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Bernhard Starck

Bernhard Starck lebt mit seiner Familie in der Nähe von Baden-Baden. Er war schon als Kind VW-Bus-Fan und fährt inzwischen einen T3 Multivan Magnum und eine T3 Doka. Beide Fahrzeuge hat er selbst umgebaut und restauriert.

 ©Bernhard Starck

Ich fahre bereits seit meinem fünften Lebensjahr VW Bus. Mein Onkel besaß eine kleine VW-Werkstatt und hatte seinerzeit einen 1984er T3 TD Sport-Joker als Vorführwagen da. Er überzeugte meinen Vater davon, dass der Bus das optimale Familienauto für ihn war.

Daraufhin wurde mein Vater stolzer Besitzer des Bullis. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie wir das Fahrzeug bei Westfalia abgeholt haben. Der Hocker wurde entfernt und durch eine zweite Sitzbank entgegen der Fahrtrichtung ersetzt. Viele Kindheitserinnerungen sind mit dem Bus verknüpft, zum Beispiel lange Reisen nach England oder Fahrten über schöne Pass-Straßen in den Alpen.

 ©Bernhard Starck

Inzwischen bin ich selbst Vater und meine Familie "darf" auch Bulli fahren. Ich besitze mittlerweile Bus Nummer Drei und Vier. Bus Nummer Drei ist ein T3 Multivan Magnum (Bj. 1989).

Zuerst diente dieses Fahrzeug meiner Schwester als Familienkutsche. Als sich mit 180.000 Kilometern auf dem Tacho der Turbodiesel verabschiedete, wurde ein alter JP Block aus dem Golf eingebaut. Dieses Provisorium hielt fast drei Jahre und 50.000 Kilometer. Danach übernahm ich den Bus.

 ©Bernhard Starck

Die Karosserie wurde von mir komplett entrostet und frisch lackiert. Ich baute einen neuen Austauschmotor ein, tauschte das Getriebe aus und verbaute eine Ölkühleranlage. Nachdem ich auch noch das Aufstelldach nachgerüstet, den Einzelsitz hinter dem Fahrersitz nach rechts verlegt und den Küchenblock mit Spüle, Herd und Kühlschrank eingebaut hatte, war die Grundsanierung komplett.

Seit vier Jahren ist der Bulli unser Familienauto und Feriendomizil. Wir waren damit schon in Norwegen, Kroatien, Italien und Frankreich. Mittlerweile haben wir mit dem Bus 120.000 Kilometer zurückgelegt. Das ist zwar nicht spurlos an dem Fahrzeug vorbeigegangen, aber trotzdem waren bislang keine größeren Reparaturen erforderlich.

 ©Bernhard Starck

Falls tatsächlich einmal etwas Größeres kaputt gehen sollte, wäre das aber auch kein Problem, da ich mittlerweile fast alles reparieren kann. Manche Bulli-Fahrer kommentieren das Thema T3 ja mit der Frage: "Schraubst du noch oder fährst du schon?" Ich habe bisher wesentlich mehr Zeit fahrend als schraubend verbracht, aber nun warten das Fahrwerk und vor allem die Gummiteile. Es handelt sich überwiegend um Originalteile, die nun am Ende ihrer Lebensdauer angekommen sind.

Nach einiger Zeit war meine Frau am liebsten mit dem Multivan unterwegs, weil die Kindersitze in ihren VW Polo so schlecht hineinpassen. Also musste ich immer öfter mit dem Pkw fahren. Es war zwar ganz nett, mit 170 Stundenkilometern über die Autobahn zu flitzen, aber zugleich fand ich es auch langweilig, ständig ein kleines Auto zu fahren.

 ©Bernhard Starck

Also suchte ich nach einer Alternative und da ich mir schon länger eine Doka gewünscht hatte, sah ich mich bei eBay um und wurde sogleich fündig. Zwar hatte der Zahn der Zeit an dem Fahrzeug meiner Wahl bereits genagt, aber es war noch in einem recht guten Zustand.

Ich holte die Doka ab und stellte sie in meine Werkstatt-Garage. Nach zwei Wochen bürsten, flexen, schweißen, fertanisieren, ovatrolieren und grundieren macht die nun gelb lackierte Bulli richtig was her!

http://cooltourbus.blogspot.com

Der Fahrer:

Name: Bernhard Starck
Jahrgang: 1979
Wohnort: Achern
Familienstand: verheiratet
Kinderanzahl: 2
Kinderalter: 1 und 2 Jahre
Warum Bulli? Quadratisch, praktisch, gut!
überzeugt, weil: Habe viele andere Autos ausprobiert, aber Bulli ist Bulli!
Anzahl Bullis: 1982er Joker Luftboxer CU, 1986er Caravelle GL umgebaut zum Sportjoker Turbodiesel JX, 1989er Multivan Magnum Turbodiesel AAZ, 1986er Multivan Turbodiesel JX, 1987er Doka Diesel KY
liebste Urlaubsziele: Norwegen, Elsass, Italien, Schweiz, Bayern, Kroatien
nächster Urlaub: Wo die Sonne gerade scheint.
wichtigste Reise: Norwegen (Hochzeitsurlaub)
liebster Camping/Stellplatz: Eugisheim/Elsass
zukünftige Wünsche: Turbolader für die Doka, neue Fahrwerkgummis für den Multivan

 

Das Fahrzeug:

Modell: T3 Multivan
Spitzname: Lisa
Baujahr: 1989
Gef. Kilometer: 312.000
weiteste Fahrt: Norwegen
erster Motor: nein
Anzahl Motoren: 3
Motorart: Diesel
Motorleistung: 55 kW, 75 PS
Hubraum: 1.900 ccm
Sitze: 6
Betten: 4-5
selbst ausgebaut: ja

Bernhard Starck