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50 Jahre VW Busse - Beat Berger und seine Bullis

Vom T1 über diverse T2 und T3 hatte Beat Berger aus Bern in den vergangenen 50 Jahren etliche VW Busse in seinem Besitz. Über die Bullis erzählt er uns hier.

Beat und sein T1. Dies ist das einzige Foto, das Beat von dem Bulli hat.

 ©Beat Berger

Hallo Bullifreunde!

Mein Name ist Beat Berger, Jahrgang 1949, aus Bern in der Schweiz.

Ich versuche mal, ein paar Erinnerungen zu meinem T1 zusammenzukratzen, den ich vor vielen Jahren besaß. Ich schaffte ihn Ende der 1960er-Jahre für damals 3-5000 Schweizer Franken an.

Nach meiner Ausbildung zum Feinmechaniker mit Zusatzausbildung Automechaniker arbeitete ich schließlich in einem ganz anderen Bereich: Ich wurde zu Zeiten, als der T1 gerade vom T2 als das aktuelle Modell des VW Busses abgelöst worden war, Kindergärrtner in einem alternativen Kindergarten.

Da ich damals (1970 bis 1974) also mit Kindern arbeitete, ergab es sich, dass die Kinder auch den Bus anmalten, wie man auf dem Foto sieht.

Einer von Beats späteren T2.

 ©Beat Berger

Das erste Mal, als der Kombibus, ich glaube, er war Baujar 1961, 62 oder 63, als "Camper" eingesetzt wurde, stand ein Trip in die Camargue an. Es muss Pfingsten 1970 gewesen sein.

Am Abend vorher rupfte ich schnell die leichten Sitzbänke raus, und zwar ganz locker ganz alleine!

Schnell noch drei Verschalungsbretter auf den Motorraum gelegt, Matratze rein, Kocher, Vorräte und sonstiges Gepäck in den entstandenen Stauraum gepackt, und fertig war der erste "Multivan".

So eingerichtet gab es anfangs noch einige Reisen, etwa nach Amsterdam oder nach Jugoslawien.

 ©Beat Berger

Dabei war anfangs auch noch viel Werkzeug, für uns brauchten wir es nich,t aber wir konnten es einsetzen, um an einem Bulli den Motor auszubauen oder den Kupplungsdichtring zu wechseln. Das ergab dann oft wenigstens ein Mittagessen.

Später bauten wir dann doch spartanische Möbel ein. Nach einigen Jahren musste ich meinen Liebling wegen dem Rostfraß leider weggeben.

Etwa 1974 gab ich ihn für ein paar hundert Franken dem Chef der damaligen Bosch-Werkstatt, der ihn noch tip top herrichtete, um seinen Hausbau damit zu machen.

 ©Beat Berger

In der Folgezeit hatte ich dann alle Heckantriebsbullis und hielt bis zum letzten Jahr auch konsequent an diesem Konzept fest.

Aber irgendwie musste ich jetzt doch aufgeben und habe meinen 1990er-T3 verkauft.

Nach dem T1 kam ein beiger T2, mit dem wir auch einiges erlebten.

Dann ein blauer T2, der war schon relativ teuer, weil er recht neu war.

 ©Beat Berger

Damals war mein Job Surfverkäufer und der Bus wurde entsprechend diesen Bedürfnissen mehrfach umgebaut. Dachauschnitt und das Polyesterdach eines Hochdachkombis draufgeklebt und sogar mit einer Wasserbodenheizung versehen.

Da wir damals sogar im Winter surfen gingen, war das nicht so unangenehm.

Rückblickend muss ich sagen: Der 2-Liter-T2 war für mich eigentlich der optimale Bulli.

Leider rostete der halt auch weg.

Beats Fridolin.

 ©Beat Berger

Der Fridolin dazu war auch absolut toll! Leider musste der im Zuge der Scheidung auch weg.

Dann kam 1990 ein ehemaliger Blumenbus-T3 Hochdach dazu. Wasserboxer.

Den legten wir dann im Jahr 1992 leider auf die Seite. Er war schrottreif.

Danach kauften wir einen roten T3 2,1l.

Beat mit Hund und T3.

 ©Beat Berger

Der durchlief einige Umbauten mit Reimo-Hochdach, Motortuning bis zum Umbau Automat zu Schalter, LED-Licht vorn und hinten usw.

Eine DoKa kam 2016 noch dazu und dort war der Traum, sie auf elektrisch umzurüsten.

Das musste ich dann alles so in den letzten Jahren leider aufgeben, da sich irgendwie mit dem Rentnergeld und so nicht mehr alles zusammen reimte.

Viele Bulli-Grüße an alle!

Beat

von Gerhard Mauerer