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Bericht Kent VW Festival 2013

Die Zahl der VW-Festivals auf der Britischen Insel ist in den Sommermonaten überwältigend. An jedem Wochenende findet irgendwo ein mehr oder weniger großes VW-Treffen statt. Wer seinen Sommerurlaub auf der Insel verbringt, dem sei dringend empfohlen, sich ein solches Fest nicht entgehen zu lassen. Für Besucher vom Kontinent äußerst verkehrsgünstig gelegen, bietet sich das Kent VW-Festival, nur wenige Kilometer vom Fährhafen Dover entfernt, ganz besonders an. Markus Schumacher berichtet.

 ©Markus Schumacher

Das Festival wird, wie so oft in England, zeitgleich mit einer „country fair“ zelebriert. Diese Veranstaltung kann man vielleicht am besten als eine Mischung aus Landwirtschaftsausstellung und Jahrmarkt beschreiben.

Man stelle sich also vor, die Landwirte rund um den kleinen Ort Coldred mähen für ein Wochenende im Juli riesige Wiesengelände vor den Toren des Ortes, das weidende Vieh zieht solange auf andere Grünflächen um, fleißige Helfer bauen Festzelt und portable WCs auf und es rollen Karussells, Riesenrad und diverse Kirmesbuden zur Freude der Festivalbesucher an. Alles ist gerichtet für den offiziellen Beginn des Festivals am Freitag um 13.00 Uhr.

 ©Markus Schumacher

Nach und nach füllte sich der Campingbereich des Geländes und bald mussten zusätzliche Wiesenflächen für den Campingbetrieb freigegeben werden. Rund 850 Fahrzeuge und weit über 1500 Personen waren in diesem Jahr im Vorfeld für die Campingareale des Festivals angemeldet. Zu diesen Dauergästen gesellten sich während des Festivals unzählige Tagesbesucher, die über das Gelände flanierten.

Zu sehen gab es natürlich VWs aller Typen und Generationen aber auch klassische Motorräder, Oldtimer LKW und PKW, Dampfmaschinen, Traktoren und Agrargeräte in allen Größen und Formen konnten bestaunt werden. Auch der örtliche Land Rover Club steuerte einige Exponate bei.

 ©Markus Schumacher

Während des „show and shine“ am Sonntag nahmen zahlreiche Käfer, Bullis und diverse Fahrzeuge britischer Hersteller Aufstellung. Allen gemein war, dass sie bis zur letzten Minute poliert, gesäubert und in Position gebracht wurden.

Garniert wurde das Festival mit vielen bunten Angeboten: Man konnte sich als Club oder Team bei verschiedensten Wettbewerben mit anderen messen und an den Abenden boten gleich mehrere Livebands passende musikalische Unterhaltung.

Alle, die noch das ein oder andere britische Pfund hatten, konnten es an einem der zahllosen Stände für Ersatzteile, T-Shirts oder andere Kleinigkeiten (mit oder ohne Bezug zum Volkswagen) ausgeben.

 ©Markus Schumacher

Positiv sei erwähnt, dass auch in Kent der Erlös aus verschiedenen Aktionen einem guten Zweck zugutekam. In diesem Jahr wurde ein Verein unterstützt, der sich um Kinder bemüht, die an Krebs erkrankt sind.

Ein Besuch bei einem VW-Festival auf der britischen Insel kann nur wärmstens empfohlen werden! Es muss ja nicht immer das „Busfest“ in Malvern sein – die Angebotspalette ist riesig und lohnt einen Besuch!

Markus Schumacher