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Chaos auf der Heimreise

Frank Hupel aus Bielefeld ist in den 80er-Jahren mit zwei verschiedenen T2 auf Reisen gegangen. Die Rückfahrt vom Portugal-Urlaub gestaltete sich aufgrund technischer Probleme etwas schwierig. Doch ein deutscher Auswanderer und eine spanische Werkstatt halfen aus.

 ©Frank Hupel

Es versprach mal wieder ein Abenteuer zu werden: Nach unserem ersten gemeinsamen Bulli-Urlaub 1985 in Marbella mit einem VW T2 Baujahr 1968, wo wir auf dem Campingplatz das defekte Kupplungsausrücklager reparieren mussten, entschlossen wir uns 1987, ein weiteres Mal auf Reisen zu gehen.

Ziel war diesmal die Algarve des uns unbekannten Portugal. Für dieses Vorhaben schafften wir uns einen VW T2 Baujahr 1972 an – für damals 1200 DM. Erster Zwischenstopp war die Atlantikküste südlich von Bordeaux.

 ©Frank Hupel

Nach zwei Übernachtungen fühlten wir uns fit genug, die komplette Strecke bis nach Lagos, Portugal, quer durch die Sierra Nevada, zu durchfahren. Nach 24 Stunden kamen wir am südwestlichsten Punkt Europas in Sagres an.

Nach zwölf Tagen begannen wir unsere Rückreise. Wir wollten noch eine Spanienrundfahrt über Cadiz, Málaga und Lloret de Mar machen, doch es kam alles anders.

Kurz hinter der portugiesischen Grenze platzte uns ein Reifen. Dieses Problem konnten wir relativ schnell beheben und unsere Reise fortsetzen. Aber wir hatten die Rechnung ohne den Zylinderkopf gemacht.

Dieser riss uns kurz hinter Sevilla, sodass wir einen weiteren Stopp an einer VW-Werkstatt einlegen mussten. Leider gab es keine Ersatzteile, weshalb wir uns an einen Dorfmechaniker aus La Puebla de Vicar wenden mussten.

Wir bekamen Hilfe eines Nachbarn, der zufälligerweise vor 15 Jahren aus Deutschland nach Spanien ausgewandert war und eine Lagerhalle besaß, welche er uns freundlicherweise als Unterkunft überließ.

 ©Frank Hupel

Zudem erklärte er den spanischen Dorfmechanikern, was unser Bulli für ein Problem hatte, die sich daraufhin bereit erklärten, uns zu helfen. Durch ihr handwerkliches Geschick und ihre weit vernetzten Kontakte dauerte es nur drei Tage, bis wir unsere Heimreise antreten konnten.

Unser Dank gilt: Talleres San Javier und Otto Schwarzer-Winter, der uns die drei Tage freundlich aufnahm und uns über unsere sprachlichen Probleme hinweg half.

 

Mit freundlicher Genehmigung der "Neuen Westfälischen", Bielefeld

Frank Hupel