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T6.1 California, dann T5: Ein Bulli-Geschichte fängt an

Im Frühling 2020 tat es Ulli Höhn ein T6.1 California auf einer Freizeitausstellung an, im Sommer mietete er einen solchen und tourte samt Familie durch Italien. Seit Dezember ist er Besitzer eines T5, der nun umgebaut wird. Das Bulli-Fieber hat Ulli gepackt.

Unterwegs mit dem T6.1 California.

 ©Ulli Höhn

Hallo Bullifreunde!

Mein Name ist Ulli und mein Traum ist es, einen eigenen Bulli zu besitzen. Heute habe ich einen. Aber von vorne.

Im Februar 2020 zog ich mit meiner Lebensgefährtin und ihren zwei Kindern zusammen. Im August kam dann unser Hund, ein Australian Shepherd dazu, unsere Mila. Zusammen wollen wir viele Urlaube machen, die Welt erkunden.

Auf der Freizeitausstellung in Nürnberg hatte es uns ein VW T6.1 California total angetan. Spontan mieteten  wir dann gleich einen für die Osterferien. Das wurde aber wegen Corona nichts. Wir konnten aber umbuchen auf die Sommerferien, die ersten zwei Wochen.

Wir machten eine Tour durch Italien. Es war ja wieder erlaubt! Unser erster Stopp, Gardasee: Schon vorher gebucht und angezahlt, man weiß ja nie. Und dann kommen wir, zwei Erwachsene, zwei Kinder und Hund, an. Der Campingplatz ist leer, wir sind die einzigen, im August...

Der T5.

 ©Ulli Höhn

Weiter Richtung Genua, La Spezia, Pisa, Toskana, Maremma, Insel Giglio, dann zurück bei Lamborghini vorbei, wegen dem Sohnemann, das Museum war klasse, weiter Richtung Österreich, Großglockner-Hochalpenstrasse und wieder heim. Überall war es leer, selbst auf Giglio gab es für drei Tage einen Stellplatz mit Meerblick.

3000 Kilometer, Sonne, Meer, gutes Essen, viel gesehen, und das Busfieber hat uns voll erwischt.

Oft haben wir wild gecampt, oft "park4night" gemacht, und natürlich waren wir auch auf etlichen Campingplätzen.

Es hat alles bestens geklappt. Wegen Coronna waren wenige Deutsche unterwegs, obwohl es erlaubt war zu diesem Zeitpunkt.

Der California ist leider nicht ganz billig, der, mit dem wir unterwegs waren, hätte gebraucht noch 72.000 Euro gekostet.

Im Dezember 2020 haben wir uns dann einen T5 Multivan Life gekauft, wir hatten ihn recht günstig bekommen. 85.000 Kilometer, 177 PS, Automatik, Baujahr 2014, TÜV neu, KD neu, wie neu ohne Dellen und Kratzer, das ganze für 22.000 Euro. Tolle Ausstattung, aber eigentlich nicht perfekt zum Campen.

Beim Wildcampen im März 2021 auf einer Waldlichtung.

 ©Ulli Höhn

Also schritt ich zur Tat: Die Einzelsitze und den Tisch raus. Ein Bett, Multiboard mit Schlaffunktion, bestellt, geht über die Dreiersitzbank, Matratze dazu und ein Heckauszug. Vorher haben wir noch Tisch und Stühle besorgt, zwei Gaskocher, Geschirr, Campingtöpfe, eine Spüle mit Kanistern und Pumpe, eine Kühlbox und und und. Als Nächstes kommt ein Dachträger und ein Dachzelt.

Es wird im Internet gesucht, verglichen und mit anderen Bullifahrern ausgetauscht. Da wir viel auf Feldwegen unterwegs sind, wollen wir unseren Bulli etwas höher legen und die passenden Reifen aufziehen, obwohl wir kein Allrad haben.

Ein Rammschutz mit Unterbodenschutz kommt noch und auch eine LED-Scheinwerferleiste. Da unser Bus dunkelbraun ist, möchte ich alle Chromteile schwärzen, "black is beautiful"...

Wir waren im Februar schon vier mal über Nacht weg. Durch die Standheizung ging es richtig gut. Wir nehmen das als Erfahrung sammeln. Bei minus 10 Grad draußen Frühstücken, mit Spiegelei usw., abends kochen, Steaks braten, oder Nudeln mit Sauce, Leberknödelsuppe usw.

Gruß Ulli-Bulli, Kerstin, Raphael, Sophie und Mila, bis bald, es geht bestimmt weiter!

von Gerhard Mauerer