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Dem Navi lieber nicht blind vertrauen

Das Navigationsgerät im Auto ist heute eine Selbstverständlichkeit. Die Orientierungshilfe erleichtert das Fahren zwar in aller Regel, birgt jedoch auch Gefahren. Medien berichten auch immer wieder von Reisenden, die vom Navi ihres Fahrzeugs in die Irre geschickt wurden.

 

 

 ©Goslar Institut

Immer wieder gibt es Meldungen über Autofahrer, die im Niemandsland landen, in einem Fluss oder an einem anderen Ort, wo sie gar nicht hinwollten. Häufiger hingegen werden Autofahrer gegen ihren Willen in Einbahnstraßen, Sackgassen, Baustellen oder auf wenig sinnvolle Routen gelotst. Derartige Fehlleistungen sind häufig auf veraltetes Kartenmaterial zurückzuführen. Deshalb empfehlen Experten, das Kartenmaterial regelmäßig zu aktualisieren – am besten jedes Jahr. Doch auch ein gestörter GPS-Empfang kann zu falschen Anweisungen führen, weil sich das Navi ganz woanders wähnt, als sich das Fahrzeug in Wirklichkeit befindet. Deshalb sollte man als Autofahrer den elektronischen Lotsen niemals völlig vertrauen, raten Fachleute.

Befragungen zeigen, dass vor allem ältere Autofahrer zur Sicherheit oft noch einen Straßenatlas mit dabei haben, während sich jüngere Menschen oft blind auf das Navi verlassen. Letztere verzichten gerne auch darauf, sich die Route einer bevorstehenden Fahrt vorab wenigstens einmal kurz vor Augen zu führen. Dadurch lassen sich gegebenenfalls mögliche Irrtümer bzw. falsche Hinweise während der Fahrt besser erkennen.

Sind die Folgen davon lediglich Zeitverlust, was schon unangenehm genug sein kann, oder ein Umweg, lassen sich diese jedoch meist noch verschmerzen. Verführt eine falsche Information des Navis den Autolenker jedoch zu Manövern, die Unfälle oder andere Schäden nach sich ziehen, muss der Fahrer dafür haften, warnt das Goslar Institut für verbrauchergerechtes Versichern. Die Ansagen des Navigationssystems sind da keine Entschuldigung.

Und auch aus einem anderen Grund gehört der Blick vor allem auf die Straße und nicht dem Navigationsgerät. Experten schätzen, dass rund jeder zehnte tödliche Unfall in Deutschland auf Ablenkung des Fahrers zurückzuführen ist. Dazu gehört auch die Bedienung des Navigationsgerätes während der Fahrt.

 

ampnet/jri