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VWN-Werk Hannover bereit für neuen Multivan

Volkswagen Nutzfahrzeuge hat den Werksurlaub im Sommer genutzt, um das Werk in Hannover fit für den neuen Multivan zu machen.

Neuer Multivan.

 ©Volkswagen Nutzfahrzeuge

Die Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) treibt die Transformation der Fahrzeugfertigung im Werk Hannover weiter voran. Nach drei Wochen geplanter Produktionsruhe startet nun wieder die Produktion des T6.1. Während des Urlaubskorridors (Kalenderwochen 31 bis 33) ruhte zwar die Arbeit an den Fertigungslinien, die Bauarbeiten in Stöcken nahmen hingegen Fahrt auf: Über 450 einzelne Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen sowie Instandhaltungsarbeiten wurden im Werk erfolgreich umgesetzt. Hierfür waren insgesamt über 900 Beschäftigte im Werk eingesetzt sowie nochmal rund 600 Mitarbeitende von Fremdfirmen. „Der Fokus der Arbeiten lag auf dem bevorstehenden Start der Serienproduktion des neuen Multivan“, sagt Lars Peters, Leiter Fahrzeugbau bei VWN im Werk Hannover.

Letzte Qualitäts-Checks und Optimierungen wurden beispielsweise im neuen Karosseriebau für die kommende Bulli-Generation vorgenommen. Peters weiter: „In den kommenden Wochen fahren wir den Serienbetrieb des neuen Multivan hoch. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Anlagen in der Produktion stehen jetzt in den Startlöchern. Auf diesen Moment haben wir die letzten Monate hingearbeitet und freuen uns darauf, die neuste Generation des Bulli parallel zum T6.1 hier in Hannover zu fertigen.“

Der Baufortschritt in einem der neuen Bandabschnitte für den ID. BUZZ wird geprüft.

 ©Volkswagen Nutzfahrzeuge

Zeitgleich wurde die Integration der ID. BUZZ-Fertigung in die bestehende Infrastruktur vorangetrieben. Die Serienproduktion des vollelektrischen Bullis wird im kommenden Jahr beginnen; hierfür wurden während des Werksurlaubs in der Montage zwei komplett neue Bandabschnitte mit modernster Fördertechnik aufgebaut. „Nicht nur die Technik ist auf dem neusten Stand, wir haben auch die Arbeitsplätze nach neusten ergonomischen Erkenntnissen geplant und aufgebaut“, sagt Peters.

Für die Mitarbeitenden bei VWN in Stöcken sind die ersten Maßnahmen für die künftige Fertigung der D-SUVs für weitere Konzernmarken jetzt sichtbar: Im Werksurlaub wurde im Zentrum des Geländes mit dem Abriss von acht kleinen Hallen begonnen. Später wird an gleicher Stelle eine neue moderne Produktionshalle gebaut, in der Teile der neuen Fertigung für die Premium-e-Modelle untergebracht sein werden.

Der Wiederanlauf startete heute ohne Komplikationen. Peters: „Planung und Umsetzung der über 450 Maßnahmen sowie der Wiederanlauf verliefen präzise und auf den Punkt. Das schafft nur ein eingespieltes und hoch motiviertes Team. Mein Dank gilt allen beteiligten Nutzis.“

Über 450 einzelne Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen sowie Instandhaltungsarbeiten wurden während der Sommerpause im Werk erfolgreich umgesetzt.

 ©Volkswagen Nutzfahrzeuge

Im Werksurlaub wurden unter anderem folgende Modernisierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen umgesetzt:

- Über 100 Modernisierungsmaßnahmen in der Montage: Auf bestehenden Produktionslinien wurde die Ergonomie für Mitarbeitende verbessert. Hierzu wurden beispielsweise Mitfahrbänder montiert, welche sich im gleichen Tempo, wie die Fahrzeuge bewegen. Die Beschäftigten haben bei den Arbeiten so einen optimalen Stand für die auszuführenden Tätigkeiten.
- Für die ID. BUZZ-Fertigung wurde eine vollautomatische Anlage zur Montage der Räder aufgebaut, in der Roboter im Zusammenspiel mit komplexer Kameratechnik die Räder greifen und passgenau am Fahrzeug montieren werden.
- Wo neue Bandabschnitte entstehen, mussten alte Linien weichen. Insgesamt wurden bei Abrissarbeiten in der Montage rund 250 Tonnen Stahl demontiert.
- Effizienz und hohe Qualität im Presswerk: Eine neue Platinenschneideanlage (Länge 70 Meter, Breite 17 Meter) wird derzeit im Presswerk aufgebaut. Während des Werksurlaubs wurden wichtige Arbeiten zur Inbetriebnahme im vierten Quartal durchgeführt. In der Anlage werden aus den gelieferten StahlCoils sogenannte Platinen geschnitten, die im Presswerk anschließend weiter verarbeitet werden.
- Wichtiges ZukunftsProjekt in Lackiererei abgeschlossen: Über einen Zeitraum von rund zwei Jahren wurde ein zentraler Bereich in der Lackiererei (Versiegelung der Karosse vor dem Aufbringen des Lacks) modernisiert; somit können ab sofort Karossen des T6.1, neuen Multivan und ID. BUZZ die Anlagen durchlaufen. Mit dem Austausch von großen Trägern von schweren Lackier-Robotern (sogenannten Lafetten) wurde die Maßnahme nun abgeschlossen.

von Gerhard Mauerer