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"Bulli-Abenteuer Island" #4: Tafelberge, Vogelfelsen, Nervenkitzel

In den wilden Westfjorden Islands fordert nicht nur ein abgebrochener Schalthebel Bulli "Erwin" und Fotograf Peter Gebhard heraus. Im vierten Teil unserer Serie "Bulli-Abenteuer Island" sind so manche Schwierigkeiten zu bewältigen.

Bulli “Erwin“ am Abgrund.

 ©Peter Gebhard

Hallo Bulli-Freunde!

Ganz großes Drama erwartet meinen T1-Bulli bei den Steilküsten am westlichen Ende der wilden Westfjorde! Allerdings sind die schmalen Pisten unter den Vogelfelsen am Arnarfjördur und Dyrafjördur nichts für schwache Nerven. Immer wieder landen kleine und größere Felsbrocken aus den senkrechten Klippen auf dem ungesicherten, schlaglochübersäten Weg – nur nicht zu lange dort stehen bleiben!

Aber auch die „Hauptstraße“ von Isafjördur südwärts nach Patreksfjördur besitzt spektakuläre Etappen, vor allem dort, wo sich die Route zwischen den Fjorden mehrmals zur Passhöhe hoch in die Tafelberge schraubt. Dort oben ist oft selbst im Juni der Winter noch mit großen Schneefeldern präsent.

Der Bulli kommt in die Werkstatt.

 ©Peter Gebhard

Die Schotterpisten in den Westfjorden fordern ihren Tribut: Auf dem Weg zum Westkap Latrabjarg, dem westlichsten Punkt Europas, bricht urplötzlich der Schalthebel meines Oldtimers ab!

Doch ich besitze die Handynummer von Palli, dem Chef der nächstgelegenen Werkstatt im 40 Kilometer entfernten Patreksfjördur. Kurz vor Mitternacht kommt Palli mit seinem Superjeep an die Unglücksstelle im Nirgendwo, robbt unter den Bulli und stellt den dritten Gang ein, damit wir provisorisch bis zu seiner Werkstatt zurückfahren können.

Am nächsten Morgen geht pünktlich um 8 Uhr das Tor auf und wir schieben den Bulli in seine Werkstatt hinein...

Der Schalthebel wird angeschweißt.

 ©Peter Gebhard

Wie gut, dass die Schrauber hier oben am Ende der Welt Ahnung von ihrem Metier haben! Erst einmal begutachtet Palli den gebrochenen Schalthebel, dann kommt das Objekt auf die Werkbank in den Schraubstock.

Dort schweißt er eine Viertelstunde lang am Hebel, immer wieder von prüfenden Blicken unterbrochen. Schließlich ist er mit dem Ergebnis zufrieden, feilt noch ein wenig Material ab ... und dann sitzt der Schalthebel tatsächlich nach weniger als 12 Stunden nach dem Unglück wieder an seinem regulären Platz in meinem Bulli!

Und da hält er den ganzen Island-Trip mit 10.000 Kilometern auch durch...

 

Fünf Monate lang war der Fotograf Peter Gebhard (GEO, stern, View) mit seinem rot-weißen T1-Bulli „Erwin“ und seinem Assistenten Daniel auf einer außergewöhnlichen Tour durch Island unterwegs – 10.000 Kilometer Abenteuer mit seinem Brazil Bus (Bj. 1974) zwischen Gletschern, Geysiren, Wüsten und Vulkanen!

Ab Oktober 2018 präsentiert er bundesweit seine neue Live-Reportage „Bulli-Abenteuer Island“. Hier auf VW.Bulli.de gibt es nun bis Weihnachten regelmäßig viele kleine Bulli-Appetizer von seinen spannenden Erlebnissen auf der Vulkaninsel. Weitere Infos, Veranstaltungstermine und Fotogalerie auf www.peter-gebhard.de

Hier geht es zu Teil 3 der Serie

Peter Gebhard