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T3-Restaurierung Teil 3

Seit einigen Jahren arbeitet VW-Bulli.de-Moderator Bert Maecker an seinem T3 Kastenwagen, Baujahr 1988. Auch im Jahr 2013 gab es einiges zu tun. Den geplanten Fortschritt der Restaurierung machten unvorhergesehene Schwierigkeiten jedoch unmöglich. Hier schildert Bert seine Erlebnisse.

Gefluteter Motorblock, Foto: Bert Maecker

Hallo Bulli-Freunde,

das Jahr 2013 war leider kein Jahr der Weiterentwicklung im Rahmen der Restaurierung, die angedacht ist. Es ist einfach zu viel kaputt gegangen beziehungsweise Verschleiß musste repariert oder erneuert werden. Ich habe aber auch wichtige Erkenntnisse gewonnen.

Das größte Desaster erlebte ich im Sommerurlaub auf dem Weg nach Süddeutschland. Der Zylinderkopf meines KY Saugdiesels verabschiedete sich - und zwar in der Form, dass sich durch Korrosion ein ganz feiner Kanal vom Kühlwassersystem zum vierten Zylinder gebildet hatte und damit den Motor unter Wasser setzte.

Der kaputte Anlasser, Foto: Bert Maecker

Es sollte natürlich nicht bei diesem Problem bleiben.

Zu der Motorhavarie gesellte sich auch noch der neu getauschte Anlasser, der sich schon einen halben Tag nach dem Einbau wieder zerlegte, da die Schwungscheibe zu sehr abgenutzt war.

Lichtmaschine, Foto: Foto: Bert Maecker

Folgende Arbeiten wurden 2013 in nicht chronologischer Reihenfolge erledigt, um den Bulli wieder fahrbereit zu bekommen, die Mängel die sich aufgetan hatten, abzustellen und die Fahrtüchtigkeit und Verkehrssicherheit des Bullis wieder herzustellen beziehungsweise zu verbessern:

1. Zylinderkopf wurde getauscht, samt Dichtungen

2. Anlasser und Schwungscheibe wurden getauscht

Heckklappe mit Antidröhnmatte, Foto: Bert Maecker

3. Simmering der Kurbelwelle, getriebeseitig, wurde getauscht, damit der Ölverlust eingedämmt wird

4. Zahnriemen wurde getauscht

5. Die Lichtmaschine wurde repariert bzw. instandgesetzt

6. Die klappbare Rücksitzbank (Multivanausstattung) wurde als Schlafbereich eingebaut

intaktes Schwungrad, Foto: Bert Maecker

7. Von innen wurde der Bulli mit Antidröhnmatten beklebt

8. Zwei Subwoofer in einer eigens gefertigten Box wurden eingebaut

9. Die linke hintere Ache wurde komplett überarbeitet und das Radlager, Achsblech getauscht, sowie die Antriebswelle, Achsschenkel komplett vom Rost befreit, grundiert und lackiert

Zylinderkopf, Foto: Bert Maecker

10. Die vorderen Achszapfen, obere Querlenker vom Rost befreit, die Buchsen wurden erneuert

11. Die Schmutzbleche und die unteren und oberen Traggelenke wurden erneuert

12. Die vorderen Bremsleitungen und Schläuche wurden erneuert

13. Thermofühler und Stecker vom Druckkühlmittelbehälter erneuert

14. Die vorderen Reifen erneuert

15. Die Spur, der Sturz und Nachlauf wurden vermessen und eingestellt

Im Dezember 2013 wurde dann auch noch der TÜV fällig, mit dem Ergebnis, bestanden, ohne einen einzigen Mangel. Da war ich doch sehr stolz und möchte mich hiermit bei meinen lieben Freunden ganz herzlich bedanken, die mir sehr viel geholfen haben.

Meine Planung, den Rost im Bereich der sichtbaren Oberflächen in den Griff zu bekommen, muss ich doch ins das Jahr 2014 vertagen. Ebenfalls ist geplant, 2014 die hintere rechte Achse auf Vordermann zu bringen, desweiteren steht die Isolierung und eine Luftheizung an. Der Umbau vom Diesel auf einen 2E Benzinmotor wird in Zukunft auch noch erfolgen. Ich werde weiterhin vom Verlauf der Restaurierung berichten.

Bert Maecker, Bearbeitung: Gerhard Mauerer