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Sachsen Classic - Der Vorbericht

Am Donnerstag, den 28. August 2008 starteten rund 180 historische Fahrzeuge, darunter mehrere Bullis, zur Sachsen Classic, der größten und bekanntesten Oldtimerrallye Ostdeutschlands. Sie führte über insgesamt 620 Kilometer von Zwickau über Bad Schandau nach Dresden. Der Start erfolgt am Donnerstag ab 12.00 Uhr auf dem Platz der Völkerfreundschaft in Zwickau. Am Samstag, den 30. August ab 15.30 Uhr,trafen die Autos an der Gläsernen Manufaktur in Dresden ein. Finn Rütten, Bulli-Mitarbeiter der ersten Stunde, hat die Rallye am Steuer miterlebt, hier sein zusammenfassender Bericht.

Foto: Finn Rütten

Wie das Auto, so der Fahrer. Ähnlich wie die alten Fahrzeuge, die bei der Sachsen Classic-Rallye vom 28.-30. August an den Start gehen, kommt auch die Veranstaltung an sich eher gemütlich auf Touren. Am Vortag der sechsten Sachsen Classic Rallye trifft man sich am Verkehrssicherheitszentrum Sachsenring in Oberlungwitz. Die Oldtimer-Freunde und ihre geliebten klassischen Fahrzeuge sammeln sich im Hof, um sich gegenseitig ein wenig zu beschnuppern und die rassigen Gefährte zu bewundern.

Dabei dürfen Bullis natürlich nicht fehlen. Insgesamt vier VW Transporter gehen hier an den Start. Volkswagen Nutzfahrzeuge ist mit drei Fahrzeugen vertreten und das Wolfsburger VW Automuseum hat den millionsten produzierten T1 Samba-Bus bereitgestellt. Der drollige rot-weiße Bulli ist gewissenhaft gepflegt worden und in einem beachtlich guten Zustand.

Aus Hannover kommen eine T1 Doka und diesselbe Variante des Nachfolgermodells T2. Beide Fahrzeuge schickte VWN auch bereits im Juli auf die Rallye 2.000 Kilometer durch Deutschland, von der VW-Bulli.de täglich berichtete.

Außerdem fährt ein T2 in der Feuerwehrausstattung bei der Sachsen Classic mit. Dieser wird anders als die beiden Dokas allerdings nicht von Mitarbeitern von VWN pilotiert, sondern es sitzt ein Team aus Autobild-Journalisten und den Siegern eines Gewinnspiels der Zeitung im Bus.

Am ersten Tag gab es eine grundlegende theoretische Einweisung in das Rallye-Fahren, die rege besucht war. Besonders für Rallye-Neulinge war diese ein wirklich wichtiger Einschub. Danach durften die Oldtimer-Fahrer schon mal ein bisschen Rallye-Luft schnuppern: Sie wurden auf die Strecke des Sachsenrings gelassen und konnten hier beispielhaft ein paar Zeitprüfungen absolvieren, von denen die nächsten Tage viele auf sie warten, und ihr "bestes Stück" gleich mal in Aktion präsentieren. Der erste Eindruck von der T1 Doka: Ein klasse Fahrzeug!     

Sollte sich bei einem der Bullis mal ein technisches Problem ergeben, ist man bei VW bestens vorbereitet: Das Rallye-Team von Volkswagen Wolfsburg wird von einem weißen T2-Service-Bulli unterstützt und die Hannoveraner von Volkswagen Nutzfahrzeuge haben ein Zwei-Mann-Service-Team zur Unterstützung bereit gestellt. Die beiden Mechaniker fahren mit einem großen Arsenal an Werkzeugen und Ersatzteilen in einem VW Crafter hinter den Bullis her.

Sofern einer der Busse jedoch komplett ausfallen sollte, haben die beiden sogar einen Ersatzmotor dabei, mit dem die Fahrt weiter gehen könnte. Falls trotz dieser Vorbereitung alle Stricke reißen, steht auch noch ein blauer T1 Samba-Bus als Notfall-Fahrzeug zur Verfügung. Auch das Wetter in Sachsen machte heute allen Hoffnung auf ein paar schöne Rallye-Tage. Beste Voraussetzung also für aufregende Fahrten quer durch Sachsen, Tschechien und Polen.

Finn Rütten