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Bulli-Suche auf Sri Lanka

VW-Bulli.de-Redakteur Gerhard Mauerer verbrachte kürzlich seinen Urlaub auf Sri Lanka. Natürlich hat er auch nach Bullis Ausschau gehalten - und wurde fündig.

Bulli auf einem Schlamm-Parkplatz bei Kandy. ©Gerhard Mauerer

Liebe Bulli-Freunde,

Sri Lanka ist kein Bulli-Land, das kann man auf jeden Fall festhalten. Früher, so erzählte man mir, fuhren viele Bullis über die schöne Insel südöstlich von Indien. Heute ist der Bulli fast komplett aus dem Straßenbild verschwunden. Käfer sieht man noch ab und zu, aber insgesamt dominieren Toyota, Tata, Maruti, Mahindra sowie chinesische Autos wie Geely oder Foton, die es bei uns (noch) überhaupt nicht gibt.

Früher dagegen wurden in dem Rechtslenker-Land vor allem T2 häufig als Krankenwagen oder Behördenfahrzeuge genutzt, heute sieht man kaum noch Bullis - was gewiss auch an den horrend hohen Einfuhrzöllen auf deutsche Autos liegt.

In Kandy, im Zentrum der Insel, standen jedoch unweit unserer Unterkunft zwei Bullis auf einem Schlammparkplatz (siehe Fotos).

Natürlich habe ich mir die Fahrzeuge angeschaut. Den Eigentümer konnte ich leider nicht ausfindig machen, aber ein Mann, der neben dem Parkplatz einen Verkaufsstand betrieb, kam zu mir, als ich mir die Fahrzeuge ansah.

Er öffnete mir die Busse (sie waren nicht abgesperrt). Ein wenig konnte er mir auch über die Bullis erzählen, aber nicht wirklich viel, was auch daran lag, dass er leider kaum englisch sprach.

Der weiß-gelb-braune T2 war innen völlig leer, alles war ausgebaut, nur der Motor war noch drin. Laut dem Einheimischen läuft der Motor aber noch gut.

Der türkis-golden lackierte T2 machte da schon einen besseren Eindruck.

Allerdings ist an dem guten Stück so einiges verändert worden!

Schaut man ins Cockpit, sieht man einen Toyota-Tachometer. Schaut man in den Motorraum, sieht man einen Toyota-Motor... wenn man dem einheimischen Stand-Besitzer Glauben schenken mag, aber warum auch nicht (siehe Bilder unterhalb dieses Texts)?

Auf dem Armaturenbrett prangt eine Buddha-Statue - dies ist übrigens in Sri Lanka keineswegs unüblich.

Und in der Heckscheibe hat der Sri Lankische Bullifreund neben der Sri Lankischen-Flagge eine Deutschlandfahne angebracht, nettes Detail...

 ©Gerhard Mauerer

Schick findet der Besitzer anscheinend auch die "verschönerten" Lufteinlass-Abdeckungen und die wohl selbstgebaute Motorklappe (siehe Fotos unter diesem Beitrag). "Super Custom Limited" steht hinten am Bus, nun ja, so kann man es auch sagen...

Später auf der Reise fand ich in Arugam Bay an der Ostküste Sri Lankas noch weitere Bullis. Deren aufregende Geschichte - unter anderem wurden sie beim Tsunami 2004 herumgewirbelt - werde ich demnächst aufschreiben.

Viele Grüße und bis bald!

Gerhard Mauerer

von Gerhard Mauerer