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Warnleuchten: Das bedeuten sie, das sollte man machen

Jedes Auto verfügt über verschiedenste Warnleuchten. Was welche bedeutet und was zu tun ist, wenn sie aufleuchten, ist hier zusammengefasst.

 ©Goslar Institut

Moderne Autos sind vollgepackt mit Elektronik. Verschiedene Sensoren überwachen dabei auch den Zustand des Fahrzeugs und senden gegebenenfalls ein Signal an eine der vielen Warnleuchten im Cockpit. Doch Warnleuchte ist nicht gleich Warnleuchte. Manche geben zum Beispiel nur einen Hinweis, wenn etwa der Beifahrer angeschnallt ist; andere wiederum machen auf einen kleinen, aber nicht gefährlichen Defekt aufmerksam, und einige erfordern unmittelbares Handeln.

In der Regel liegen die Warnlampen im Dunklen verborgen. Sie leuchten beim Einschalten der Zündung einmal kurz auf, um dem Fahrer zu signalisieren, dass sie funktionstüchtig sind. Nach dem Starten des Motors kann es in der Regel allenfalls vorkommen, dass noch das Warnsymbol für eine nicht gelöste Handbremse oder den nicht angelegten Sicherheitsgurt an bleibt.

Um im Falle eines Falles nicht lange im Bordbuch blättern zu müssen, empfiehlt es sich, sich grundsätzlich mit den wichtigsten Hinweisen auf Funktionsstörungen vertraut zu machen. Zudem gibt es gelb bzw. orange sowie rot aufleuchtende Symbole. Letztere weisen auf ein ernsthaftes Problem hin. In einem solchen Fall ist es in der Regel ratsam, mit dem Auto keine größeren Strecken mehr zurückzulegen, sondern am besten schnellstmöglich eine Werkstatt aufzusuchen. Gelbe oder orange Warnleuchten weisen ebenfalls darauf hin, dass etwas nicht ganz in Ordnung ist, erfordern aber nicht unbedingt sofortiges Handeln, weil keine akute Gefahr besteht.

Das rote Ausrufezeichen in einem Kreis weist in der Regel darauf hin, dass die Handbremse noch aktiviert ist. Leuchtet der Hinweis nach dem Lösen weiterhin auf, ist etwas mit der Bremsanlage nicht in Ordnung. Hier droht ernsthafte Gefahr. Die Fahrt sollte daher nicht fortgesetzt werden, ehe nicht die Ursache geklärt ist, da ein Versagen der Bremsen droht. Die Warnleuchte schlägt unter anderm bei zu wenig Bremsflüssigkeit oder wenn die Bremsbeläge bis ans Limit abgefahren sind Alarm. Das Aufleuchten des roten Ölkannen-Symbols verlangt ebenfalls sofortiges Eingreifen, denn sie weist auf zu niedrigen Ölstand oder zu geringen Öldruck hin. In einem solchen Fall muss rasch der Ölstand kontrolliert bzw. Öl nachgefüllt werden. Andernfalls kann es zu einem teuren Motorschaden kommen.

Ein Motorsymbol mit oder ohne Blitz weist auf Probleme mit dem Motor oder der Motorsteuerung hin. Die machen einen Werkstattbesuch notwendig. Ernsthafte Schwierigkeiten gibt es bei der roten Motorkontrolleuchte, während die gelbe zwar auch auf ein Problem hinweist, mit dem Fahrzeug aber noch im Notlaufprogramm weitergefahren werden kann.

Die rote Temperaturanzeige mit Wellen darunter zeigt an, dass der Motor überhitzt bzw. schlecht gekühlt wird, häufig wegen zu wenig Kühlwasser. Auch dann sollte umgehend angehalten werden. Schlimmstenfalls ist ein Kühlerschlauch geplatzt oder hat sich gelöst. In der Regel fehlt es aber nur ein wenig an Kühlflüssigkeit. Zur Kontrolle sollte gewartet werden, bis der Motor sich etwas abgekühlt hat. Das gelbe Symbol eines platten Reifens mit einem Ausrufezeichen in der Mitte weist hingegen auf zu geringen Luftdruck oder größere Abweichungen zwischen den einzelnen Rädern hin.

ampnet/jri