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Batterie bleibt Hauptursache für Pannen

Mit fast 42 Prozent stellten Probleme mit der Batterie auch im vergangenen Jahr die häufigste Ursache für Autopannen dar. Es folgen Probleme mit dem Motormanagement auf Platz zwei.

Starterbatteriedefekte nach Jahren.

 ©ADAC

Die ADAC-Pannenstatistik, die für 2019 insgesamt 113 Baureihen von 25 Marken untersucht hat, liefert Daten darüber, welches Fabrikat wie anfällig ist. Gebrauchtwageninteressenten können sich daran ebenso orientieren wie Autofahrer, die ihren Wagen verkaufen wollen, bevor teure Reparaturen fällig werden. Spitzenreiter bei den Pannenursachen ist die defekte Starterbatterie.

Die 1750 Straßenwachtfahrer des Automobilclubs hatten im vergangenen Jahr bei 3.756.226 Einsätzen erneut hauptsächlich mit defekten Batterien zu tun (41,8 Prozent). Häufig betrafen Pannen auch das Motormanagement (17,4 Prozent). Knapp ein Viertel aller Pannen hat seine Ursache in Fehlern der Karosserie, Bremsen, des Fahrwerks, des Anlassers und der Beleuchtung. Auffällig ist der steigende Anteil an Reifenpannen, der erstmals über sieben Prozent liegt. Der Trend zu Pannensets (sog. Repair-Kits) statt Ersatz- und Noträdern veranlasst laut Ansicht des ADAC offenbar viele Fahrer, die Pannenhilfe zu rufen statt, wie früher, den Reifen selbst zu wechseln.

Beim Dauerthema Batterie hat eine Aufstellung nach Erstzulassungsjahr gezeigt dass sich zwischen dem fünften und sechsten „Lebensjahr“ einer Batterie die Pannen häufen. Bei einem Fahrzeugalter von elf Jahren pendeln sich diese Pannen auf hohem Niveau ein. Dennoch bleiben bereits viele junge Fahrzeuge mit leerer oder defekter Batterie liegen – durch zahlreiche elektrische Verbraucher und unzureichendes Batteriemanagement wird der Akku schnell überlastet.

Pannenursachen in der ADAC-Statistik 2019.

 ©ADAC

Untersucht wurden Modelle, von denen in Deutschland mindestens 7000 Exemplare pro Jahr angemeldet waren. Konstant besser als der Durchschnitt waren hier unter anderem der Toyota Aygo, Mini, Mercedes A-Klasse und BMW X3. Keine Baureihe ist in allen Jahren schlecht. Auffällig waren dieses Jahr jedoch der Kia Ceed (2011) und bei den ganz jungen Fahrzeugen weiterhin der Nissan Qashqai mit einer überdurchschnittlich hohen Pannenhäufigkeit. Bei Letzterem sind Batteriedefekte die häufigste Ursache.

Erstmalig wurde die Pannenkennziffer (Pannen pro 1000 zugelassener Fahrzeuge) für Fahrzeuge von drei bis 20 (statt bisher zehn) Jahren berechnet. Somit erlaubt die Pannenstatistik auch einen Blick auf die Youngtimer. Der Toyota Yaris, der mit zehn Jahren und mehr immer noch zuverlässig fährt sticht hier positiv hervor.

ampnet/deg