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Projekt T3 Caravelle GL Syncro (I)

Mirco Meier (27) aus dem Schweizer Kanton Graubünden ist Bulli-Fan und hat Ende des Jahres 2011 einen T3 Caravelle GL Syncro entdeckt. Der Bulli stand schon lange bei einer Werkstatt auf dem Platz. Mirco erwarb den Wagen und berichtet nun in einem Blog darüber, wie er seinen neuen T3 herrichtet.

Hier steht der Bulli noch bei der Werkstatt, Foto: Mirco Meier

Abschnitt 1: Besichtigung/Kauf bis 19. Januar 2012

Schon vor einiger Zeit erzählte mir ein guter Kollege, dass er von einer Caravelle Syncro wüsste, die aber unter Umständen nicht zum Verkauf stehen würde. Da er aber öfter an der betreffenden Garage vorbeikam, konnte er genauer nachsehen und auch gleich zwei Bilder machen, die er mir dann geschickt hat. Am 29.12.11 habe ich diese dann bekommen und da ich Urlaub hatte, bin ich am 30.12. kurzentschlossen in Begleitung meines Bruders hingefahren und haben den Bulli auch besichtigt.

Die erste vorsichtige Untersuchung förderte ein paar Roststellen zutage, die aber alles andere als tragisch waren. Ansonsten zeigte sich der Bulli recht gesund, außenrum zwar leider einige Beulen, Dellen und Kratzer. Das Interieur sah da schon besser aus, allerdings nicht viel.

Innenansicht, Foto: Mirco Meier

Da der Bulli doch schon eineinhalb Jahre bei der Werkstatt stand, wollte ich mit der Werkstatt den Deal machen, dass ich die ausstehende Rechnung übernehme und im Gegenzug dafür den Syncro bekomme.

Grundsätzlich war diese nicht dagegen, aber es war rechtlich gesehen eher eine Grauzone, deshalb sollte ich noch den Besitzer aufsuchen.

Das haben wir dann auch gemacht und mit dem Besitzer gesprochen .

Foto: Mirco Meier

Erst erwartete ich, dass er mir Steine in den Weg legen würde, aber er hat anstandslos eingewilligt und wir haben uns auf den Betrag von 500 Franken für den Bulli geeinigt.

Daraufhin bin ich schnell zur Bank gefahren und hab sofort und anstandslos die 500 hingelegt und Papiere samt Schlüssel bekommen. Danach nochmal zur Werkstatt und die Bezahlung samt Abholung für den nächsten Tag vereinbart.

Am nächsten Tag - Silvester - habe ich Werkstattkennzeichen besorgt, den Restbetrag mitgenommen und die Sache erledigt. Die Überführung klappte nach anfänglichen Zickereien doch sehr gut und es lief alles glatt und ohne eine Panne ab.

Am 11.1.12 wars dann soweit, ein Karosseriebauer guckte sich den Bulli oberflächlich an und befand den für substanziell gut. Also konnte ich den Bulli am 12.1.12 hinbringen und am 13.1.12 auch schon wieder abholen. Der Karosseriebauer hatte sich den Bulli genauer angeguckt und keinen weiteren Rost gefunden, untenrum ist er sogar rostfrei. Da fiel mir dann schon ein kleiner Stein vom Herzen.

Mirco mit einem anderen Auto, Foto: Mirco Meier

Am 16.1.12 bin ich gleich zur Werkstatt gefahren und habe eine allgemeine Durchsicht für die MFK (TÜV) vereinbart, welche hoffentlich positiv ausfallen wird. Am 19.1.12 konnte ich den Bulli zu meinem Onkel in die Werkstatt bringen und er wird sich in der nächsten Zeit damit beschäftigen. Komplette Durchsicht der Technik und was für den TÜV relevant ist, wird auch behoben.

Noch kurz ein paar Worte zu mir: Ich bin 27, habe im Jahr 2000 die Lehre des Recyclisten angetreten und 2003 abgeschlossen. Diesen Beruf übe ich mit Herz und Seele aus.

"Goldie" ist zuhause, Foto: Mirco Meier

Was noch folgen soll:

Eine Neulackierung bis aufs Dach, eine neue Stoßstange für hinten, diverse optische Modifikationen aber mit Originalteilen.

Und für den Sommer überlege ich mir, entweder Stahl-Felgen beizubehalten (mit Chromdeckel und Zierringen samt Weißwandringen, würde halt gut zur Lackfarbe passen) oder alternativ zeitgenössische Alus.

Ich werde Euch demnächst in einem zweiten Teil dieses Blogs auf dem Laufenden halten, wie es mit meinem T3 weitergegangen ist.

Mirco Meier, Gerhard Mauerer