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Immer an Bord: Ein Talisman

Bullifreunde pflegen oft eine besondere Liebe zu ihren Autos. Sie geben ihnen Kosenamen oder schmücken sie mit Stofftieren oder Playmobilfiguren, die ständig und oft ewig an Bord bleiben wie ein Talisman. Für ein Gewinnspiel suchten wir Mitte Juni Fotos, die den Talisman möglichst detailgenau zeigen sollten. Im Gegensatz zu sonstigen Gewinnspielen gab es wenige Einsendungen. Gleichwohl – hier sind die fünf schönsten Geschichten samt Bildern. Die Gewinner erhalten in den nächsten Tagen ihre Preise.

Die Fliegeruhr als Talisman - jede Sekunde zählt.

 ©Noll

Aus Stuttgart schickte uns Michael Noll ein Foto: Im Vordergrund neben einem Blütenkranz hängt ein Lederetui. die Fliegeruhr: „Das ist mein Talisman, diese Fliegeruhr ist stylisch und passt in meinen Bulli. Geschenkt hat mir den Talisman ein sehr guter Freund und ich finde sie richtig toll.“

Für Leser, die die Örtlichkeit nicht kennen: Im Hintergrund sieht man Schloss Solitude (von französisch solitude ‚Einsamkeit‘). Erbaut wurde es zwischen 1763 und 1769 als Jagd- und Repräsentationsschloss unter Herzog Carl Eugen von Württemberg. Heute ist das Schloss im Besitz des Landes Baden-Württemberg und beherbergt eine Akademie für Nachwuchskünstler, die in den sogenannten „Kavaliershäuschen“ zum Teil wunderschöne Wohnungen mieten können.

Rechts davor, im Foto nicht erkennbar, liegt eine größere Villa, in der die Ministerpräsidenten Filbinger und Späth wohnten. Ihre Nachfolger zogen stattdessen ihre heimischen Wohnungen vor. In unmittelbarer Nähe des Monuments ruht der berühmte Ballettkünstler John Cranko auf einem kleinen Friedhof. Leider kann man rund um dieses Schmuckstück nirgendwo lange parken und schon gar nicht im Bulli übernachten.

Pendelt zwischen T6 und Museum: Donald

 ©WD

Fast hätten wir darauf gewettet, dass sich auch Manfred Möckel am Gewinnspiel beteiligt. Er schrieb: „Unser Talisman, der uns begleitet oder besser gesagt unser Begleiter und Mitfahrer, ob zuhause in Entenhausen (Schwarzenbach/Saale) oder auf großer Reise ist natürlich Donald Duck.“

Immer wenn der mitfahren darf, kann er im 1. Deutschen Comic Museum im Erika-Fuchs-Haus in Entenhausen einige Tage freinehmen und sitzt dann vor der Frontscheibe.

Dabei komme er sich gar nicht fremd vor, denn „auch unser T6 hat als Autonummer die 313 wie Donalds roter Flitzer…“

Talisman mit Weitblick: Heisenberg.

 ©Bons

Wilfried Bons nennt seinen Talisman, den ihm einer seiner beiden Söhne zum 50. Geburtstag geschenkt hatte, "Heisenberg" beziehungsweise Walter White aus der Serie Breaking Bad".

Seitdem sei er immer im T4 Winnebago Raila unterwegs und war sogar schon in den USA auf einer Wohnmobiltour von Chicago nach San Francisco dabei.

Drei Glücksbringer - toi, toi, toi.

 ©Bohle

Gleich drei Talismanen beschützen Bernd Bohle aus Bovenden, jeder einzelne war ein Geburtstagsgeschenk.

Zum einen das noch (alte) VW-Emblem, das sein Sohn auf dem Flohmarkt gekauft hat.

Die Tochter hat ihm ein Band in den Bullifarben geknüpft und „zuletzt die Liebeserklärung meiner Frau in Form eines gravierten Anhängers.

Alle drei begleiten mich nun wenn ich mit dem Bulli fahre und sind Sinnbild meines Familienglücks…“

Jetzt schützt der Traumfänger den T2

 ©Felix Berg

Seinen Talisman hat T2-Fahrer Felix von einem Marokkaner erhalten.

Das war um die Jahrtausendwende, als der begeistere Surfer mit seiner jungen Familie in einem selbst umgebauten Hochdach-T3 von Hamburg bis Tarifa (Südspanien) fuhr und „weil wir schon mal hier waren und die Kinder noch nicht schulpflichtig, setzten wir in Gibraltar nach Marokko über.

“Bei einer kleineren Tour durchs diesen Teil des Landes und den üblichen Kamelritt-Fotos gab es den „Traumfänger“ als Souvenir. Der hat bis heute einige Wohnmobile überlebt und beschützt, darunter einen teilintegrierten Weinsberg auf Mercedes-Basis, zwei T5 Westfalia und ziert nun den restaurierten T2…"

von Ernst Bauer