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Das Motorrad ist fast immer dabei

Mike Meurer ist seit frühester Kindheit Bulli-Fan. Es dauerte aber lange, bis er endlich einen VW Bus besaß. Hier stellt sich Mike Meurer, einer der Sieger bei unserem YOUNG Classics-Gewinnspiel, vor und erzählt, wie er auf den Bulli kam.

Startklar für den Camping-Urlaub

Liebe Bulli-Freunde, ich bin Mike Meurer, Jahrgang 1963, verheiratet, habe eine Tochter (13) und einen (Jagd)-Hund (9), bin von Beruf Journalist und wohne in Idstein-Dasbach im Taunus. Bulli-Fan bin ich seit frühester Kindheit, ich hatte aber lange Zeit keine Verwendung für ein solches Gefährt.

Im Jahr 2007 begab ich mich dann auf die Suche nach einem Camper, ursprünglich hatte ich die Baureihe T3 im Blick. Wegen höherer Alltagstauglichkeit und Motorleistung entschied mich dann doch für einen T4.

Mit einem Freund bei den Bulli Days 2011 am Edersee

Ich suchte einige Monate lang nach einem California Coach, die aber alle noch sehr teuer waren trotz hohen Alters und Laufleistung. Schließlich fand ich einen weißen T4 bei ebay, aber keinen originalen California Coach, sondern einen professionell umgebauten, rostfreien Transporter mit Küche, Schränken, 2er-Schlafsitzbank, Aufstelldach und Drehsitzen.

Daten: Bj. 1999, 2. Hd., 125 tkm, weiß, 102 TDI-PS - Extras: CD-Radio, 3. Bremsleuchte, AHK und weiße Blinker vorn sowie Parksensoren hinten und Fahrradträger an Heckklappe. Nachteilig sind nur die manuellen Fensterkurbeln und die fehlende Zentralverriegelung (man gewöhnt sich an alles), dafür habe ich ein Schiebefenster in die Schiebetür eingebaut.

Anfangs fuhr ihn meine Frau als unseren Zweitwagen, dann wurde er zum reinen Hobbyfahrzeug und Drittwagen, der im Winter immer abgemeldet wird. Mittlerweile hat der T4 rund 145 tkm auf der Uhr, da er nur für Touren genutzt wird, gerne auch als Zugfahrzeug für den Motorradanhänger, auf dem sich mindestens eine BMW GS 1150 befindet, manchmal auch die Maschine eines mitreisenden Freundes.

Mit den BMWs Richtung Deutsche Alpenstraße 2008

Ursprünglich bekam unser T4 nur eine rote Feinstaub-Plakette. Daher ließ ich Ende 2010 einen Partikelfilter nachrüsten, den T4 von Lkw auf Pkw umschlüsseln, auf 2.800 kg zul. Ges.gewicht ablasten (um 10 kg), um dadurch die Grüne Feinstaubplakette zu erhalten. Die Anleitung hierfür erhielt ich dankenswerter Weise über das T4-Forum, in dem ich seit Anschaffung "Mitglied" bin.

Die Investitionskosten von rund 1.000 Euro wurden durch die staatliche Prämie von 330 Euro reduziert und die Differenz von der Wertsteigerung mehr als doppelt reingeholt. Auch die Kfz-Steuer halbierte sich fast, was aber bei einer Saisonzulassung nicht so stark ins Gewicht fällt.

Urlaub am Chiemsee mit Eriba-Wohnwagen

Bislang einzige Reparatur war ein Wechsel der Seilzüge der Handbremse, da diese vergammelt waren und vom TÜV bemängelt wurden.

Der Zustand ist innen, außen und technisch sehr gut. Nach wie vor absolut rostfrei!

Bemerkenswert ist immer wieder der niedrige Sprit-Verbrauch: bei 100 km/h mit beladenem Motorradanhänger 7,5 l/100 km und bei durchschnittlich 120-125 km/Std. 8,5 l/100 km. Der Ölverbrauch ist gleich Null.

Der Bus hat mit mir schon ganz Deutschland bereist, war auf Stippvisiten in Dänemark, Italien, Österreich und Schweiz. Nach Skandinavien kamen wir leider noch nicht.

Derzeit wartet er eingemottet in einer Scheune in Idstein darauf, dass er wieder in die weite Welt fahren kann, bevor die Reifen hart werden. Mitte April, wenn wir aus Südafrika zurück sind, ist es dann wieder soweit...

 
Beste Grüße

Mike

06.02.2012. Text: Mike Meurer/ Gerhard Mauerer. Fotos: Mike Meurer

Mike Meurer