Zur Liste

Ratgeber zum Thema Versicherungswechsel

Alle Jahre wieder besteht im Herbst die Möglichkeit, die Kfz-Versicherung zu wechseln. Und alle Jahre wieder lassen viele Autofahrer diese Chance verstreichen. Hier gibt es wichtige Infos zu dem Thema.

 ©Goslar Institut

Es naht der Stichtag, bis zu dem ein Kunde seinen Kfz-Versicherer wechseln kann. Da ist es gut zu wissen, welche Anbieter im Vergleich besonders gut abschneiden. Auskunft darüber gibt regelmäßig der Service-Atlas Kfz-Versicherer, der 2020 von dem Kölner Analyseunternehmen Service-Value nun schon im elften Jahr in Folge veröffentlicht wird. Die Untersuchung gibt wieder, wie die Verbraucher hierzulande die Kfz-Versicherer bewerten.

Wer zu einer anderen Kfz-Versicherung wechseln will, muss auf die Wechselfrist aufpassen. Denn vor dem Wechsel muss zuvor die bestehende Kfz-Versicherung gekündigt worden sein. Dies ist in der Regel nur zum Auslaufen des Vertrages möglich, sofern es keinen Grund für eine außerordentliche Kündigung gibt, wie etwa ein Schadensfall. Und da die Verträge bei der Autoversicherung immer ein Jahr laufen, sind sie zum Ende des Kalenderjahres terminiert: Sie enden also zum 31. Dezember.

Bei einer einzuhaltenden Kündigungsfrist von einem Monat, ist der Stichtag für wechselwillige Autofahrer somit der 30. November. Bis zu diesem Zeitpunkt muss die Kündigung bei der Versicherung vorliegen, damit diese zum 1. Januar des kommenden Jahres angenommen wird. Liegt die Kündigung bis zu jenem Zeitpunkt nicht vor, verlängert sich der bestehende Vertrag automatisch um ein weiteres Jahr.

Laut einer Studie des Kölner Analyseunternehmens You-Gov zur Wechseltätigkeit in der Kfz-Versicherung im Jahr 2019 kündigten zum zurückliegenden Jahreswechsel 5,1 Prozent der Versicherten ihre Kfz-Versicherung – nach 6,2 Prozent in 2018. Zuvor hatten demnach 22 Prozent der Kfz-Versicherten eine generelle Wechselneigung geäußert, ein Prozentpunkt weniger als im Vorjahr.

Das ausschlaggebende Kriterium für die Suche nach einem neuen Kfz-Versicherer ist mit 59 Prozent immer noch ein günstiger Preis, wie You-Gov herausfand. Gute Leistungen des Versicherers als weiterer Grund für den Wechsel folgen mit 37 Prozent und somit deutlichem Abstand an zweiter Stelle. Doch wie die Analysten feststellten, gewinnt dieser Aspekt zunehmend an Bedeutung.

Das heißt also, dass für die Kfz-Versicherungskunden nicht allein der Preis wichtig ist, sondern sie auch sicher sein wollen, dass sich ihr Kfz-Versicherer im Schadenfall als verlässlicher und serviceorientierter Partner erweist. Welche Kfz-Versicherer insgesamt kunden- und serviceorientiert aufgestellt sind, darüber gibt die aktuelle Untersuchung von Service-Value Auskunft.

Dafür wurden 2784 Kundenurteile zu 30 Serviceversicherern und elf Direktversicherern eingeholt, wie die Analysegesellschaft erläutert. In der Wettbewerbsstudie Service-Atlas Kfz-Versicherer 2020 bewerten Versicherte auf sieben Qualitätsdimensionen insgesamt über 30 konkrete Service- und Leistungsmerkmale. Dabei konnten sich die HUK-Coburg und HUK24 wiederum in der Spitzengruppe der Spitzenreiter beider Rankings positionieren.

Bei den Kfz-Serviceversicherern liegt die HUK-Coburg bei den Top 8, die mit „sehr gut“ abschnitten, auf Rang 4. Und bei den „sehr guten“ Kfz-Direktversicherern belegt HUK24 den zweiten Platz. Damit erreichten die Coburger in beiden Kategorien Spitzenwerte.

In dem aktuellen Service-Atlas Kfz-Versicherer finden sich in der Kategorie der Kfz-Serviceversicherer – alle jeweils mit der Bewertung „sehr gut“ – nur die Provinzial Rheinland, die LVM und die SV Sparkassenversicherung vor dem Branchenprimus. Ebenfalls sehr gut bewertet werden die Concordia, die ADAC-Versicherungen, die Westfälische Provinzial und die Allianz. Sie bilden zusammen die Spitzengruppe in diesem Segment.

Im Gesamt-Ranking der Kfz-Direktversicherer werden die Generali-Tochter Cosmos-Direkt, Huk24 und die Sparkassen-Direktversicherung mit der Bestnote beurteilt.

ampnet/deg