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Die Schöne und das Biest

Neues aus der Oldtimerwerkstatt von Volkswagen Nutzfahrzeuge - die Schöne und das Biest sind zwei neue Bullis, die das Team von Volkswagen Nutzfahrzeuge Oldtimer wieder hergerichtet hat. Hier werden sie vorgestellt.

Die Schöne (rechts) und das Biest.

 ©Volkswagen Nutzfahrzeuge Oldtimer

Nur ein Jahr trennt das ungewöhnliche Geschwisterpaar, das jüngst die Hallen von Volkswagen Nutzfahrzeuge Oldtimer verließ, um endlich wieder die Straßen der Region Hannover zu erobern.

Die Schöne - der tizianrote T2a aus dem Jahr 1971 mit der damals schon angesagten Zweifarblackierung - wurde ursprünglich an einen Bäckermeister in Bad Zwischenahn ausgeliefert.

Wie es damals üblich war, wurde er werktags für Lieferfahrten eingesetzt und am Wochenende privat genutzt. Das Stahlschiebdach über dem Fahrgastraum löste beim T2 das bisherige Faltverdeck aus dem T1 ab. Die hellgraue Kunstlederinnenausstattung sorgt für noch mehr Licht im Fahrzeug und erfreute bereits damals bis zu acht Passagiere.

Seinen Ruhestand verbrachte der Clipper in sonnigen Klimaregionen auf der Insel Teneriffa.  Dort wurde die Mannschaft von VWNO auf ihn aufmerksam und überführte ihn zurück nach Norddeutschland. Technik und Lackkleid wurden erneuert. Sein Debüt feierte der Bulli auf der Bodenseeklassik, bei der er die 700 Kilometer ohne Probleme bewältigte.

Das Biest - nein nicht der Cadillac des amerikanischen Präsidenten - sondern ein ganz spezieller T2a/b.

Äußerlich erscheint er verbraucht und sogar ein wenig bemitleidenswert, doch dieser Look ist so gewollt. In der Szene ist diese Stilrichtung als Rat-Look bekannt.

Tief kauert er über der Straße, fast schon wie zum Angriff geduckt. Im Heck des Bullis schlägt feinste Technik. Der aus dem Porsche 914 bekannte Flachboxer sorgt mit 2 Liter Hubraum für ausreichenden Vortrieb. Wenn sich die Türen öffnen, kommt der Kontrast diese Fahrzeuges zu Vorschein. Lackiertes Metall und edelstes Polstermaterial in grau und bordeauxrot. Radio? Wird beim Klang des Boxers nicht benötigt. Stattdessen informieren Zusatzinstrumente und Rallyewegstreckenzähler Pilot und Beifahrer. Im Fond des Fahrzeug können es sich sechs Beifahrer bequem machen und am Himmel des Fahrzeugs sorgt ein kleiner Kronleuchter für die Erleuchtung.

Weitere Fotos gibt es in unserer Galerie unter diesem Beitrag.

Tobias Twele