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Osteuropa-Express

Dass der VW Bus ein vielseitiges Reisemobil ist, wissen alle. Dass man den VW Bus auch prima als Transportmittel für schwere Gerätschaften einsetzen kann, ist ebenfalls keine Neuigkeit. Beides aber auf Geschäftsreisen nach Russland und Kasachstan miteinander zu kombinieren, wie es Michael Oeser es tut, ist dann doch eher ungewöhnlich.

Als sich der Export-Unternehmer Michael Oeser aus Neustadt bei Hannover im Frühsommer 2007 aufgrund zahlreicher Mängel von seinem Ford Transit trennen musste, flatterte in seiner Firma "ex.tra internationale transporte" ein Auftrag für eine Transportfahrt nach Serbien herein. Kurzfristig borgte er sich bei einem Kollegen einen T5 Transporter und brachte die Ladung mit dem VW Bus sicher an seinen Bestimmungsort.

Wieder zu Hause angekommen, blickte Oeser überrascht auf die Tankabrechnung des Trips. Der T5 machte dem alten Transit beim Thema Sprit deutlich etwas vor. Verstärkt durch die besseren Fahreigenschaften und die komfortablere Sitzposition des T5 entwickelte der Unternehmer eine echte Leidenschaft für das Fahrzeug.

Auch die im Vergleich zum Transit geringere Größe und Ladekapazität konnte Oeser nicht mehr von der Entscheidung abbringen, sich einen eigenen T5 Transporter als Geschäftsmobil zuzulegen. „Entscheidend war unter anderem auch die Möglichkeit, einen analogen Tachografen für den Anhängerbetrieb einbauen zu können“, begründet Oeser. „Die Innenausstattung des T5 leistete die letzte Überzeugungsarbeit.“

Für seine Zwecke musste der neu erworbene T5 dann erst einmal entsprechend eingerichtet werden - unter anderem mit einem quer eingebauten, ausziehbaren Bett und einem CarPC (ein Autocomputer, der wesentliche Funktionen des Fahrzeuges steuert). Das Bett ist direkt hinter den Vordersitzen montiert und bietet einer Person ausreichend Schlafplatz. Darunter ist Platz für privates Material, denn direkt dahinter beginnt dann schon der Ladebereich. Außerdem wurde die Plomben-Verschlussfähigkeit des Fahrzeugs entsprechend den Vorschriften des zollrechtlichen Versandverfahrens TIR (Transport International de Marchandises par la Route) nachgerüstet.

Der T5, der bei Oesers Übernahme bereits 195.000 Kilometer hinter sich gelassen hatte, sollte schon bald die ersten Probleme machen. Während eines Transports nach Murmansk in Nord-Russland hatte der VW Bus „glücklicherweise noch in Deutschland“ einen Motorschaden. Der Nocken des fünften Zylinders war laut Öser „total blank abgeschliffen“. Die Werkstatt diagnostizierte später einen Mangel an Motoröl an eben dieser Stelle. Nach Aussagen der Mechaniker war dies wahrscheinlich Folge einer mangelhaft ausgeführten Reparatur. Der Ölkanal sei nicht richtig gesäubert worden.

Nach den entsprechenden Reparaturmaßnahmen ging die Erfolgsgeschichte des Transport-Unternehmers und seines neuen Transporters aber endlich los. „Im September 2007 war es dann soweit. Mit neuem Motor und neuen Aggregaten konnte wieder gestartet werden“, sagt Oeser. Seitdem begleitet der T5 den selbstständigen Unternehmer auf seinen Reisen quer durch Europa. Der VW Bus bietet ihm Fortbewegungsmittel, Arbeitsgerät und zumindest vorübergehend auch einen Schlafplatz.

„Mittlerweile hat das Fahrzeug ca. 320.000 Kilometer auf dem Tacho, läuft sehr gut und der Durchschnittsverbrauch inklusive Anhängerbetrieb lag 2008 bei etwa 9,5 Liter pro 100 Kilometer.“ Seit dem ersten Zwischenfall mit der Nockenwelle, der wohl mehr auf menschliches als auf mechanisches Versagen zurückzuführen war, hat der T5 laut Oeser keine Probleme mehr gemacht und sich zu einem idealen Begleiter für den Besitzer und sein Geschäft entwickelt.

Nach den entsprechenden Reparaturmaßnahmen ging die Erfolgsgeschichte des Transport-Unternehmers und seines neuen Transporters aber endlich los. „Im September 2007 war es dann soweit. Mit neuem Motor und neuen Aggregaten konnte wieder gestartet werden“, sagt Oeser. Seitdem begleitet der T5 den selbstständigen Unternehmer auf seinen Reisen quer durch Europa. Der VW Bus bietet ihm Fortbewegungsmittel, Arbeitsgerät und zumindest vorübergehend auch einen Schlafplatz.

„Mittlerweile hat das Fahrzeug ca. 320.000 Kilometer auf dem Tacho, läuft sehr gut und der Durchschnittsverbrauch inklusive Anhängerbetrieb lag 2008 bei etwa 9,5 Liter pro 100 Kilometer.“ Seit dem ersten Zwischenfall mit der Nockenwelle, der wohl mehr auf menschliches als auf mechanisches Versagen zurückzuführen war, hat der T5 laut Oeser keine Probleme mehr gemacht und sich zu einem idealen Begleiter für den Besitzer und sein Geschäft entwickelt.

Finn Rütten / Michael Oeser