Zur Liste

Tipps gegen Feuchtigkeit im Innenraum des Autos

Gerade in der kälteren Jahreszeit beschlagen viele Autoscheiben von innen. Grund ist Feuchtigkeit im Fahrzeug. Hier gibt es Tipps, was Autofahrer gegen die Feuchtigkeit tun können.

 ©ATU

Muffiger Geruch, Frost an der Innenseite der Scheibe oder häufig beschlagene Scheiben: zu viel Feuchtigkeit im Auto ist nicht nur unangenehm, sie kann auch gefährlich werden. Das gilt sowohl für die Sicherheit im Straßenverkehr als auch für die eigene Gesundheit. Besonders in der kalten Jahreszeit haben Autofahrer durch Laub, Schnee und Regen einiges zu beachten, um der Nässe im Innenraum vorzubeugen. A.T.U-Experte Christopher Lang hat fünf hilfreiche Tipps dazu.

„Zu viel Feuchtigkeit im Auto sollte man nicht unterschätzen“, warnt Lang. So führen von innen beschlagene Scheiben beispielsweise zu einer eingeschränkten Sicht und einer gesteigerten Blendgefahr. Gerade bei Dunkelheit erhöht dies das Unfallrisiko deutlich. Außerdem kann Nässe im Innenraum zur Bildung von Schimmelpilzen oder Vermehrung von Bakterien führen – das ständige Einatmen dieser gefährdet die eigene Gesundheit. Am Fahrzeug selbst kann darüber hinaus Rostfraß entstehen, der teure Reparaturen nach sich zieht.

1. Nasses Laub entfernen

Durch Schnee und Regen in Herbst und Winter werden Fahrzeuge besonders viel Feuchtigkeit ausgesetzt. Zusätzlich zum Niederschlag fällt Laub auf die Fahrzeuge und kann dazu führen, dass Regenabläufe verstopfen. Diese befinden sich in der Regel zwischen Motorhaube und Windschutzscheibe und sollten immer freigehalten und regelmäßig gesäubert werden. „Sind die Regenabläufe mit Laub verstopft, kann das Wasser nicht abfließen und sickert schlimmstenfalls in den Innenraum oder kann auch Schäden an elektronischen Bauteilen verursachen“, betont Christopher Lang. „Es reicht also nicht aus, das Laub nur von der Karosserie zu entfernen.“

2. Die Dichtung als Einfallstor

Damit Feuchtigkeit in den Innenraum des Autos gelangt, braucht sie ein Einfallstor. Neben den Regenabläufen sind in vielen Fällen alte und poröse oder einfach schlecht gepflegte Dichtungen dafür verantwortlich. Vor allem an Schiebedächern sind diese anfällig, aber auch an Türen und Scheiben kann die Qualität der Gummis nachlassen. „Da die Elastizität von Dichtungen mit der Zeit abnimmt, empfiehlt es sich, diese in der kalten Jahreszeit mit einem Gummipflegestift einzufetten. Das kann das Einreißen verhindern“, empfiehlt A.T.U-Experte Lang.

3. Mit der Klimaanlage gegen die Feuchtigkeit

Die Klimaanlage wurde ursprünglich für den Einsatz im Sommer und bei hohen Temperaturen entwickelt. Mit der richtigen Bedienung ist sie aber auch in der kalten Jahreszeit ein wahrer Helfer. „Durch die Nutzung der Klimaanlage im Winter wird der Luft im Wageninneren die Feuchtigkeit entzogen, was gegen das Beschlagen der Scheiben hilft“, sagt Lang. Zudem hilft es, die Fenster für kurze Zeit etwas zu öffnen.

4. Feuchtigkeit binden

„Um die Feuchtigkeit im Auto zu verringern, sollte man vor allem auf die Fußmatten achten. Nasse Schuhe oder Schnee sind meist die erste Ursache für Feuchtigkeit. Es hilft schon, Schuhe vor dem Einsteigen draußen abzuklopfen und nasse Jacken im Kofferraum zu verstauen“, sagt Christopher Lang. Daher empfiehlt es sich außerdem, Teppichmatten durch Gummimatten zu ersetzen. Zusätzlich kann man spezielle Entfeuchtungskissen oder Luftentfeuchter aus dem Fachhandel verwenden, die die Feuchtigkeit binden.

5. Hilfe vom Profi

Hat sich die Feuchtigkeit bereits im Auto ausgebreitet, sind meist beschlagene Scheiben oder ein muffiger Geruch die ersten Anzeichen. Bevor die Feuchtigkeit weiteren Schaden anrichtet, sollten hier umgehend Maßnahmen ergriffen werden, um diese zu beseitigen.

Das passende Zubehör, aber auch eine regelmäßig gewartete Klimaanlage helfen dabei, dem Problem vorzubeugen. Bei unangenehmen Gerüchen hilft oftmals nur eine professionelle Desinfektion. Bekommt man das Problem mit der Feuchtigkeit nicht in den Griff, sollte man unbedingt eine professionelle Werkstatt aufsuchen.

von Gerhard Mauerer