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Leos erster rostfreier Bulli

Zum 50. Geburtstag bekam Leandro "Leo" Schöttler seinen ersten 100-prozentig rostfreien VW Bus geschenkt. Hier erzählt der 1. Vorsitzende der IG-T3, was es mit diesem seltenen Bulli auf sich hatte und warum sein Leben sehr kurz war.

 ©Leo Schöttler

Liebe VW-Bulli-Freude,

nein, es war keine Hochzeitstorte, die ich bekam! Es gibt auch andere gute Gründe für VW Bus-Torten. Meine Freundin nahm meinen 50sten Geburtstag zum Anlass, mir einen Bulli zu backen.

Die Idee lieferte ihr der Artikel auf VW-Bulli.de über die T1-Hochzeitstorte. Nun sind T1-Busse zwar sehr schön, bei uns in der IG-T3 aber nicht im Fokus. Also nutzte Zora ihre Kreativität, führte ein Tuning am Rezept durch und entwarf die Torten-Version von meinem blauen Renn-Bus. Mit Hilfe einer Freundin wurde der Bus in der Küchen–Werkstatt gefertigt. Pünktlich zur Feier erschien der Renn–Bus, um seinem Fahrer zum Geburtstag zu gratulieren.

 ©Leo Schöttler

Also nutzte Zora ihre Kreativität, führte ein Tuning am Rezept durch und entwarf die Torten-Version von meinem blauen Renn-Bus. Mit Hilfe einer Freundin wurde der Bus in der Küchen–Werkstatt gefertigt. Pünktlich zur Feier erschien der Renn–Bus, um seinem Fahrer zum Geburtstag zu gratulieren.

Was soll ich sagen? Als ich ihn sah, war ich begeistert! Detailgetreu stand der Blaue als großes süßes Stück vor mir. Im Gegensatz zum ausgeräumten Vorbild, hatte es diese Variante aber faustdick zwischen den Ohren!

 ©Leo Schöttler

Der Torten-T3 war nämlich im Inneren massiv in Sandwichbauweise mit Buttercreme und Biskuit und anderen leckeren Innereien ausgefüllt. Draußen musste der süße T3 noch im Schnee ein Foto-Shooting mit seinem großen Vorbild absolvieren. Geburtstag im Winter ist schon nicht einfach, es kann richtig kalt und weiß werden, früh dunkel ist es auch…

Leider nahm dieser Torten–T3 dann ein tragisches, frühes Ende! Es war der definitiv einzige zu 100 Prozent rostfreie VW Bus, den ich je besessen habe und trotzdem hatte er die kürzeste Lebensdauer von allen…Es war ein Jammer!

 ©Leo Schöttler

Schon nach wenigen Tagen traf ich die Entscheidung – der Bus wird geschlachtet. Schnell rief ich ein paar Freunde an und bat sie um Ihre Hilfe bei der Bus-Schlachtung. Eile war geboten, wer gute Teile haben will, muss gute Exemplare schlachten - also schnell die Flex gezückt, solange die wertvollen Innereien noch vollständig intakt sind und sinnvoll verbaut (oder verdaut) werden können! Glücklicherweise bekam ich eine schlagkräftige Gruppe zusammen, die mit der nötigen Erfahrung zügig mit anpackte.

 ©Leo Schöttler

Glücklicherweise bekam ich eine schlagkräftige Gruppe zusammen, die mit der nötigen Erfahrung zügig mit anpackte.

Der süße T3 war schnell zerlegt und konnte auch gleich vor Ort recycelt werden. Bei der Zerlegung arbeiteten wir sauber und schnell, unnötige Grundwasserbelastungen und Luftverschmutzungen wurden vermieden.

 ©Leo Schöttler

Es ist immer eine Genuss, bei der Demontage zu sehen, welch geniale Konzepte für das Fahrzeug erdacht werden, und so war es auch hier. Ich kann nur sagen, alle waren von der angenehmen Haptik und den sensorischen Genüssen des fein abgestimmten Innenraumkonzeptes begeistert. So konnte der süße T3 am Ende seines Lebens zufriedene Gesichter und eine saubere Ökobilanz hinlegen.

 ©Leo Schöttler

Die Bus-Schlachtung wurde damit zu einem famosen Leichenschmaus. Die Erkenntnis darüber, an einer ganz besonderen Tat beteiligt gewesen zu sein, wurde dem Anlass entsprechend mit den richtigen Getränken gewürdigt und kam erst am späten Abend zum Abschluss.

Epilog:

Natürlich verschwindet kein Schlachtbus spurlos für immer. Irgendwo lebt immer ein Teil von ihm weiter. So ist es auch bei diesem süßen T3. Die Front ist so schön gelungen, dass sie in konservierter Form weiterleben darf ;-)

Viele Grüße, Leo

Leo Schöttler