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Der Weg eines Brasilianers ins Bulli-Museum

1200 Exemplare des letzten T2 wurden als „Last Edition“ in Brasilien gefertigt. Das Fahrzeug mit der Nummer 67 (weil der T2 seit 1967 gebaut wurde) hat seinen Weg ins Bulli-Museum der IG-T2 gefunden.

 ©Markus Schumacher

Wahrscheinlich stellen sich Brasilianer Deutschland genau so vor: kalt, grau und verregnet. So lautete leider auch die Wettervorhersage für den Tag, an dem der Bulli, den sich die IG-T2 für ihre Fahrzeugsammlung gesichert hatte, von Hamburg nach Hessisch Oldendorf überführt werden sollte.

Zum Glück tobte bei der Präsentation des Fahrzeugs zunächst nur ein Blitzlichtgewitter. Es stellte sich sogar Sonnenschein ein, als pünktlich um 10.00 Uhr das Tor geöffnet wurde, hinter dem sich der Neuankömmling seit dem Vortag verbarg.

 ©Markus Schumacher

Rund 30 neugierige Bullifreunde hatten sich zur Vorstellung des Fahrzeugs auf dem Gelände der Firma Dieter Schmidt-Lorenz versammelt und nutzten die Gelegenheit, den letzten T2 gründlich zu inspizieren und zu fotografieren.

Im Anschluss wurde der Bus auf ein Transportfahrzeug verladen und der Konvoi zum Bulli-Museum konnte beginnen. Zunächst begleiteten 12 Fahrzeuge "Nr. 67" auf seinem Weg gen Süden. Unterwegs bog der ein oder andere norddeutsche Begleiter wieder ab, während ein anderer T2 von einem Rastplatz spontan zum Konvoi dazu stieß. Immer wieder wurde den Bullis von Überholenden freundlich zugelächelt. Viele freuten sich am Anblick der bunten „Bullischlange“ und winkten.

 ©Markus Schumacher

Nach rund 230 Kilometern traf der Tross, der nun noch aus sieben Fahrzeugen bestand, in Hessisch Oldendorf ein. Leider lernte der neue Bus unterwegs auch deutsches „Schmuddelwetter“ kennen. Vor dem Bulli-Museum hatten sich noch einmal rund 30 Busfans eingefunden, um den „letzten seiner Art“ gebührend zu empfangen. Wieder wurde das Fahrzeug neugierigen und prüfenden Blicken unterzogen, zahllose Fotos wurden gemacht.

Gegen Abend fand der wassergekühlte „Brasilianer“ seinen endgültigen Stellplatz neben seinen luftgekühlten Verwandten. Der Konvoi zur Abholung des Busses wurde mit einem gemeinsamen Grillen beendet.

Markus Schumacher