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Eurovan-Tuning

Jeremy Chapman aus Seattle ist Eigentümer eines in den USA nicht sehr häufig zu sehenden Campingbus: Er hat einen Eurovan Weekender, der dem in Deutschland bekannten T4 Multivan entspricht. Jeremy beschreibt hier, wie er seinen Bulli mit neuen Felgen und Reifen sowie Scheinwerfern, Leuchten und anderen Maßnahmen veredelt hat.

Jeremy Chapmans Eurovan Weekender. Foto: exexpat

In Deutschland liegt die Wahl eines T4 als Personentransporter nahe, aber in den USA ist der VW Bus eher eine Rarität. Noch seltener sieht man veredelte Transporter auf den amerikanischen Straßen. Der Eurovan Weekender (in Deutschland T4 Multivan) steht in der Campingbus-Kategorie ziemlich allein da. Trotz der Vielseitigkeit des Modells wurde es ab 2003 in Nordamerika nicht mehr verkauft.

Seit Jahren hatte ich Autos aller Art veredelt und getunt. Es fing mit einem VW Käfer aus dem Jahr 1969 an, dann folgten weitere Modelle von Volkswagen, Mercedes-Benz, Volvo und Jeep. Ich glaube an vier Tuning-Eigenschaften: einzigartig, sauber, preiswert und fein. Die Kunst besteht für mich darin, alle Eigenschaften miteinander zu verbinden. Diesmal war mein Eurovan Weekender (Bj. 2002) in Reflexsilber mit einem V6-Motor und 204 PS an der Reihe.

22 Zoll Lenso LS-7 Felgen mit 5x112 Lochkreis, einer Breite von 9,5 Zoll und einer Einpresstiefe von 35 mm. Foto: exexpat

Für mich geht es immer mit den Felgen und der Bereifung los. Einzigartigkeit bedeutet für mich, möglichst der Erste zu sein, der etwas macht. Ich nahm 22 Zoll Lenso LS-7 Felgen mit 5x112 Lochkreis, einer Breite von 9,5 Zoll und einer Einpresstiefe von 35 mm. Die Kotflügel und Stoßfänger wurden gezogen und geschnitten, um das Schleifen zu vermeiden. Die Reifen waren von Nankang 255/30/22 und der Bus wurde 20 mm tiefergelegt. Momentan sind die Felgen noch verchromt, später sollen sie in Silbermetallic gepulvert werden.

Um die Optik zu komplettieren, baute ich noch einen JOM-Grill ohne VW-Zeichen, Kamei-Scheinwerferblenden, Klarglasblinker, schwarze Rückleuchten und schwarze Nebelschlussleuchten an.

Von Jeremy veredelter Eurovan Weekender. Foto: exexpat

Weil ich die relative Hochbeinigkeit vermindern wollte, kam ich auf die Idee, einen Zender-Frontspoiler vom 3er-Golf anzupassen, dann die selbstgemachten Seitenschweller aus Rubbermaid-Ablageleisten zu fertigen und schließlich Honda Accord-Stoßstangenteile hinten anzubauen.

Ein 100 mm Oval-Endrohr und die Entfernung des Eurovan-Emblems schlossen das Ganze ab.

Die getönten Scheiben stammten schon vom Vorbesitzer, ich habe dann noch die Schiebetürschiene und die Türgriffe in der Wagenfarbe lackiert.

Eingebauter Bildschirm für die Unterhaltung der Kinder. Foto: exexpat

Das Thema "sauber und fein" spiegelte sich im Innenraum durch den Einbau des Audio/Video-Systems wieder. Für meine Kinder besorgte ich einen 17 Zoll Klapp TFT und dazu ein DVD-Radio von JVC mit zwei Zonen und Infrarot-Kopfhörern. Die Kinderunterhaltung war damit erledigt und ich konzentrierte mich wieder auf die erwachsenen Passagiere.

Als Nichtraucher verwendete ich den Aschenbecher nur als Sparschwein für Münzgeld, aber der Platz war ideal für die Installation eines Zunes oder iPods. Ein modifiziertes Zune-Dock baute ich dann auch in den Aschenbecher ein und schloss es an die Anlage an. Zum Abschluss integrierte ich einen Clarion SRV303 Subwoofer unter dem Beifahrersitz.

Der Eurovan Weekender ist immer für einen spontanen Ausflug gut. Foto: exexpat

Als Camper nutzen meine Familie und ich den VW Bus regelmäßig und deswegen bleibt immer eine volle Campingplatz-Ausrüstung mit Zelt, Campingkocher, Campingtisch, Stühlen und Schlafsäcken im Kofferraum.

Der Eurovan Weekender ist auf diese Weise allzeit bereit für einen Ausflug. Im Alltag chauffiert meine Frau die Kinder damit herum. Der Bus hat jetzt für mich den Ausgleich vom Form und Funktion erreicht. Auftrag vollendet.

Eine englische Vorstellung des Fahrzeugs ist auch unter http://www.cardomain.com/ride/2804614 zu sehen.

Jeremy Chapman