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Buchtipp: Oldtimer Katalog 33

Hallo Schnapszahl! Die mittlerweile 33. Auflage des Oldtimer Katalogs aus dem Heel Verlag ist erschienen. Heiko Wacker hat den "OK" gelesen. Hier ist seine Rezension.

 ©Heel-Verlag

Hallo Bulli- und Oldtimer-Freunde!

Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis – doch den Kultfaktor darf man auch nicht unterschätzen, und vor allem er lässt die Notierungen früher Bullis seit Jahren steigen. Der T1 hat es vorgemacht, der T2 folgte schon vor geraumer Zeit, und auch der T3 hat inzwischen den Großteil seiner Baujahre in einem Bereich, der die H-Zulassung erlaubt. Wir werden eben alle nicht jünger.

Manche werden aber auch besser, was zumindest auf den „OK“ zutrifft, den Oldtimer Katalog, der in diesem Jahr seine nächste Schnapszahl erreicht, vor kurzem kam Ausgabe 33 in den Handel. Wieder hat das Standardwerk zugelegt, inzwischen listet das Buch über 1.300 Old- und Youngtimerfahrzeuge in Wort und Bild, garniert mit den offiziellen Sammlerpreisen von „Classic Data“. Längst hat sich der OK zum unverzichtbaren Lotsen durch den immer größer und unübersichtlicher werdenden Oldtimermarkt entwickelt. Immerhin rollen aktuell die späten 1980er-Jahre in den historischen Olymp, und demnächst werden wir den ersten T4 mit H-Zulassung sehen. Der wird dann sicherlich auch im OK vertreten sein, bislang ist das noch nicht der Fall: Aktuell überspannt der Katalog in Sachen VW Nutzfahrzeuge die Epoche vom T1 über den Fridolin – der war ja in diesem Jahr ein ganz wichtiger Kandidat auf dem Maikäfertreffen – und seinen zeitlichen Bruder, den T2, bis hin zum T3 Syncro.

Die Nutzfahrzeuge von Volkswagen finden sich im OK33 auf den Seiten 437 und 438, preislich angeführt indes nicht mehr vom T1! Der notierte je nach Zustand vor zwei Jahren noch bei maximal 74.700 Euro, und gab minimal um 600 Euro nach. Dennoch bleibt die Tatsache, dass hier immer noch ein heftiges Budget angefordert wird: 2016 waren es noch 65.100, im Jahr davor 57.000 Euro. Und wir reden hier von einem Bus aus den Jahren 1960-1963, frühere Modelle oder gar die Barndoor-Fraktionen bleiben ganz außen vor.

Einen gewaltigen Sprung machte allerdings der Fridolin. Vor zwei Jahren noch im „2er-Zustand“ mit 57 Mille gelistet, im Jahr davor mit 33 – 2019 hingegen mit 76.000 Euro, damit hat der Typ 147 den T1 verdrängt, eine Sensation beinahe. Zum Glück liegt der Katalog selbst noch im zivilen Bereich, er kostet nach wie vor knapp 20 Euro.

Der Fridolin ist ein gutes, weil sehr frisches Beispiel für die Sprünge, die etliche Oldies in den letzten Jahren machten, wobei sich bei vielen Fahrzeugen inzwischen auch eine Abflachung in der Kurve der Wertsteigerung erkennen lässt. Das wiederum hat den Vorteil, dass Oldies, und auch unsere Bullis zählten hier dazu, als Spekulationsobjekte nicht mehr so heiß gehandelt werden, und damit vielleicht auch wieder mehr interessante Autos auf der Straße oder den Treffen der Saison 2019 zu sehen sind.

Für die wünsche ich uns allen schon jetzt allzeit gute Fahrt – und eine ganze Menge Spaß. Der nämlich hängt zum Glück nicht vom Wert des Vehikels ab, mit dem man seine Zeit verbringt!

 

Günther Zink (Hrsg.): Oldtimer Katalog 33. Heel Verlag Königswinter 2019, Paperback, 484 Seiten, ca. 1.800 größtenteils farb. Abb., 210 x 297 mm, ISBN 978-3-95843-871-2, 19,99 Euro.

Heiko P. Wacker