Zur Liste

„Hotel California“ unterwegs

Sven Schmid aus dem niedersächsischen Jesteburg hat bei unserem Sommerbulli-Fotowettbewerb ein hochwertiges Autopflegeset gewonnen. Der Versicherungsexperte, Mountainbiker und Kajak-Fahrer kam vom T4 Multivan zum T5 California und ist begeisterter VW-Bus-Camper.

Als ich im Jahr 1999 noch aktiver Mountainbiker war, stellte ich mir die Frage, ob ich die Übernachtungen und Transfers zu den Rennen nicht angenehmer gestalten könnte. Bis dahin fuhr ich einen Volvo 850 Kombi.

Von einem Freund lieh ich mir über das Wochenende einen T4 Multivan aus und fuhr mit meiner Frau nach Sylt. Wir campten in Westerland und mir machte es sofort riesigen Spaß, nur meine Frau war noch skeptisch.

Und so lieh ich mir kurze Zeit später erneut einen T4 Multivan, diesmal von einem VW-Händler. Ich vereinbarte mit dem Verkäufer, dass ich einen neuen VW Bus bei ihm bestellen würde, wenn es mir gelänge, meine Frau von der Anschaffung zu überzeugen. 

Schließlich unternahmen meine Frau und ich mit dem T4 einen Wochenendausflug von der Lüneburger Heide in die Rhön. Als meine Frau müde von der Arbeit in den Bulli stieg, fand sie eine Kuscheldecke und einen Sekt-Piccolo vor.

Sie war begeistert und nach 50 Kilometern Fahrt sagte sie mir, sie könne sich gut vorstellen, auch einen Bulli zu besitzen. Somit funktionierte mein Deal mit dem VW-Händler: Ich bestellte den T4 Multivan und verkaufte meinen Volvo.

Im Jahr 2000 folgte ein Urlaub am Gardasee mit dem Bulli, dem Mountainbike und dem Kajak. Wir genossen es sehr, in der Natur zu sein, aber trotzdem alles an Bord zu haben. Das Campingleben haben wir schnell lieben gelernt.

In demselben Jahr nahm ich an der "Transalp Challenge" teil -  einer achttägigen Alpenüberquerung mit dem Mountainbike von Mittenwald bis nach Riva am Gardasee. Der T4 Multivan diente mir währenddessen als "Mutterschiff" und Schlafplatz.

Zu dieser Zeit war ich fast jedes Wochenende zu Mountainbike-Rennen unterwegs und merkte bald, dass es schöner wäre, wenn ich im Bulli auch eine Küchenzeile und einen Kühlschrank hätte.

Zwei Jahre später folgte eine weitere "Transalp Challenge", bei der unter den  Begleitfahrzeugen auch ein T4 California war. Das war die Lösung für meine Wünsche. Mein T4 Multivan hatte innerhalb von drei Jahren 140.000 Kilometer auf der Uhr und ich trennte mich schweren Herzens von dem Bus. 

Im Januar 2003 wurde einer der letzten T4 California auf mich zugelassen, mit dem fortan alle Urlaube stattfanden. Ich war fasziniert davon, dass auf diesem kleinen Raum alles, was man auf Reisen braucht, zur Verfügung stand.

Der T4 California wurde auch im kaufmännischen Außendienst mein Begleiter. Jede Mittagspause fand im VW Bus statt. Entweder hatte ich eine vorbereitete Mahlzeit dabei oder ich habe mir ein Süppchen in meiner Bulli-Küche gekocht. Auch meine Frau war nun restlos Feuer und Flamme und ihre anfängliche Zurückhaltung verflogen.

Fotos: Sven Schmid

Im August 2007 passierte dann leider ein schwerer Unfall mit meinem Traumauto. Auf dem Heimweg von der Firma kam mir ein BMW Z3 entgegen. Der Fahrer verlor bei regennasser Straße die Kontrolle über sein Fahrzeug, dieses geriet ins Schleudern und schlug seitlich hinter der B-Säule in meinen geliebten Bulli ein.

Ich kam mit einem Schleudertrauma davon, aber der Bulli hatte einen Totalschaden. Weil es den T4 California zu diesem Zeitpunkt nicht mehr als Neuwagen gab, entschied ich mich für einen jungen gebrauchten T5 California, der erst 8.700 Kilometer gelaufen war.

Zunächst schienen mir die Einbaudetails im Vergleich zu meinem Vorgängermodell etwas leichtbauartig zu sein. Nachdem ich meinen Neuen allerdings eine Weile genutzt hatte, bemerkte ich, dass viele durchdachte Detaillösungen in dem Fahrzeug stecken.

Meine Frau und ich haben in den letzten zwei Jahren sehr schöne Erlebnisse während unserer Urlaube mit dem T5 California gehabt und ich hoffe, dass noch viele dazukommen. 

Sven Schmid