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Hobby, Lasttier, Camper, Werbemotiv

Heiko Friedrichs ist seit sieben Jahren stolzer Besitzer eines T2, Baujahr 1978. Er und sein Bulli haben schon so einiges erlebt. Der Bus war Cocktail-Bar, Schlafplatz, Lasttier, er wurde hergerichtet, umlackiert und inzwischen sogar zu einem deutschlandweiten Werbemotiv.

 ©Guitar History

Hallo Bulli-Freunde,

ich bin Heiko Friedrichs, 37 Jahre alt und komme aus der Nähe von Nienburg/ Weser. Ich bin gelernter Hotelfachmann und Koch.

Mein geliebter Bulli ist Baujahr 1978 und war ursprünglich mal ein Betriebsfahrzeug der Berliner Verkehrsbetriebe (in schönem kommunal-orange), danach war er als Transporter in Potsdam für eine Studentenkneipe im Einsatz. Von dort habe ich ihn auch vor sieben Jahren für 3000 Euro gekauft.

 ©Heiko Friedrichs

Zusätzlich habe ich noch einen Käfer, Baujahr 1981. Den kaufte ich ein Jahr später und er ist mehr als Spaßmobil und kleiner Bruder des Bulli gedacht. Ich habe beide Autos selbst hergerichtet, mit einem Kumpel.Gekauft habe ich den Bulli eigentlich für mich als Hobby. Allerdings stellte er sich dann als so alltagstauglich heraus, dass ich ihn schließlich als Liefer- und Werbefahrzeug für meinen Betrieb umfunktionierte.

Damals hatte ich ein Bistro/ Bar. Hin und wieder baute ich auch eine Cocktail-Bar vor dem Bus auf. Daraus entstand dann ein zweites Standbein - mein "Cocktail-Bulli". Das war vor sieben Jahren. Hochzeiten, Geburtstage, Beachpartys, etc. standen dann regelmäßig auf dem Plan.

 ©Heiko Friedrichs

Mehr als 400 Kilometer am Stück habe ich mich nie getraut mit dem Bulli zu fahren. Zu den Zielen gehörten unter anderem Cuxhaven, Bremerhaven und Berlin. Auch Camping am Strand war mal drin, geschlafen wurde auf der Ladefläche .... Geht alles :-)

Für Bus-Treffen hatte ich außer dem RTTS in Cuxhaven eigentlich nie Zeit, weil das Wochenende natürlich meine wichtigsten Arbeitstage in der Gastronomie sind.

Nun bin ich zurückgekehrt in unseren Familienbetrieb, das "Gasthaus zum Rohrbach", ein Landgasthof zwischen Hannover und Bremen. Dort setze ich die 100-jährige Familientradition fort.

Nach meiner beruflichen Umorientierung lackierte ich den Bus um und behielt ihn weiter als Hobby. Das Lackieren machte ich - wie einige Jahre zuvor bei meinem VW Käfer - auch wieder selbst. Der Bulli ist übrigens nach wie vor als Packesel im Einsatz, geht aber im nächsten Jahr nach einer Rost- und Farbkur in den verdienten Ruhestand.

 ©Guitar History

Im Sommer 2013 kam ein Gitarrenhersteller auf mich zu und wollte den Bus als Hintergrund für deutschlandweite Werbeanzeigen und Plakate.
Insgesamt macht mir das Hobby "Bulli" einfach sehr viel Spaß. Und irgendwie macht einen so ein Bus einfach auch stolz. Mit ihm ist man immer und überall der Mittelpunkt. Ob Schrott- oder Glanzbulli ist dabei ziemlich egal :-) Ich würde beide Autos - Bulli und Käfer - im Leben nie verkaufen. Sie sind Familienmitglieder geworden.

Nette Grüße!

Heiko aus der Nähe von Nienburg/Weser

Heiko Friedrichs