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Im apfelgrünen T2 Camper sechs Wochen durch Island im Jahr 1982

Die sechswöchige Reise im apfelgrünen VW Bulli T2 durch Island im Jahr 1982 wird für den damals zehnjährigen Tristan Schäfer für immer ein ganz besonderes Erlebnis bleiben. Hier nimmt er uns mit auf die Reise - mit tollen Fotos.

 ©Tristan und Richard Schäfer

Tristan Schäfer ist heute 48 Jahre alt. Tristan sagt: "Bei etwa 150 Reisen habe ich aufgehört zu zählen", sagt er. Bereits als Kind hatten ihn seine Eltern Richard und Irene Schäfer mit auf ausgedehnte Fernreisen in aller Herren Länder genommen.

"Jede Ferien waren wir von der ersten bis zur letzten Minute unterwegs", erzählt er. "Meine Leidenschaft für das Reisen hat mein Vater bereits in sehr jungen Jahren auf unzählbaren, teils spektakulären Reisen bei mir geweckt".

 ©Tristan und Richard Schäfer

Tristan erzählt weiter: "Ziemlich weit herumgekommen bin ich, habe viel entdeckt und erlebt, konnte vieles Hilfreiche aus anderen Kulturen in meinen Alltag übernehmen, habe auch gelernt dass nichts im Leben selbstverständlich ist."

Ein sicherlich unvergessliches Kindheitserlebnis für ihn ist bis heute, als er 1982 mit seinen Eltern und seiner Tante Renate aufgebrochen ist, um sechs Wochen im apfelgrünen VW Bulli T2 Camper Island, die Insel aus Feuer und Eis, zu erkunden.

 ©Tristan und Richard Schäfer

Sechs Wochen lebten, schliefen und aßen drei Erwachsene und der damals zehnjährige Tristan in dem perfekten Allrounder.

Nach der Bulli-Anmietung und Erkundung Reykjaviks ging es vom Hafen Thorslakshöfn zuerst zur Westmännerinsel Heimaey.

Drei Stunden dauerte die stürmische Fährüberfahrt.

 ©Tristan und Richard Schäfer

Nach dreitägigem Aufenthalt dort ging es wieder zurück auf die Ringstraße 1, damals nicht asphaltiert.

Es folgte ein Abstecher auf der Piste nach Landmannalaugar.

Auf der Ringstraße 1 ging’s weiter nach Hella.

Von dort folgten Abstecher in den Nationalpark Thorsmörk und Eldgja-Spalte mit dem berühmten Ofaera-Foss (damals noch mit intakter Naturbrücke).

 ©Tristan und Richard Schäfer

Auf der Ringstraße 1 dann weiter über den Skeitharar-Sandur, Islands größter Sanderfläche.

Es folgte ein kurzer Abstecher zum Nationalpark Skaftafell.

Weiter auf der Ringstraße 1 direkt zur Gletscherlagune Jökulsarlon und vorbei an 16 Seitengletschern des Vatnajökull nach Höfn.

 ©Tristan und Richard Schäfer

Abseits der Ringstraße ging’s dann entlang der Fjordküste nach Seydisfjördur. Es folgte die Piste F 88 zum Horstvulkan Herdubreid und die Piste Dettifoss (wasserreichster Fall Europas) - Asbyrgi-Canyon - Husavik im Norden Islands und schließlich wieder auf der Ringstraße 1 nach Myvatn und zum Wasserfall Godafoss nach Akureyri.

Nach Akureyri folgte eine Hochlanddurchquerung auf der Piste F 37 (Kjalvegur) zwischenden Gletschern Hofsjökull und Langjökull.

 ©Tristan und Richard Schäfer

Hier folgten Abstecher auf der Piste ins Kerlingarfjöll-Gebirge unf zum wohl schönsten Thermalgebiet Hveradalir, zum Godafoss, Geysir, Stokkur und nach Thingvellir mit der Allmännerschlucht, wo die amerikanische und die europäische Kontinentalplatte jährlich um sieben Millimeter auseinanderdriften.

Ab Thingvellir über Seitenstraßen westwärts zur Snaefells-Halbinsel mit dem berühmten Vulkan Snaefellsjökull (Jules Vernes Roman "Die Reise zum Mittelpunkt der Erde").

 ©Tristan und Richard Schäfer

Schließlich von dort auf der Ringstraße 1 wieder zurück nach Reykjavik.

So kam insgesamt eine Fahrstrecke von 4720 Kilometern zusammen, die die vier damals in dem Bulli zurücklegten.

Der Durchschnittsverbrauch lag bei etwa 11,4 l/100 km.

Technisch waren an dem perfekten Allrounder keine Schäden zu beklagen und der kleine apfelgrüne Bulli meisterte alle Schwierigkeiten sowie Flussdurchfahrten tadellos.

 ©Tristan und Richard Schäfer

Man bedenke, dass 1982 die Straßen Island ausserhalb von Städten meist noch unbefestigte nicht asphaltierte Pisten waren.

Ein Kindheitserlebnis an das sich Tristan sicherlich noch lange Zeit erinnern wird.

von Gerhard Mauerer