Oberstaufen/Amman, 06. Mai 2009

Allgäu-Orient-Rallye 2009

Logo: www.allgaeu-orient.de, Fotos: www.bustards.at

Bei der Allgäu-Orient-Rallye (2.-12. Mai) geht es von Deutschland über die Türkei und Syrien ins 6.000 Kilometer entfernte Jordanien. 88 Teams mit jeweils drei mindestens 20 Jahre alten Fahrzeugen (darunter auch mehrere Bullis) und je sechs Teammitglieder sind am Start.

Die Allgäu-Orient-Rallye, "eines der letzten automobilen Abenteuer dieser Welt", wie die Veranstalter sagen, ist am 2. Mai zum vierten Mal gestartet. 88 Teams haben sich von Oberstaufen im Allgäu auf den 6.000 Kilometer langen Weg nach Amman in Jordanien gemacht, wo sie am 12. Mai ankommen wollen.

Ein Rallye-Team besteht aus sechs Personen und drei Autos. Die Rallye-Fahrzeuge müssen entweder mindestens 20 Jahre alt sein oder dürfen laut Schwacke-Liste nicht mehr als 2.000 Euro wert sein. Übernachtet wird im Fahrzeug, im Zelt oder in einer Unterkunft, die nicht mehr als 10 Euro pro Person und Nacht kosten darf.

Die Teams bestimmen ihre Routen bis Istanbul selbst. Allerdings dürfen keine Autobahnen benutzt werden und Navigationssysteme sind auch tabu. Weiter geht es über den Bospurus, durch Anatolien, über Syrien nach Jordanien. Unterwegs sollen die Teams mehrere Aufgaben erledigen. Sie müssen zum Beispiel die "Blaue Moschee" in Istanbul fotografieren und in der Wüste eine riesige "Acht" fahren. In Jordanien wartet dann noch eine Wüsten-Sonderprüfung auf die Rallye-Teilnehmer.

Wer als gesamtes Team im jordanischen Amman eintrifft (egal ob mit einem oder allen drei Team-Fahrzeugen) und alle Sonderaufgaben auf der Strecke erfüllt hat, kommt in die Wertung. Hauptpreis ist ein echtes Kamel!

Organisationskomiteemitglied Walter Hartmann sieht den Erfolg der Allgäu-Orient-Rallye neben der Bezahlbarkeit für normalverdienende Fahrer darin, dass "es große Rallyes wie die Paris-Dakar in Europa nicht mehr gibt und für die üblichen Soft-Oldtimer-Rallyes nur teure historische Fahrzeuge zum Zug kommen. Außerdem hat die 'Allgäu-Orient' auch noch einen beachtenswerten sozialen Nebeneffekt."

Die Fahrzeuge, beziehungsweise das, was nach der harten Rallye noch davon übrig ist, werden nämlich von den Teilnehmern an die Welthungerorganisation WFP (Word Food Programm) der Vereinten Nationen gespendet. WFP lässt die Fahrzeuge als Ersatzteile verwerten. Verwendet wird der Erlös in Jordanien für den Bau einer "Allgäu-Orient-Käserei" sowie für ein Jugendbegegnungscamp für Schüler aus europäischen und arabischen Ländern.

An der Allgäu-Orient-Rallye nehmen auch zahlreiche VW-Bus-Fahrer teil, zum Beispiel das österreichische "styrian BUStards"-Team mit drei T3-Bullis (siehe nebenstehende Fotos).

Weitere Infos zur Rallye gibt es auf der Internetseite des Veranstalters.