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Zehn Tipps zum Einmotten für Reisefahrzeuge im Winter

Gerade dieses Jahr, in dem sich viele Menschen erstmals ein Reisemobil zulegten, wird einige vor die Frage stellen: Wie bereite ich mein Fahrzeug für den Winter vor? Hier gibt es Tipps der GTÜ.

 ©Volkswagen Nutzfahrzeuge

Für die Winterpause sollten auch Caravan und Reisemobil richtig vorbereitet werden. Dann fällt der Start in die nächste Saison umso leichter. Wie man die rollende Behausung wäscht, trocken hält und vor Schädlingen schützt, erklärt die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ).

Eine gründliche Wäsche von Aufbau und Unterboden tut dem Fahrzeug nach den Erlebnissen des Reisejahres gut. Wasser und ein mildes Autoshampoo reinigen schonend, Schwamm und Bürste sollten weich gewählt werden. Für höherliegende Partien der Konstruktion eignet sich eine Waschbürste mit Teleskopstiel.

Ist der Caravan nach der Wäsche trocken, lohnt es sich, eine Versiegelung aufzutragen. Dafür bietet der Fachhandel zum Beispiel spezielle Wachse an, die mit einem Tuch abgenommen werden. Gummidichtungen genießen eine Kur mit Talkum oder anderen dafür vorgesehenen Produkten.

Die komplette Trinkwasseranlage mit Tank und Armaturen sollte für den Winter entleert werden. Das gilt auch für die Abflüsse mit Siphons und den Abwassertank. Wichtig nach der Reinigung ist, dass die Verschlüsse von Frischwasser- wie Abwassertank offen bleiben. So kann die restliche Feuchtigkeit verdunsten, was der Keimbildung vorbeugt.

Die Bordbatterie ist im Urlaub für viele Caravans und Reisemobile die entscheidende Energiequelle. Bei der Überwinterung darf der Akku keinesfalls seine Spannung komplett verlieren, also tiefentladen werden. Dem lässt sich am einfachsten vorbeugen, indem die Batterie regelmäßig über den Winter nachgeladen wird. Je nach Stellplatz kann das Ladegerät bei modernen Fahrzeugen während der gesamten Saisonpause angeschlossen bleiben. Batterien sollten grundsätzlich beladen in temperierten Räumen aufbewahrt werden. So entladen sie sich deutlich langsamer.

Die Gasflasche sollten zum Saisonende nicht nur fest zugedreht, sondern auch von der Leitung abklemmt und mit einer Schutzkappe versehen werden. Winterabdeckungen für die Außenöffnungen verhindern, dass Schädlinge ins Innere gelangen. Auf regelmäßiges Lüften ist – auch deshalb – zu achten. Aus diesem Grund bleiben auch die Schranktüren während der Saisonpause offen, und die Polster werden hochgestellt. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann Luftentfeuchter aufstellen. Gegen schlechte Gerüche hilft Kaffeepulver.

Um die Reifen vor Standschäden zu schützen, sollten sie mit leicht erhöhtem Innendruck – beim Caravan rund 0,5 Bar über dem empfohlenen Reifendruck – in die Winterpause gehen. Reifenwiegen mit halbrunder Aufnahme entlasten die Reifenkonstruktion zusätzlich. Beim Caravan sorgen zudem die heruntergekurbelten Stützen für gute Gewichtsverteilung.

Wenn der Caravan für die Überwinterung gut gesichert ist, darf die Handbremse gelöst werden. Denn sonst besteht die Gefahr, dass die Klötze an den Trommeln festbacken oder dass sich die Züge nach dem Winter nicht mehr bewegen lassen. Umgekehrt ist es beim Start in die neue Saison wichtig, die zuverlässige Funktion der Auflaufbremse des Caravans zu prüfen.

Das richtige Quartier trägt viel zur erfolgreichen Überwinterung des Caravans bei. Am besten eignet sich ein trockener Ort, beispielsweise unter einem Carport oder in einer Halle. Auf der Suche nach einer Unterstellmöglichkeit kann es sich lohnen, beim lokalen Händler nachzufragen, der in der Regel gut vernetzt ist.

deg