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Entenhausen und die Tauchbullis von Manfred Möckel

Seit 1992 betreibt Manfred Möckel mit seiner Frau Tauchsport. Diverse VW Busse dienten fortan als Tauch-Mobile. In dieser Folge unserer Reise-Serie mit Manfred erzählt er unter anderem auch, warum er in Entenhausen lebt.

Manfreds T4 im Jahr 2002.

 ©Manfred Möckel

Hallo Bulli-Freunde!

Im Jahr 1992 begannen Gabriela und ich mit dem Tauchsport. Nach unserer Tauch-Ausbildung brachte uns unser T3 zu vielen Tauchplätzen in Deutschland und Österreich. Zudem ging es auch im Urlaub oder bei Kurztrips nach Kroatien, Spanien und Korsika.

Für den Bulli gab es einen Unterschied: Er tauschte in diesen Jahren die Last der Fernreiseausrüstung mit der Last der Tauchausrüstung.

Danach legte ich mir einen T4 zu. Der T4 war dann ein Neuwagen, er wurde 1999 angeschafft und war bei uns bis 2007.

Es war ein Kombi und wurde nicht mehr so stark ausgebaut wie unsere Bullis zuvor. Ein Bett und ein herausnehmbarer Küchenblock waren alles. Wichtig war uns jetzt ein großer Stauraum für die Tauchausrüstung. Häufigstes Reiseziel war Kroatien.

Die freundliche Hinterlassenschaft der Österreicher.

 ©Manfred Möckel

Der darauffolgende T5, Baujahr 2007, erfüllte dann viele Jahre lang denselben Zweck wie der T4.

Und der auf den T5 folgende T6, Baujahr 2018, erfüllt bis heute bei den Urlaubsfahrten wieder den Zweck der mobilen Tauchbasis. Die erste Fahrt mit ihm war nach Kroatien auf die Insel Krk im August 2018.

"Gschichtla" (kleine Geschichte) dazu:

Zwei Flaschen Bier

Kurz vor dem Karawankentunnel und der Einreise nach Slowenien fuhren wir nochmal raus zu einer Raststätte. Natürlich parkten wir mit unserem NEUEN T6 neben einem anderen T6. Gleiche Farbe, gleiche Ausstattung. Österreichische Nummer. Es dauerte nicht lange und vier Jungs aus Wien kamen auf uns zu. Sie hatten sich nochmal mit dem nötigsten eingedeckt. Wir kamen ins Gespräch, und es stellte sich heraus, sie fuhren mit ihrem weißen T6 nach Kroatien. Wir schwärmten noch etwas von unseren Bullis  und dann gingen wir in die Raststätte. Als wir zurückkamen, stand nur noch unser Bulli ganz allein auf dem Parkplatz mit einem Andenken der vier Bullifahrer an der Windschutzscheibe. Zwei Flaschen Bier.

 ©Manfred Möckel

Die zweite Fahrt 2018 in unserem T6 war dann auf die Insel Pag in Kroatien.

Gschichtla dazu:

Eigentlich möchte ich nur erwähnen: Unser Bulli ist nicht mal ein Jahr bei uns ist und schon in der Presse. Im "Sporttaucher" mit ca. 80.000 Auflage, siehe Foto.

 ©Manfred Möckel

Gschichtla dazu:

ENTENHAUSEN????

Wir wohnen in Schwarzenbach an der Saale, oder aber auch in ENTENHAUSEN. Entenhausen deshalb, weil Erika Fuchs nach den Krieg die Micky Maus-Hefte mit den Geschichten von Donald Duck, gezeichnet von Carl Barks, ins Deutsche übersetzte. Erika Fuchs verbrachte viele Jahre ihres Lebens in Schwarzenbach an der Saale. Natürlich band sie alles Mögliche um sie herum in die Geschichten ein.

Donald Duck ging zum Beispiel zum selben Metzger, Bäcker, Friseur und Stahlwarengeschäft wie wir. Alle Straßen in den Heften gibt es in Schwarzenbach. Die umliegenden Ortsteile sowie das Höllental im Frankenwald und der Kornberg im Fichtelgebirge tauchen in den Geschichten auf.

Und so kam bei Forschungen, wo Entenhausen denn eigentlich liegt, ein Donaldist schließlich darauf: Es ist Schwarzenbach an der Saale.

Ein Donaldist mit über 5000 Figuren der Familie Duck ließ sich irgendwann nach Oberfranken versetzen.

Seine Idee wurde aufgegriffen und ein Museum entstand: Das Erika-Fuchs-Haus, ein Museum für Comic und Sprachkunst, entstand.

 ©Manfred Möckel

Von uns auf unseren Bullis gefahrene Kilometer:

1972-1976    T2     99.962 km
1976-1978    T2     50.000 km
1979-1981    T2    120.000 km
1982-1984    T2     50.000 km
1984-1999    T3    470.000 km
1999-2007    T4    180.000 km
2007-2018    T5    185.000 km
2018-           T6     25.000 km Stand heute
                ----------------
Gesamt ca.         1.179.962 km

Der Feuerwehr-T2, 1977.

 ©Manfred Möckel

Wie alles begann:

Meine Liebe zu den Bullis entstand bei der Feuerwehr.

Im 1970 trat ich der Freiwilligen Feuerwehr Schwarzenbach an der Saale bei.

Mit 18 durfte ich auch ein Fahrzeug fahren, und so kam es, dass ich 1972 das erste mal hinter einem Bulli-Lenkrad saß.

Mein erster Dienstbulli war ein T1 mit neun Sitzplätzen.

Ab 1977 fuhr ich dann einen T2. 

So, das war es dann vorerst mit der Reise-Serie.

Vielleicht trifft man sich ja mal unterwegs!

Manfred

von Gerhard Mauerer