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Freisprecheinrichtungen im Test

Urteile zum Thema Handynutzung während der Autofahrt gibt es reichlich. Das Handy vom Beifahrersitz in die Mittelkonsole umlagern ist erlaubt, ebenso darf ich ohne Punkte zu kassieren mein heruntergefallenes Handy während der Fahrt aus dem Fußraum aufheben. Einen Anruf wegzudrücken hingegen ist schon eine Ordnungswidrigkeit, wie das OLG Köln kürzlich klargestellt hat. Wer auf der sicheren Seite sein möchte, telefoniert nur über eine Freisprecheinrichtung. VW-Bulli.de hat sich umgesehen und zwei verschiedene Varianten solcher Systeme getestet.

Freisprecheinsichtungen - wirklich notwendig?

In neuen Fahrzeugen stellt sich zumeist diese Frage nicht mehr, da es heutzutage schon fast obligatorisch ist, eine Freisprecheinrichtung gleich mitzubestellen oder die ohnehin schon serienmäßig enthaltenen Geräte zu nutzen. Eine Verbindung zum eigenen Handy per Bluetooth sichert den Betrieb auch bei einem späteren Modellwechsel des Mobiltelefons und macht die frühere Kaufunsicherheit hinsichtlich später passender Handyschale oder Kabel mittlerweile überflüssig.

Was aber ist nötig, wenn mein Fahrzeug keine Freisprecheinrichtung besitzt, sei es weil es ein älteres Baujahr ist, oder ich eben kein serienmäßiges System mitbestellt habe? Die Industrie hält hierfür eine Vielzahl an Geräten mit verschiedenen Funktionsweisen und Preiskategorien bereit. Umso verwunderlicher ist es dabei, dass laut einer Studie der DEKRA aus dem Jahr 2010 jeder fünfte Autofahrer angab, ohne Zusatzsysteme im Auto zu telefonieren. Als Grund dafür gaben mehr als die Hälfte der Befragten an, dass es ihnen schlichtweg egal sei, ob sie bestraft werden könnten. Weitere Argumente gegen eine Freisprecheinrichtung waren der hohe Anschaffungspreis sowie Probleme bei einem Handywechsel.

Neuere Untersuchungen ergeben sogar, dass Telefonieren mit einer Freisprecheinrichtung keinesfalls sicherer ist. Es komme nicht auf die Hände am Lenkrad an, sondern auf die gesamte Aufmerksamkeit des Fahrers. Ist also eine Freisprecheinrichtung überhaupt sinnvoll und notwendig?

Aufgrund der momentanen Gesetzeslage gibt es hier keine zwei Meinungen. Die Bedienung eines Handys während der Fahrt stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und wird aktuell mit 40 Euro sowie einem Punkt in Flensburg bestraft. Ungefährliches Telefonieren hinsichtlich einer Strafe ist im Auto nur mit einer Freisprecheinrichtung möglich. Jeder Fahrer ist jedoch selbst angehalten, die Konzentration auf den Verkehr zu richten und nicht auf die Elektronik im Auto. Die Technik kann hier wie so oft nur unterstützend beteiligt werden.

Getestete Freisprechgeräte Parrot Mki9200 und MINIKIT Neo, Foto: Parrot

Welches System ist für mich notwendig?

Freisprecheinrichtungen lassen sich grob in zwei Kategorien unterteilen – Festinstallationen, also Systeme die in Verbindung mit Radio, Navigationsgeräten und Lautsprechern fest im Fahrzeug installiert werden und solche, die ich kabellos in jedes Auto mitnehmen kann.

Die Systeme der Firma Parrot, einem Marktführer in Sachen Freisprecheinrichtungen, die VW-Bulli.de zur Verfügung gestellt wurden, sind zum einen ein Festeinbausystem Mki9200 sowie ein mobiles System MINIKIT Neo.

Foto: Parrot

ie Unterschiede sind klar: Der Festeinbau wird vollständig in das Fahrzeug integriert und kann auch nur dort genutzt werden. Die Vorteile sind abhängig vom verbauten System. Unser Testgerät fügt sich bis auf ein zusätzliches Display sowie ein Bedienelement vollständig unsichtbar hinter der Armaturenbrettverkleidung in die vorhandene Elektronik ein. Die Fahrzeuglautsprecher werden mitbenutzt und zusätzlich besitzt das System die Möglichkeit, Musik aus verschiedensten Medien wiederzugeben – doch dazu später mehr.

Soll die Freisprecheinrichtung also nur in einem bestimmten Fahrzeug benutzt werden, kann sich aufgrund der vielen Zusatzfunktionen solcher Geräte gerade im Hinblick auf aktuelle Multimediaanschlüsse über USB, iPhone & Co. ein Festeinbau lohnen.

Möchte ich jedoch nur ein Minimum an zusätzlicher Technik in verschiedenen Fahrzeugen, eventuell tagsüber im Firmenfahrzeug und nach Feierabend im Privatwagen benutzen oder benutze ich öfter die eigenen Fahrzeuge im Wechsel, so bietet sich ein mobiles System an, dass weder an die Fahrzeugelektronik angeschlossen werden muss, noch irgendwelche Halterungen benötigt. Unser Testgerät MINIKIT Neo wird an die Sonnenblende geklemmt und zum Großteil über die Sprache bedient. Es lässt sich so einfach in jedes erdenkliche Fahrzeug mitnehmen.

Welches System nun das Richtige ist, entscheidet sich demnach an erster Stelle danach, ob ich das System lediglich in einem Fahrzeug oder in mehreren benutzen möchte. Während sich bei einem Fahrzeug die Frage danach auf den gewünschten Ausstattungsumfang des Gerätes reduziert, fällt bei der gewünschten Benutzung in verschiedenen Fahrzeugen die Wahl ausschließlich auf das mobile System.

Foto: Patrick Kühl

Festeinbausystem Mki9200 - mehr als eine Freisprecheinrichtung

Bei diesem Festeinbausystem ergeben sich für den Käufer weitere Vorteile neben der ursprünglich gewollten Funktion des Freisprechens. Heutige Systeme stellen in ihrer Kompaktheit kleine Multimediaeinheiten dar, die in der Lage sind, über zusätzliche Anschlussmöglichkeiten Musik von USB-Sticks, SD-Karten, iphone, MP3-Playern oder anderen Handys wiederzugeben.

Der USB-Anschluss übernimmt heutzutage eine wichtige Rolle in der Musikwiedergabe im Fahrzeug, aber nicht jedes Fahrzeug oder Autoradio besitzt diesen Anschluss. Wer also nicht nur endlich gesetzeskonform telefonieren, sondern zudem auch noch sein betagte Musikanlage um aktuelle Anschlussmöglichkeiten erweitern möchte, der liegt in der Auswahl der Mki9200 schon auf der richtigen Seite. Ob die Versprechungen des Herstellers jedoch auch der Wirklichkeit entsprechen, soll unser Test zeigen.

Das Testfahrzeug ist in unserem Fall ein T5 Multivan, Modelljahr 2007, dessen Werkfreisprecheinrichtung längst nicht mehr aktuell ist und auch seitens des Herstellers nicht weiter gepflegt oder gar erweitert werden kann. Zudem besitzt das Fahrzeug keinerlei Wiedergabemöglichkeiten für digitale Musik außer von der guten alten CD.

Aufgrund der Einbindung in die komplexe Fahrzeugtechnik entscheiden wir uns, den Einbau einem Fachmann zu überlassen. In unserem Fall steht uns die Firma
ATS und dessen Chef Sönke Sell in Kiel mit Rat und Tat zur Seite. Wer elektronisch versiert ist und sich mit der Verkabelung in seinem Fahrzeug auskennt, sollte den Einbau aber auch problemlos selbst bewerkstelligen können. Der Hersteller Parrot hält hierzu passende vorkonfektionierte Adapterkabel  bereit, die den Aufwand des Einbau des Systems auf ein Minimum reduzieren.

Foto: Patrick Kühl

Die Ausstattung und der Einbau:

In unserem T5 entscheiden wir uns dazu, das Display der Freisprechanlage auf den bereits vorhandenen Halter des alten Werkssystems zu installieren. Das 2,4 Zoll große hochauflösende TFT-Display lässt sich einfach von seiner Halterung abziehen und so sicher vor Diebstahl verwahren. Um Kratzer zu vermeiden legt Parrot sogar eine kleine Tasche für den Monitor bei.

Foto: Patrick Kühl

Das Anschlusskabel für die diversen Musikquellen lassen wir im Handschuhfach verschwinden, so dass es nicht sichtbar aber jederzeit griffbereit zur Verfügung steht. Das kabellose Bedienelement kann auf dem Armaturenbrett platziert werden, wo es für den Fahrer am einfachsten zu erreichen ist. Ebenso kann es über eine beiliegende Gummihalterung direkt am Lenkrad befestigt werden. Der Hersteller bietet auch Möglichkeiten über eine eigene Schnittstelle die fahrzeuginternen Lenkradbedientasten zu benutzen.

Foto: Patrick Kühl

Das Doppelmikrofon, das eine kristallklare Verständigung verspricht, wird mittig unter dem Rückspiegel installiert, ähnlich der bereits vorhandenen Mikrofone des Werkssystems.

Aufgrund der gut durchdachten Bauteile lässt sich die Mki9200 wohl in nahezu jedes Fahrzeug integrieren, ohne das größere Modifikationen am Armaturenbrett oder der Mittelkonsole nötig sind – ein wichtiges Argument für ein Festeinbausystem.

Die Elektronik verschwindet in unserer Installation unsichtbar hinter dem Armaturenbrett direkt neben dem Radioschacht. So fällt die Einbindung der Freisprechanlage in das vorhandene Musiksystem, in unserem Fall ein 8-Lautsprechersystem mit dem Radio Delta, relativ leicht.

Sämtliche Telefonate und Musik lassen sich über alle Lautsprecher ausgeben. Die Steuerung, beispielsweise der Lautstärke, erfolgt über die Bedienelemente der Parrot Freisprecheinrichtung.

Über einen Trick lässt sich jedoch auch das Radio in das System einbinden. Schließt man die Freisprecheinrichtung zusätzlich über einen AUX-Eingang an das Radio an, über einen Adapter oder auch einen direkt vorhandenen Eingang, so lassen sich Musiklautstärke, Balance, Fader sowie Höhen und Tiefen auch weiterhin direkt über das Radio steuern. Hierzu ist der Rat eines Fachmanns anzuraten, der genau weiß, auf welche Weise die Parrot in das vorhandene Fahrzeug integriert werden kann.

Foto: Patrick Kühl

Der Betrieb:

Der Einbau, der ca. 2-3 Stunden je nach Fahrzeug in Anspruch nimmt, offenbart schon wie einfach die Freisprecheinrichtung funktioniert. Nach reibungslosem Einbau ist auch der Betrieb fehlerlos. Die Einrichtung der Anlage ist in wenigen Minuten erledigt, das Handy samt sämtlicher Kontakte via Blutooth problemlos angelernt. Steigt man ab sofort in das Fahrzeug ein, ist die Freisprechanlage in wenigen Sekunden nach Betätigen der Zündung startklar und das Handy in ca. 5-10 Sekunden eingeloggt.

Die Mki9200 bietet sogar die Möglichkeit ein zweites Adressbuch, also Telefon anzulernen, so dass beispielsweise ein problemloser, gleichzeitiger Betrieb von Privat- und Firmenhandy oder Fahrer- sowie Beifahrerhandy möglich ist.

Neue Software des Herstellers lässt sich ebenfalls problemlos via Bluetooth aufspielen, so dass die Anlage auch softwaretechnisch immer auf dem neuesten Stand zu halten ist. Alles Wissenswerte sowie die richtigen Dateien dafür finden sich auf der übersichtlichen Herstellerhomepage. Für unterwegs reicht bei Fragen ein Blick in die kompakte Papierform der Bedienungsanleitung, die heutzutage auch nicht mehr selbstverständlich ist.

Die Bedienung während eines Telefonates ist denkbar einfach und komfortabel. Telefonate sind über die üblichen roten und grünen Hörertasten des Bedienelementes durchzuführen. Die Auswahl der Adresseinträge erfolgt nach Betätigen der grünen Taste entweder per Stellrad oder per Sprachbefehl, der sofort funktioniert und in 99% der Fälle auch die richtige Telefonnummer aus dem Telefonbuch heraussucht – einfacher geht es wirklich nicht mehr.

Die Verständigung über die Anlage ist sowohl auf unserer Seite im Fahrzeug als auf der entsprechend gegenüberliegenden Seite wie vom Hersteller versprochen kristallklar. Im Test wurde die Verbindung über die Freisprecheinrichtung teilweise sogar wesentlich besser als direkt über das Handy empfunden.

Sämtliche Informationen werden über das Farbdisplay ausgegeben und dazu laut und deutlich angesagt. Selbst ein Foto des Anrufers kann angezeigt werden. Telefonieren ist somit im Fahrzeug kein Problem mehr und die Handgriffe auf ein wesentliches Minimum reduziert.

Über das Telefonieren hinaus bietet uns die Anlage aber nun auch die Möglichkeit in digitalen Musikgenuss beispielsweise von einem USB-Stick zu kommen. Im Handschuhfach liegt das Anschlusskabel mit einer USB-Buchse, 3,5mm-Klinke sowie einem iphoneanschluss. Zusätzlich besitzt der Farbmonitor auf der Rückseite einen SD-Speicherkartenschacht und das Gerät gibt auch über die Bluetoothfunktion Musikstücke vom Handy, einem Tablet oder sonstigen, bluetoothfähigen Geräten wieder. Einschränkungen bezüglich der Größe von USB-Sticks oder SD-Karten gibt es laut Hersteller nicht. In unserem Test liefen sowohl eine 4GB-SD-Karte als auch ein 16GB-USB-Stick einwandfrei. Die abzuspielenden Dateien müssen jedoch das Format MP3 oder WMA besitzen.

Mehrere hinterlegte Audioeffekte und voreingestellte Equalizer können über das Menü abgerufen werden, und obwohl die unscheinbare kleine Systembox nur über einen 20 Watt-Digitalverstärker verfügt, ist es vollständiger und raumfüllender Musikgenuss, der aus den Lautsprechern kommt. Hier hat Parrot wirklich nicht zuviel versprochen, denn alles funktioniert sofort nach Installation zur vollsten Zufriedenheit und in einwandfreier Qualität.

Wer auf der Suche nach einer Freisprecheinrichtung ist und dabei seinem Fahrzeug bezüglich der Erweiterung von multimedialen Anschlussmöglichkeiten etwas Gutes tun möchte, ist mit der Parrot Mki9200 bestens bedient, was auch zahlreiche Auszeichnungen der Fachwelt deutlich machen.

Foto: Patrick Kühl

Das mobile System Parrot MINIKIT Neo – klein aber oho

Das gerade erst erschienende Minikit Neo zeigt schon beim Öffnen der Verpackung den wesentlichsten Unterschied zur Mki9200: Es ist klein! Parrot hat hier die Freisprechanlage auf das Wesentlichste reduziert. Das Minikit Neo gibt sich als ein stylisches Designaccessoire in etwa der Größe einer Packung Papiertaschentücher. Zusätzlich findet man das Lade- und USB-Verbindungskabel, einen USB-Adapter für den Zigarettenanzünder sowie eine Kurzanleitung im Karton.

Die Anwendung gestaltet sich ähnlich dem großen Bruder denkbar einfach. Das Minikit Neo besitzt lediglich drei Tasten, wovon sich einer als Drehschalter präsentiert um durch die Menüs zu navigieren und die übliche und bereits bekannte grüne und rote Hörertaste. Dazu kommt ein weiterer Ein-/Ausschalter, der über eine zusätzliche Stellung den Ladezustand des Akkus sprachlich ausgibt. Ein Display sucht man hier vergebens, benötigt es aber auch nicht. Sämtliche Kommunikation zwischen dem Benutzer und dem Gerät wird sprachlich abgewickelt und das erstaunlich genau und deutlich. Selbst die ersten Bedienschritte werden dem Benutzer von einer freundlichen, weiblichen Stimme genau erläutert.

Foto: Patrick Kühl

Vor Beginn muss der Akku zwar erst vollständig aufgeladen werden, aber danach ist das Gerät in kürzester Zeit einsatzbereit. Lange Einrichtungsvorgänge entfallen hier völlig und die eigentliche Grundfunktion, das Telefonieren, eröffnet sich dem Benutzer intuitiv. Per Bluetooth koppelt man sein Handy ohne Probleme mit der Freisprecheinrichtung, welche den erfolgreichen Vorgang sprachlich bestätigt und schon kann es losgehen. Das Telefonbuch wird automatisch syncronisiert und auch hier erfolgt umgehend eine sprachliche Bestätigung. Es können wie bei der Festeinbauanlage Mki9200 zwei Telefone gleichzeitig an dem Ninkit Neo betrieben, insgesamt jedoch bis zu zehn Telefone gekoppelt werden.

Die Steuerung der Freisprecheinrichtung erfolgt entweder über den Drehregler wobei mir die Menüeinträge und Einstellung jeweils gut verständlich vorgelesen werden oder sprachgesteuert, das heißt ich kann dem Gerät nach Aktivierung der sogenannten Zauberwörter auch direkt mitteilen, wen ich beispielsweise anrufen oder welchen eingehenden Anruf ich annehmen möchte oder nicht.

Das Minikit Neo wird während des Betriebs im Auto einfach an die Sonnenblende geklemmt. Parrot hat hierzu in das Gehäuse einen stabil wirkenden Federmechanismus eingebaut, der das Gerät auch bei rasanter Fahrweise an seinem Platz hält. Für die Sonnenblende im T5 reicht die Spannweite der Klemme gerade soeben aus – wesentlich dicker dürfte das Material nicht sein.

Pfiffig ist hingegen das Akkumanagement des Gerätes: Lässt man das Minikit Neo im Auto und schaltet das Gerät nicht ab, fällt es in den verlängerten Standby Modus, in dem die Akkuleistung bis zu 6 Monate betragen soll. Mittels eines Schwingungssensors wacht das Gerät wieder auf, sobald man die Autotür öffnet. Ist Bluetooth auf dem Handy aktiviert, ist auch die Verbindung sofort wieder da. So wird der Akku auch nur dann gefordert, wenn wirklich eine Verbindung zum Telefon besteht.

Auch beim Minikit Neo besteht die Möglichkeit per Bluetooth auf dem Telefon befindliche Musik oder auch Navigationsansagen wiederzugeben. Über den integrierten 3 Watt-Lautsprecher sind natürlich keine Wunder zu erwarten, aber in diesen Funktionen, die ebenso einwandfrei wie das Telefonieren laufen, liegt auch nicht das Hauptaugenmerk.

Für das Minikit Neo hat Parrot zusätzlich eine nützliche App sowohl für das Betriebssystem Android als auch für Apple-Benutzer entwickelt und kostenlos zum Download zur Verfügung gestellt. Hier kann zum Beispiel eine voreingestellte SMS-Antwort automatisiert an abgewiesene Anrufer verschickt werden. Ebenso merkt sich die App automatisch die letzte Position ihres Fahrzeugs wenn GPS eingeschaltet ist. Über die Navigationssoftware lassen sich so peinliche Gedächtnislücken in der fremden Großstadt überspielen und der vergessene Weg zurück zum Parkplatz finden. Abgelaufene Parkzeiten oder auch eine voreingestellte Fahrzeit bis zur nötigen Pause sowie weitere Einstellungsmöglichkeiten runden diesen zusätzlichen Dienst des Minikit Neo ab.

Wer häufig seine Fahrzeuge wechselt, eventuell zwischen Firmen- und Privatwagen tauschen muss oder daheim auch mal das Zweitauto bewegt und trotzdem legal und sicher telefonieren möchte, für den ist das Minikit Neo ein idealer Begleiter.

Das Gerät ist klein, funktioniert auf Anhieb einwandfrei und die Bedienungsanleitung ist nur am Rande notwendig, da ein Großteil der Funktionen selbsterklärend ist. Zudem macht das Gerät auch optisch an der Sonnenblende etwas her.

Eines ist jedoch wesentlich entscheidender: Beide Geräte machen nicht nur Spaß, sondern auch das Telefonieren während der Fahrt zu einer legalen Angelegenheit. Ausreden, man habe sich nur das Ohr gewärmt können dann der Vergangenheit angehören.

Für beide Geräte, ob nun der umfangreichere Festeinbau oder das mobile Gerät, gibt es von vw-bulli.de eine klare Kaufentscheidung. Das Mki9200 ist für ca. 150 Euro, das Minikit Neo ab sofort für ca. 70 Euro im Handel erhältlich.

von Patrick Kühl