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Der Klinker-Bulli

Patrick Steffens aus Hamburg ist seit 18 Jahren Bullifahrer. Seinem aktuellen VW Bus hat er einen ganz besonderen "Außenanstrich" verpasst. Der Bulli kommt im Klinker-Look daher. Hier stellt Patrick sich, seine Familie und seine Fahrzeuge vor.

Foto: Patrick Steffens

Hallo Bulli-Freunde!

Ich bin Patrick Steffens, bin 35 Jahre jung und seit 18 Jahren Bullifahrer. Den ersten VW Bus habe ich bereits mit 17 Jahren gekauft und ihn geliebt. Es war ein T3 Joker mit LBX CT 50PS.

Nachdem ich ihn umfangreich saniert hatte und endlich fertig war, stand schon die nächste Neuanschaffung an:  Mein Traumbus - ein 88er Karmann Gipsy mit JX Motor.

Den fuhr ich dann bis mein erstes Kind geboren wurde. Mangels Sicherheitsgurten habe ich mich dann aber schweren Herzens von ihm getrennt.

Foto: Patrick Steffens

Wie könnte es anders sein, natürlich habe ich es nicht lange ohne Bus ausgehalten, sodass kurze Zeit später eine 87er Doka mit MV Motor vor der Tür stand.

Wie schon mit dem Gipsy bin ich übrigens auch mit der Doka auf Hochzeitsreise gewesen! Ich bin zum zweiten mal verheiratet... Es sind noch zwei Töchter dazu gekommen, und die Flexibilität ist mit einem Bulli für eine Familie voll gegeben!

Im Januar 2011 habe ich dann bei E-Bay Kleinanzeigen eine Anzeige für ein T3 Wohnmobil gelesen. Umgehend meldete ich mich bei dem Verkäufer. In einer Nacht und Nebel-Aktion habe ich den Bus für 800 Euro in Glückstadt gekauft und sofort abgeholt.

Foto: Patrick Steffens

Nur, wie soll es anders sein, ich bin gerade mal aus Glückstadt rausgekommen und prompt liegen geblieben! Motorschaden!!

Weiter ging's mit dem ADAC-Abschlepper nach Hamburg und mit letzter Kraft haben wir den Bulli auf die Auffahrt gewürgt.

Mein Plan war, den Bulli zu zerlegen und als Ersatzteillager für meine Doka zu verwenden, denn der verbaute MV Motor und das AGT Getriebe waren perfekt.

Nur kam natürlich alles anders und ich habe mich letztendlich dazu entschlossen, das Wohnmobil neu aufzubauen.

Foto: Patrick Steffens

Nach vielen Blecharbeiten an Fensterrahmen, Radläufen, Schwellern und Radhäusern waren alle Wassereinbrüche und der Großteil der Rostbeseitigung abgeschlossen.

Der komplette Innenausbau wurde zerlegt, geschliffen und mehrschichtig lackiert, um ein wohnliche Optik herzustellen.

Jetzt wo der Wagen im Rohbau dastand, kam die Frage nach der Farbe. Und die sollte nicht von der Stange sein. Ich fand und finde immer noch, das mein Bulli der Zweitwohnsitz der Familie ist, und so sollte er auch aussehen!

Also habe ich Experimente mit Gummiklinker gemacht, was Formgebung, Fugenfarben  und Verklebung anging.

Das Ergebnis ist vielen in Hamburg und Umgebung bekannt. Kein Ausflug geht ins Land ohne netten Kontakt zu freundlichen Menschen, die es total cool finden ein VW Kultmobil zu klinkern!

Foto: Patrick Steffens

Natürlich ist das Hamburgwappen in der Schiebetür ein Highlight, denn jeder soll ja sehen, wo wir herkommen.

Der Bus ist noch nicht ganz fertig und wird es so schnell auch nicht werden, denn so ein Projekt braucht Zeit, aber wem erzähl ich das.

Mittlerweile steht noch eine T3 Lufti Doka bei mir mit dem 50PS CT Motor, die in einem so gutem Zustand ist, dass ich mich nicht wieder von Ihr trennen kann.

Viele Grüße an alle Bulli-Fans und Fahrer, Patrick!

Patrick Steffens, Gerhard Mauerer