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Sachsen Classic im Blick

Bis zum Wochenende herrscht in Sachsen, im Erzgebirge und in Teilen Tschechiens so etwas wie Volksfeststimmung. Von Donnerstag an rollt die 16. Traditions-Rallye „Sachsen Classic“. Unser Vorbericht…

Die T1-Pritsche mit einer Ducati an Bord

 ©VW Classic

Bei dieser Rallye fahren 194 klassische Fahrzeuge durch die zahlreichen malerischen Städtchen und Dörfer entlang der reizvollen Route. Startnummer 1 hat ein Horch 430, Baujahr 1931, Startnummer 194 ein Porsche 911 Carrera, 1986.

Der Volkswagen Konzern hat die Rallye, bei der Fahrzeuge bis maximal Baujahr 1998 zugelassen sind, von Beginn an unterstützt. Bei der 2018er-Ausgabe bringen Volkswagen Classic, Volkswagen Nutzfahrzeuge Oldtimer, Audi Tradition, ŠKODA Classic und die Autostadt über 20 faszinierende automobile Zeitzeugnisse aus ihren Sammlungen an den Start.

Drei unterschiedliche Bullis gehen an den Start

 ©VW Classic

Das Team VW Classic mit Thomas Reiche hat Startnummer 21 und fährt einen T2 a/b 1972. Vom Team VW-Nutzfahrzeuge Oldtimer gehen an den Start Tobias Twele und Gerolf Thienel im Bus T2a „Clipper“, Prof. Thomas Edig und Tim Ramms steuern einen T2a „Rat-Look“ (über den wir schon berichtet hatten). Für das Team Autostadt lenken Andreas Hornig und Michael Pfeiffer eine T1 Pritsche sowie Roland Clement und Christoph Blumberg einen Transporter T1. Mit einem Passat Variant G60, Baujahr 1996 fährt der ehemalige Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Dr. Carl Horst Hahn. Im sommergelben Bulli, einem T2 a/b von 1972, gehen Mitglieder des Dresdner Kreuzchors auf Tour.  Auf der T1 Pritsche ist eine Ducati Scrambler 350 von 1973 festgezurrt, die am Donnerstag bei der Motorradgruppe an den Start geschickt wird.

Begeisterte Zuschauer finden sich allerorts in großer Zahl und applaudieren vom Streckenrand. Das macht die Sachsen Classic so besonders – und dies hat Tradition. Die Region gilt als eine „Wiege des Automobilbaus“: Bereits vor 112 Jahren startete in Zwickau die Firma Horch als Produzent von Luxusfahrzeugen. Der Volkswagen Konzern ist ebenfalls seit Langem im Freistaat Sachsen an den Produktionsstandorten Zwickau, Chemnitz und Dresden sowie mit der Marke ŠKODA im benachbarten Tschechien zu Hause. In Zwickau und Chemnitz werden der Golf und Passat und deren Motoren gefertigt, die Gläserne Manufaktur in Dresden gilt als Kompetenzzentrum der Elektro-Offensive von Volkswagen.

Reserviert für den Dresdner Kreuzchor: Ein sommergelber T2a/b Bus.

 ©VW Classic

Drei Tage, drei Etappen, 560 spannende Kilometer

In drei Tagesetappen sind 560 Kilometer und zahlreiche anspruchsvolle Wertungsprüfungen zu bewältigen. Zum Auftakt am 23. August verwandelt sich der Zwickauer Hauptmarkt wieder in ein sehenswertes automobiles Freiluftmuseum. Zusätzlich gibt es eine Motorradetappe, zu der die historischen Zweiräder am Donnerstag um 10:00 Uhr aufbrechen. Der Start der Automobile zur Sachsen Classic Rallye ist traditionell um 12:01 Uhr. Am Donnerstag geht es vom Startpunkt Zwickau durch Sachsen, am Freitag bis nach Tschechien und die Samstagsetappe führt durchs Erzgebirge. Zwei Höhepunkte der Streckenführung werden auch 2018 wieder die spektakuläre „Steile Wand“, eine mit 12 Prozent Steigung verlaufende Bergpassage in der Kleinstadt Meerane, sowie ein Abstecher auf den Sachsenring sein. Den Abschluss findet die Klassiker-Tour in diesem Jahr in Chemnitz: am 25. August ab 15:45 Uhr auf der Straße der Nationen.

Niedersachsen schickt auch kulinarische Grüße nach Sachsen: Der Currywurst-Bulli und der Volkswagen Eiswagen sorgen auf dem Zwickauer Hauptmarkt stilecht fürs leibliche Wohl. Bei der Sachsen Classic werden somit nicht nur die automobilen Klassiker, sondern auch das meistverkaufte Wolfsburger Originalteil, die Volkswagen Currywurst, wieder viele Fans begeistern.

von Ernst Bauer