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"Der Goldene Bulli 2017" geht an Solar-Handwerker

Der Preis "Der Goldene Bulli 2017" geht dieses Jahr an die Solar- und Gebäudetechnik-Firma Stemberg aus Lage. Die Preisträger können sich über einen neuen VW Transporter freuen.

Die Preisträger: Andreas Stemberg (Inhaber Firma Stemberg Solar- und Gebäudetechnik GmbH) und Tochter Inga.

 ©Volkswagen Nutzfahrzeuge

Volkswagen Nutzfahrzeuge hat den Award DER GOLDENE BULLI verliehen – ein Preis für Handwerksbetriebe mit herausragendem, gesellschaftlichem Engagement. Der von einer Jury ermittelte Preisträger ist die Solar- und Gebäudetechnik-Firma Stemberg aus Lage (Nordrhein-Westfalen). Sie baute unter anderem die durch einen Wirbelsturm zerstörte Wasser- und Stromversorgung in dem 4000-Einwohner-Dorf Cambine in Mosambik wieder auf. Zudem installierten die Mitarbeiter dort eine Solaranlage für ein Waisenhaus. Als Anerkennung für den langjährigen Einsatz erhielt das Unternehmen (12 Beschäftigte) einen neuen Transporter Kastenwagen der sechsten Generation.

DER GOLDENE BULLI ist eine Gemeinschaftsaktion von Volkswagen Nutzfahrzeuge, Deutsche Handwerks Zeitung, Deutsches Handwerksblatt, Norddeutsches Handwerk und handwerk magazin. Das Handwerk ist mit über einer Million Betrieben (Umsatz 2016: 561 Milliarden Euro) und 5,4 Millionen Beschäftigten der vielseitigste Wirtschaftsbereich Deutschlands. Bewerben konnten sich alle in Deutschland in der Handwerksrolle eingetragenen Unternehmen. Von Anfang Juni bis Ende September sendeten Firmen ihre Projekte ein. Alle Betriebe – egal welcher Größe – hatten die gleichen Chancen.

Die Preisverleihung erfolgte in Berlin vor rund 150 Gästen, darunter zehn Bewerber, deren Projekte von einer Jury als besonders aussichtsreich bewertet wurden. Es ist bundesweit die einzige Auszeichnung dieser Art.

Dr. Eckhard Scholz, Vorsitzender des Markenvorstands Volkswagen Nutzfahrzeuge: „Mit der Preisverleihung wollen wir den außerordentlichen gesellschaftlichen Einsatz von Handwerkern würdigen, die da anpacken, wo unbürokratisch und kostenlos Hilfe benötigt wird – und zwar über Grenzen hinweg. Sie leben und zeigen, was Mut, Kraft und Entschlossenheit bewirken können, Notsituationen zum Besseren zu wenden. Nicht nur über soziale Verantwortung zu reden, sondern diese auch konkret in die Tat umzusetzen – dafür stehen die vielen Handwerksbetriebe mit ihren Mitarbeitern. Sie helfen durch ihre Projekte in beeindruckender Weise – und gestalten so ein Stück Zukunft mit.“

Es sei wichtig, die vielen gemeinnützigen Initiativen von kleinen und mittelständischen Betrieben stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Scholz weiter: „Ich freue mich deshalb besonders, diese Auszeichnung überreichen zu dürfen." Zudem erhält der Preisträger einen neuen Transporter für den täglichen Einsatz.

Andreas Stemberg mit einem Helfer an der neuen Solaranlage für Cambine (Mosambik).

 ©Volkswagen Nutzfahrzeuge

Dirk Palige, Stellvertreter des Generalsekretärs des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks: „Handwerker stehen im Rahmen ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit in engem Austausch mit den Kunden. So erfahren sie oft auch, wo Hilfe gebraucht werden kann. In vielen Aktionen und Projekten leisten sie dann zusätzliches Engagement, um die Gesellschaft dort voranzubringen, wo es am nötigsten ist."

Thomas Zwiebler, Betriebsratsvorsitzender Volkswagen Nutzfahrzeuge: „Ich finde es immer wieder beeindruckend, mit wieviel Engagement die unterschiedlichsten sozialen Projekte vom Handwerk unterstützt werden. Da wird sehr viel Gutes getan, ohne dass es im Blickpunkt der Öffentlichkeit ist. DER GOLDENE BULLI macht auf diese Unterstützung im Alltag aufmerksam und würdigt dieses uneigennützige Engagement zu Recht.“

Firmeninhaber Andreas Stemberg: „Wir freuen uns riesig über den Preis. Er ehrt zudem alle, die bei unserem Projekt mitmachen. Wir helfen den Menschen in Cambine, die in großer Not und Armut leben, denen auch noch durch einen Wirbelsturm elementarste Dinge zum Leben fehlen – wie zum Beispiel sauberes Wasser oder Stromversorgung. Der schönste Augenblick für uns war, als wir im Waisenhaus mitten auf dem Land Solarlicht installiert hatten. Ich vergesse nie die leuchtenden Kinderaugen, als es Licht und Musik durch die erste Solaranlage gab.“ Seine Firma stehe stellvertretend für „Tausende von Handwerksbetrieben, die sich gesellschaftlich engagieren“, so Stemberg weiter.

Über das Projekt:

Cambine ist ein kleines Dorf in Mosambik, 500 Kilometer nördlich der Hauptstadt Maputo. Hier leistet die Firma Stemberg seit vielen Jahren über die von ihr initiierte Partnerschaft ganz praktische Hilfe. Ziel: die Wasser- und Stromversorgung aufzubauen und zu modernisieren. Der letzte Großeinsatz war im März dieses Jahres. Wirbelsturm „Dineo“ mit Windgeschwindigkeiten von 170 km/h zerstörte viele Häuser, Schulen, Kliniken und große Teile der Infrastruktur. Die Firma Stemberg stellte mit fünf ihrer Mitarbeiter die Wasserversorgung in Cambine wieder her, öffnete provisorische Brunnen. Die Handwerker nahmen mit Helfern vor Ort das Stromnetz wieder in Betrieb. Zudem installierten sie eine Solaranlage für ein Waisenhaus. Aktuell hat das Handwerksunternehmen einen Container mit aufgearbeiteten Holzbearbeitungsmaschinen nach Cambine geschickt, um eine Tischlerwerkstatt aufzubauen.

Über den Preisträger:

Die Firma Stemberg Solar- und Gebäudetechnik GmbH (Tätigkeitsschwerpunkt: erneuerbare Energien) mit Sitz in Lage (Ostwestfalen-Lippe/NRW) beschäftigt 12 Mitarbeiter. Inhaber ist Dipl. Ing. Andreas Stemberg, der den Betrieb vor 30 Jahren gründete. Schon seit über 10 Jahren gibt es die von dem Handwerksunternehmen angestoßene Cambine-Partnerschaft, durch die immer wieder wichtige Hilfsmaßnahmen stattfinden.

von Gerhard Mauerer