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2. Europatreffen der Bullifreunde - der Bericht

Das Europatreffen der Bullifreunde in Bad Harzburg fand zwar erst zum zweiten Mal statt - Bernd Bohle berichtet dennoch von einem super Treffen das sich rasch etabliert hat. Hier lässt er uns an seinen Eindrücken teilhaben.

 

 

 ©Bernd Bohle

Harz? geht immer! Besonders wenn sich zum zweiten Mal Gleichgesinnte an der Bad Harzburger Galopprennbahn treffen.

Das lange Himmelfahrtswochenende naht und ist so heiß vorausgesagt, wie wir es bereits sind. Heiß auf Seele baumeln lassen, grillen und Benzingespräche. In voller Besetzung mit den Kindern muss unser Fritz-Berger Zelt natürlich mit. Diesmal wollen wir es wissen und fahren nahezu alles auf, was uns an Camping-Utensilien zu Verfügung steht. Man will es ja auch bequem an seinem temporären Fluchtort haben. Voll beladen treffen wir Kumpel Patty mit Familie und seinem maigrünem T3 Joker.

Die Luft flimmert als wir den Asphalt der A7 berollen. Im Innenraum unseres Multivans herrscht noch eine angenehme Temperatur. Die Dachluken und die konstanten 80 km/h verschaffen uns den nötigen Kühleffekt. „Zum Glück keine Weltreise, oder Papa?“, hallt es aus dem Kindermund von der Rückbank. „Jupp, sind ja auch schon fast da!“, antworte ich und notiere mir den Stichpunkt „Weltreise mit einem T3“ sfür später.

Nach einer knappen Stunde fahren wir mit Sicht auf den 1.141 Meter hohen Brocken in Bad Harzburg ein. Ziel ist das 2. Europatreffen der Bullifreunde auf der traditionsreichen Galopprennbahn der 22.187 Einwohner-Stadt.

Was bereits vor 137 Jahren hier die Pferde waren, sollen heute die VW-Kultautos der Transporter-Reihe sein. Über staubigen Sand rollen wir durch das Tor, winken alten Bekannten aus der Szene zu und freuen uns auf die zwei Tage voller "Love, Peace and Happiness". Denn mal im Ernst, Campen entspannt schon ungemein und mit den richtigen Leuten am richtigen Ort, mit dem richtigen Background bei strahlendem Sonnenschein, kann die Welt nicht besser sein.

 

 ©Bernd Bohle

Wir platzieren uns direkt am Zaun der Rennbahn gegenüber den Jungs vom Doka Club Dachwig und neben Georg aus Suhl mit Sohn Joschi sowie tarngrünem T3-Syncro. Vor einem Jahr hier kennengelernt und gleich wieder vertraut in die Gemeinschaft geschlossen. Wir lassen uns Zeit beim Aufbau, quatschen nebenbei ausgiebig, lernen neue Busfahrer kennen und haben einfach eine gute Zeit.

Nachdem das Camp steht, bitten die Kinder zum Abtauchen im fußläufigen Silberbornbad. Herrlich, dem erhitzten Haupt eine Kühlung zu verpassen. Wunderbar auch schon im letzten Jahr die Sonnenuntergänge zwischen dem Harzer Gebirgsmassiv. So intensiv, dass man fast sentimental werden könnte. Der Grill brennt, die Gespräche werden leiser und verstummen irgendwann am lodernden Feuer unserer Waschmaschinentrommel fast ganz. Genuss des Moments ist angesagt. Bei Marshmallows und Blick in den Sternenhimmel verschwinden die trüben Gedanken des Alltags.

Der nächste Tag beginnt für mich recht früh, da schlecht, weil kalt geschlafen. Mir fällt die Lautstärke des Vogel-Chors auf, der wahrscheinlich durch die Tribüne verstärkt ein wunderbares Konzert abgibt. Das Frühstück ist üppig und die Sonne bahnt sich ihren Weg direkt auf unsere Haut. Für heute sind über 30 Grad angesagt. Zeit das Baby-Planschbecken aufzubauen, bevor wir beim Wassserholen selbst noch dehydrieren. Den Kindern scheint die Idee nicht so ganz zu behagen.

 

 ©Bernd Bohle

„Dann eben für uns!“, denken Kumpel Patty und ich. Chillig mit einem Bier in der Hand kühlen wir uns im mitgebrachten Pool und erheitern die vorbeigehenden Besucher. Leider treibt es einige Bullifahrer an diesem Samstag schon wieder nach Hause. Viele der Heimkehrer waren schon Donnerstag hier und wollen den Sonntag wohl noch zum Regenerieren in den eigen vier Wänden nutzen.

Wir erholen uns genau hier! Die Kinder toben unter freiem Himmel, lernen andere Kiddies wie beim Speed-Dating kennen, während die Erwachsenen die Bulli-Szene genießen.

Rund 150 Transporter bevölkern jetzt die Wiese und überall brennen Feuerkörbe, Grills und Mini-Öfen. Einige ältere T-Modelle stocken den Bestand an Fahrzeugen wieder auf. Besonders die vorbildlich gepflegten T1-Modelle sind echte Publikumsmagnete. Kevin und Anne aus Gifhorn kommen mit ihrem braunen T3 Joker für einen Kurzbesuch auch vorbei.

Gemeinsam genießen wir diese entspannte Stimmung am Feuer und freuen uns schon jetzt auf das nächste Wiedersehen. Diese Nacht ist nicht nur was die Temperatur anbelangt warm. Gedanklich haben diese zwei Tage auch gereicht um das Innere wieder anzuheizen. Bis zum nächsten Jahr in Bad Harzburg, "in the middle of our Harz!"

Bernd "Bernie" Bohle

Mehr Fotos gibt es in unserer Bildergalerie

Bernd könnt Ihr auch auf seinem Blog http://www.freiermitdreier.de/ besuchen

Bernd Bohle