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Der Lebkuchen-Bulli

Es weihnachtet - auch die Küchen bleiben nicht vom Stress verschont. Schließlich soll das Weihnachtsgebäck rechtzeitig zum Fest hergestellt sein. Doch müssen es jedes Jahr aufs neue Sterne, Mond und Tannenbäumchen sein? Natürlich nicht! Wir verraten, was man sonst noch backen kann und wünschen frohe Weihnachten und schöne Feiertage!

 ©Patrick Kühl

Hergestellt von VW-Enthusiasten für VW-Enthusiasten. So lautet das Motto des im letzten Jahr erschienenen und von VW-Bulli.de bereits vorgestellten Bulli-Kochbuchs. Neben allerlei leckeren Alltags- und Wochenendrezepten enthält das Buch auf den letzten Seiten auch etwas Weihnachtliches. Dieses Jahr fanden wir die Zeit, um das Rezept endlich auszuprobieren – den Bulli aus Pfefferkuchen, bei uns besser als Lebkuchen bekannt.

Die Herstellung ist denkbar einfach und versetzt einen in die Kindheitstage zurück, als man mit der Mutter am Küchentisch saß und mit großen Augen das Lebkuchenhaus mit Smarties und sonstigem Süßkram verzierte. Manches ändert sich eben nie und das ist auch gut so. Lediglich das damals bevorzugte Hexenhaus-Motiv ist gewichen und passt sich den heutigen Leidenschaften und Liebhabereien an.

 ©Patrick Kühl

Akribisch gilt es dann an die Arbeit zu gehen. Der Lebkuchenteig ist gemäß Rezept bereits am Vortag des eigentlichen Zusammenbaus herzustellen und über Nacht im Kühlschrank zu lagern. Das stellt sogar einen absoluten Nicht-Koch vor keinerlei Probleme. Das Buch hilft mit genauen Dosierungen und Anleitungen der einzelnen Arbeitsschritte weiter.

Während der Teig nun seine wohlverdiente Ruhe im Kühlschrank antritt, können die Formen der Karosserieteile von der zugehörigen Bulli-Kochbuch-Internetseite heruntergeladen und entsprechend ausgeschnitten werden. Unterscheiden sich die Arbeitsschritte bis zur Teigherstellung in keiner Weise von herkömmlichen Plätzchen, wird spätestens an dieser Stelle dem Bulli-Liebhaber das erste Grinsen über das Gesicht huschen.

 ©Patrick Kühl

Am nächsten Tag wird in freudiger Erwartung der Teig ausgerollt, die vorbereiteten Papier- oder Pappformen aufgelegt und die Lebkuchen-Teile ausgeschnitten. Unsere Bulliteile wandern für wenige Minuten in den Ofen, um für den rauen Bulli-Alltag die nötige Härte zu bekommen. Mit allerlei Dekoration in Form von Süßigkeiten, Zuckerschrift und Lebensmittelfarbe kann man sich dann an die Endfertigung machen.

Die fertig gebackenen Lebkuchenteile werden mit karamelisiertem Zucker zusammengeklebt. Unser Bulli hat zwar nicht unbedingt  die geringe  Blechstärke wie sein originales Vorbild, dafür ist dann aber später mehr zum Naschen vorhanden, auch wenn uns das sicher ein wenig in der Seele wehtun wird.

 ©Patrick Kühl

Und dann waren Sie wieder da, die inzwischen etwas gealterten, aber immer noch leuchtenden „Kinderaugen“ beim Dekorieren des Lebkuchenobjektes mit dem ganzen ach so ungesunden, bunten Zeugs auf dem Tisch. Fensterrahmen aus sauren Pommes, Räder aus Lakritzschnecken, der Weihnachtsgruß aus bunter Zuckerschrift, Frontscheinwerfer aus Schokolinsen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

In den Pausen zwischen den einzelnen Arbeitsschritten bietet es sich zudem auch noch an, herkömmliche Plätzchen in Bulli-Form anzufertigen. Plätzchenteig kann nach Belieben in allen erdenklichen Variationen schnell angerührt werden. Der Umgang mit Zuckerschrift und Dekoration kann zudem auch schon für den Einsatz am Lebkuchenbus geübt werden und ein kleiner Zwischensnack passend zum Thema kann ja auch nie schaden.

 ©Patrick Kühl

Der Lebkuchenbus ist ein absoluter Spaß, Abwechslung von langweiligen Tannenbaum-Plätzchen und für den Bulli-liebenden Vater sicherlich eine weitere sehr gute Möglichkeit, die Kinder behutsam und altersgerecht auf das Thema VW-Bus einzustimmen. Nur für die Mama, die das Chaos in der Küche vorfinden wird, sollte man(n) sich dann besser etwas einfallen lassen.

von Patrick Kühl