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Ein Schweizer mit T1 aus Kalifornien

Walter Richner aus Cully bei Lausanne in der Schweiz erfüllte sich einen Traum und erstand einen T1, Baujahr 1965. Der Bulli kam aus Kalifornien. Hier stellt Walter Richner sich und seinen US-Bulli vor.

 ©Walter Richner

Hallo Bulli-Freunde,

das Interessanteste an meinem Bulli war sicherlich zunächst die Suche nach dem Fahrzeug, dann die Konzeption und das Realisieren des Innenausbaus.

Der Wagen kam aus Kalifornien, wo er seine 42 ersten Jahre im völlig trockenen Wüstenklima verbrachte, weg von Meer- oder Wintersalz, Regen und anderen Rostverursachern.

Der Importeur hatte dann zu Beginn die ursprüngliche gelbe (Post)-Farbe in ein, wie ich finde, sehr schönes Karamell-Braun umgewandelt. Zudem hatte er den Wagen unterseitig überholt und dann erfolgreich durch die technische Überprüfung gebracht.

 ©Walter Richner

Ich konnte das Fahrzeug dann im Jahr 2010 erstehen und mit dem Innenausbau beginnen.

Zuerst wurde der Himmel mit dem Stoffdach (innen) erneuert, was ich jedoch durch einen professionellen Sattler machen ließ.

Meine Frau und ich haben dann weitergearbeitet. Sie ist auch Innendekorations-Näherin, was natürlich ein Vorteil ist bei einem Projekt wie diesem.

Die hintere Sitzbank habe ich dann mit einem Mechanismus versehen, welcher den hinteren Raum in ein bequemes Schlafgemach verzaubert.

 ©Walter Richner

Natürlich ersetzten wir die müden Federn mit angenehmen Schaumstoff. Diesen überzogen wir mit Jeans-Stoff.

Die Seitenwände aus Sperrholz wurden mit Ikea-Stoff bespannt. Nachdem der Polsterer Fahrer- und Beifahrersitz ein wenig fester gepolstert hatte, damit man nicht drin ertrinkt, überzogen wir sie mit echten zusammengenähten Jeans.

Vorhänge mit feinsten Vorhangschienen wurden angebracht, die Lederriemen habe ich im Landwirtschafts-Handelshaus "Landi" gekauft, die sind glaube ich eigentlich für Kleintiere vorgesehen.

Ach ja, mein US-Bulli hat Safari-Fenster... Diese sind, wie ich leider schnell herausgefunden habe, alle leck.

Das wollte ich jedoch nicht wahrhaben. Daher habe ich die beiden Fenster abgeschraubt, auseinandergenommen, sandgestrahlt und neu spritzen lassen. Dann habe ich sie mit neuen Dichtungsgummis versehen und wieder alles montiert...

 ©Walter Richner

Resultat: keine Verbesserung! Daher mein weiser Rat: Safarischeiben gehören in die Wüste!

Als wir soweit fertig waren, kamen natürlich die ersten Ausfahrten: Rund um den Genfersee, durch den französischen Jura, durchs Wallis dann über den Grimselpass (mit 38 km/h) zum Brienzersee, Thunersee, Murtensee, Brienzersee.

Wir wearen auch schon auf Bulli-Treffen in Annecy und Château d'Oex sowie auf kleineren Klassik-Treffs in der französischen Schweiz.

Im Juli ging's wieder los, in die Deutschschweiz, nach Zürich, Winterthur, zum Bodensee, und dann irgendwo durch wieder zurück an den Genfersee.

Zudem habe ich mir Ende 2011 noch einen langjährigen Traum erfüllt. Ich habe, nach länger Suche, in Dänemark einen VW Brezel-Käfer gefunden. Somit habe ich die ganze Spit-Kollektion von Volkswagen zusammen, :-)

Der Fahrer

VW-Bulli.de-Username: Walter57
E-Mail: walter.richner@rtwair.ch
Geburtsjahr: 1957
Wohnort: CH-1096 Cully, Schweiz
Familienstand: Verheiratet
Kinder: ja
Kinderanzahl: 2
Kinderalter: 21 & 23
Beruf: Luftfracht Agent
Fahrer seit: 2010
Warum Bulli: Ein langer Traum
Überzeugt weil: Es nichts schöneres gibt als mit einem VW Bus rumzufahren
Anzahl Bullis: Das ist der erste
Liebste Urlaubsziele: USA, Marokko, Europa
Nächster Urlaub: Tour de Suisse im Bulli und im September Yellowstone Park (ohne Bulli)
Anzahl Bus Treffen: 1 - 2
Liebstes Bus Treffen: Château d'Oex
Zusätzlicher Bulli geplant: Nöh

Das Fahrzeug

Modell: T1
Ehem. Sonderfahrzeug: Mit Faltdach 285er Serien Nummer (eher selten)
Baujahr: 1965
Weiteste Fahrt: 700 km
Erster Motor (ja/nein): nein
Motorart (Benzin/Diesel):Benziner
Motorleistung: 25 kW, 34 PS
Hubraum: 1192
Sitze: 5
Betten: 2
Selbst ausgebaut (ja/nein): ja
Orig. Listenpreis: N/A

von Gerhard Mauerer