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"Bulli-Abenteuer Island" #6: Schafsstau, Hochland, Kalender

Im sechsten Teil unserer Serie "Bulli-Abenteuer Island" mit dem Fotografen Peter Gebhard und seinem Bulli "Erwin" steckt Peter in einem Schafsstau fest und erkundet das Hochland. Zudem stellen wir Peters Kalender "Bulli 2021" vor.

Der neue Kalender.

 ©Peter Gebhard

Fünf Monate lang war der Fotograf Peter Gebhard (GEO, stern, View) mit seinem rot-weißen T1-Bulli „Erwin“ und seinem Assistenten Daniel auf einer außergewöhnlichen Tour durch Island unterwegs – 10.000 Kilometer Abenteuer mit seinem Brazil Bus (Bj. 1974) zwischen Gletschern, Geysiren, Wüsten und Vulkanen.

Seit Herbst 2018 präsentiert er bundesweit seine neue Live-Reportage „Bulli-Abenteuer Island“. Hier auf VW.Bulli.de gibt es nun nach einer längeren Pause weitere Island-Bulli-Appetizer von seinen spannenden Erlebnissen auf der Vulkaninsel. Weitere Infos, Veranstaltungstermine und Fotogalerie gibt es auf www.peter-gebhard.de

Dort ist nun auch sein neuer Kalender „Bulli 2021“ mit einzigartigen Aufnahmen im XXL-Format 69x59 cm bestellbar. Weitere Infos gibt es hier.

Im Schafsstau.

 ©Peter Gebhard

Hallo Bulli-Freunde!

Nach den Großstadterlebnissen in Reykjavik und dem coolen Oldtimertreffen in Selfoss geht es Anfang September mit meinem T1-Bulli „Erwin“ wieder hinaus aufs Land.

Es ist die Zeit fürs rettir, den Schafabtrieb im Herbst und so geraten wir nicht weit von Gullfoss und Geysir entfernt in den größten jemals erlebten Stau auf Island – umzingelt von 4000 Schafen sitzen wir über eine Stunde fest!

Entschleunigung pur und gleichzeitig eine kleine Einstimmung auf die nächsten Tage, in denen wir die Bauern aus Hella am Rande des Hochlands beim Schafabtrieb aus den Bergen eine Weile begleiten wollen.

Auf dem Weg ins Hochland / 5 km/h.

 ©Peter Gebhard

Auf dem Weg Richtung zu den heißen Quellen und farbigen Bergen von Landmannalaugar müssen wir im Domadalur ein paar kleinere Furten durchqueren.

Waren im Islandsommer nach der Schneeschmelze die allermeisten Furten für uns mit dem T1 wegen des hohen Wasserstandes noch unpassierbar, so sind nun im Herbst bei Temperaturen um 0 Grad einige Routen am Rand des Hochlandes angesichts niedriger Wasserstände möglich.

Trotzdem gilt es, jede Furt im Vorfeld genau zu prüfen, nie zu schnell hineinzufahren – daran erinnert auch das ungewöhnliche Verkehrsschild mit der 5 km/h-Empfehlung!

 ©Peter Gebhard

Mitten im wüstenhaften Hochland auf dem Weg nach Landmannalaugar treffen wir auf Olgeir, einen jung gebliebenen 81-jährigen Bauern, mit seinem wunderbaren 1953-er Dodge – zwei weitere Oldtimer mit Charakter!

Seit über 40 Jahren nutzt er den einstigen Krankenwagen der US-Army als Nutzfahrzeug beim alljährlichen Schafabtrieb.

Hinten im Laderaum befinden sich Schneeschaufeln, Batterien, Maschendraht und Proviantkisten, vorne im Cockpit tummelt sich High-Tech-Equipment: GPS-Sender, mehrere Mobiltelefone, Bluetooth-Schnittstellen, Walkie-Talkies und sogar ein kleiner Fernsehschirm neben dem Rückspiegel!

von Gerhard Mauerer