge an Wasser zu tun hat. Auch wenn gleich zwei Abflüsse dafür sorgen, dass das Duschwasser im Abwassertank verschwindet, so bleibt zumindest bei uns immer die Vorstellung eines überschwemmten und in der letzten Ritze nassgewordenen Bulli vor Augen. Die Benutzung bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Es ist möglich, aber natürlich gerade für größere Personen nicht bequem. Der Duschkopf wird mittels Saugnapfhalterung am Dachfenster angebracht und die Dusche selbst mittels zwei Faltwänden vom Rest des Fahrzeuges abgetrennt. Die Duschtasse selbst wird bei Nichtbenutzung von einer Holzplatte im übrigen Bodendesign abgedeckt.

Die Abtrennung des Bad- und Duschbereiches erfolgt mittels zwei Faltwänden, die je nach Bedarf verschieden ausgeklappt werden können. Was während der Fahrt positiv zu bemerken war, rächt sich jedoch beim Duschen: Beide Faltwände sind stramm mittels Druckknöpfen und einem Stückchen Band befestigt. Während der Fahrt sitzen die Wände somit bombenfest, bewegen sich nicht und machen daher auch keine Geräusche. Die rechte Wand jedoch erleidet durch die Befestigung eine Beule in ihrer Dichtlippe, die sich auch nicht wieder richten lässt. Beim Duschen bleibt so eine kleine Öffnung, durch die sich natürlich kleinere Wasserspritzer den Weg in den Bus suchen könnten. Hier hat Westfalia aber bereits nachgebessert und in der aktuellen Produktion die Faltwände entsprechend überarbeitet.

Das Spülbecken in der Küchenzeile ist gleichzeitig das Waschbecken für die morgendliche Zahn- und Gesichtspflege. Wer dabei unbeobachtet sein möchte, kann hierzu auch nur eine Seite der Trennwand schließen. Für sonstige Geschäfte ist eine drehbare Kassettentoilette mit elektrischer Spülung installiert. Entnehmen lässt sich der Tank der Toilette einfach über die Heckklappe des Busses. Ablagefläche gibt es im Nasszellenbereich nur bedingt. Ähnlich wie in der Küche können Duschgel und Co. hinter eine Aluleiste geklemmt werden. Für den obligatorischen Kulturbeutel wird es jedoch eng. Auch ein oder zwei Haken für Handtücher würden der Nasszelle gut bekommen.  Wem es morgens zu kalt ist, der kann über die Standheizung den Badbereich sogar separat regeln. Ein in der Nasszelle integrierter Konvektor sorgt für die nötige Wärme.

Über die Dusche lässt sich trefflich streiten, an Waschbecken und Toilette lässt sich jedoch nichts bemängeln. Die Körperpflege ist im Bus sehr gut möglich. Wir würden uns eine Club Joker-Version zwar mit Toilette jedoch ohne Nasszelle und dafür mit mehr Stauraum wünschen. Das jedoch ist nur eine subjektive Ansicht und natürlich nicht zu bemängeln.

Wohnen

Ist man nicht mit Kochen, Duschen oder Schlafen beschäftigt, möchte oder muss man sich natürlich trotzdem im Club Joker aufhalten. Ob nun bei Regen mit einem guten Buch, zum Essen am Tisch oder am Abend, um den Lieben daheim altmodisch eine Postkarte zu schreiben. Wie lässt es sich im Club Joker wohnen?

Ausgesprochen gut, sieht man einmal von den Stauraumproblemen und damit verbundenen eventuell herumstehenden Taschen ab! Sitzbank und Vordersitze lassen sich zu einer komfortablen Sitzgruppe um einen in der Seitenwand einhäng- und in der Schiebetür verstaubaren Tisch aufbauen. Der Tisch und gerade seine Halterung könnten zwar einen etwas stabileren Eindruck hinterlassen, beides hat uns aber in der Testwoche absolut keine Probleme bereitet. Durch die Verschiebbarkeit lässt es sich bequem am Tisch Platz nehmen. Auch für vier erwachsene Personen bleibt für die Füße unterm Tisch ausreichend Platz. Angenehm ist hier auch der direkt im Fußraum der Sitzgruppe installierte Konvektor der Standheizung. Die Wärme kommt somit genau dort an, wo sie sinnvollerweise am ehesten benötigt wird. 

In der B-Säule fahrerseitig hat Westfalia sowohl eine 12 als auch eine 230 Volt-Steckdose installiert, ebenso wie den Lichtschalter für die LED-Beleuchtung über dem Tisch. Die Bedienung des restlichen Lichtes erfolgt mittels vier Schaltern in der beifahrerseitigen C-Säule direkt an der Küchenzeile. Für eine gemütliche Stimmung haben sich die Ingenieure etwas einfallen lassen: Nicht nur das sich die Beleuchtung mittels in der T5-Verkleidung verstecktem Berührungssensor stufenlos dimmen lässt, auch eine Ambientebeleuchtung an der Vorderkante der Küchenzeile sorgt für angenehmes Lichtspiel im Club Joker. Inklusive der Leseleuchten im Hochdach ist natürlich alles in energiesparender LED-Technik ausgeführt und bietet trotzdem ein warmes, wohnliches Licht. Eine zusätzliche Leseleuchte hätten wir uns in der Nähe des umgedrehten Beifahrersitzes gewünscht, denn dieser Platz ist am Abend nur schlecht ausgeleuchtet, möchte man nicht gerade den kompletten Innenraum erhellt haben.

Auch bei bereits ausgezogenem Bett im Hochdach kann man bequem in der Sitzgruppe darunter verweilen. Kopfeinziehen ist nur beim Aufstehen nötig. Während also im Obergeschoß bereits geschlafen wird, kann unten trotzdem weiter „gewohnt“ werden.  Ein weiterer Wärmeauslass der Standheizung im hinteren Küchenteil sorgt dafür, dass auch bei ausgezogenem Bett die Wärme nach oben steigen kann.

Auch bei Regentagen oder dem herkömmlichen Urlaubsalltag im Bus ist alles für einen komfortablen Aufenthalt getan. Die ausreichend große Sitzgruppe macht sowohl die Mahlzeiten als auch die Abendunterhaltung angenehm und das durchdachte Lichtkonzept schafft für jeden Moment die richtige „Erhellung“. Wir haben uns wohl gefühlt im Club Joker! Hier gibt es wirklich nichts auszusetzen.

Die Technik

Zur technischen Ausstattung ist zuallererst zu sagen, dass während unseres Tests alles zu unserer vollsten Zufriedenheit funktioniert hat. Das mag in Anbetracht des Alters des Fahrzeuges und der absolvierten, geringen Kilometer auch zu erwarten sein, aber hiermit soll auch zum Ausdruck kommen, dass der Club Joker intuitiv zu bedienen ist. Es müssen keine Technikseminare besucht werden, um das Fahrzeug zu verstehen. Nicht zuletzt aufgrund der aus unserer Sicht genialen Zentralsteuerung, die oberhalb des Kleiderschrankes angebracht ist und im ersten Moment wie ein modernes Autoradio aussieht, ist die Bedienung so einfach. Über das Display, einem Drehrad und zwei Tasten lassen sich Kühlschrank und die Standheizung steuern, sowie die Füllstände der Tanks und Zusatzbatterie ablesen. Zusätzlich lässt sich ein Wecker programmieren.

Die Heizung kann für Wohnteil und Nasszelle getrennt in der Temperatur geregelt werden. Für die Wärmeverteilung sorgen die bereits angesprochenen insgesamt drei Konvektoren bzw. Wärmeauslässe im Bus. Die Heizung dient gleichzeitig zur Erwärmung des Wasservorrates im Boiler. 

Der Kühlschrank lässt sich von der Zentraleinheit sowohl ausschalten als auch in seiner Kühlintensität einstellen. Am Kühlschrank selbst entfallen damit sämtliche Bedientasten. Die Füllstände des Abwasser- sowie Frischwassertanks werden über Balkendiagramme übersichtlich angezeigt. Ein Alarmsymbol zeigt z.B. zur Neige gehendes Frischwasser an. Zur eierlegenden Wollmilchsau könnte die Zentraleinheit werden, wenn zusätzlich noch ein Radio mit USB-Anschluss integriert würde, so dass die musikalische Unterhaltung ebenfalls über die Zweitbatterie abgewickelt würde. Dieser Wunsch aber soll nicht allzu ernst gemeint sein!

Geärgert hat uns während zwei Regentagen unseres Tests der nicht abgedichtete Zwischenraum der Markise und des Hochdaches. Die Omnistore-Markise erfüllt zwar erwartungsgemäß ihren Zweck, jedoch ist nach einem Regenguss der Wasserfall bei Schiebetüröffnung sehr unangenehm und einfach zu vermeiden. Mittlerweile liegt laut Westfalia ein sogenannter Rainguard den Fahrzeugen mit Markise bei Auslieferung bei, der genau dieses Problem behebt. Dieser Umstand ist uns allerdings nicht an vorrangigster Stelle in Erinnerung geblieben, denn den weitaus überwiegenden Teil unseres Tests hat uns das Fahrzeug in all seinen Bereichen sehr viel Spaß bereitet.

Fazit

Westfalia ist wieder dort angekommen, wo alles begonnen hat: Beim Bulli! Nach mehrjähriger Unterbrechung, Insolvenz und Verkauf an die französische Rapido-Gruppe ist das Unternehmen wieder eine Zusammenarbeit mit Volkswagen eingegangen und das ist auch gut so!

Der neue Club Joker macht einen hervorragenden Eindruck. Dass die Preisgestaltung der Volkswagenmobile nicht mehr unbedingt volksnah ist, ist längst bekannt und muss nicht mehr extra erwähnt werden. Westfalia hat bereits einige Details, an denen wir noch etwas zu bemängeln hatten,  in den aktuellsten Fahrzeugen verbessert. Die Verbesserung der Fahrzeuge ist ein andauernder Prozess und somit gibt es am Club Joker kaum noch etwas auszusetzen. Das Problem des geringen Stauraumes ist auch bei anderen Reisemobilen dieser Klasse zu finden. Hier muss jeder individuell testen, ob er mit dem Platzangebot klar kommt oder nicht. Der Bus wird sicherlich nicht für Jedermann und jeden Urlaub geeignet sein, aber die aktuellen Verkaufszahlen zeigen, dass er bereits ausreichend Freunde und Liebhaber gefunden hat. VW-Bulli.de gehört nach den Testwochen, für die wir uns hier nochmals ausdrücklich bei der Westfalia Mobil GmbH bedanken möchten, eindeutig dazu. Das es noch Luft nach oben gibt, stimmt uns für den Club Joker 2.0 und den weiteren Modellnachfolgern sehr zuversichtlich. Wer auf der Suche nach einem 2-3-Personen-Wohnmobil inkl. Nasszelle und Stehhöhe auf T5-Basis ist, sollte sich den Westfalia Club Joker unbedingt bei einem der zahlreichen Händler ansehen oder auch bei Vermietstationen fragen und testen.

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von Patrick Kühl