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Jeder Dritte kommt nicht nur zum Tanken an die Tankstelle

Einer aktuellen Studie zufolge nutzt ein Drittel der Kunden von Tankstellen diese nicht nur zum Tanken, sondern besorgt sich dort etwa außerhalb der Öffnungszeiten der Supermärkte auch mal Kleinigkeiten.

 ©Tamoil

Mehr als ein Drittel der Deutschen tankt einmal die Woche. Dabei ist die Tankstelle nicht nur als Anlaufstelle für Autofahrer, um den Kraftstoffvorrat wieder aufzufüllen. Wie die Tankstellenkette HEM in einer Studie mit 2203 Teilnehmern herausgefunden, nutzt jeder dritte Kraftfahrer die Tankstelle auch zum Einkauf von Kleinigkeiten außerhalb der Supermarkt-Öffnungszeiten oder um während langer Fahrten eine Pause zu machen. So dient die Tankstelle oftmals als Lösung für den kleinen Hunger zwischendurch, den Wachmacher am Morgen oder für Last-Minute-Geschenke wie einen Blumenstrauß.

Zu den wichtigsten Artikeln außer Kraftstoff und Öl zählen vor allem kalte Getränke (75 Prozent), Snacks und Süßigkeiten (61 Prozent), Kaffee (58 Prozent) sowie Zigaretten (46 Prozent). Auch Drogerieartikel wie Tampons, Kondome, Windeln, Zahnpasta und Co. werden regelmäßig an der Tankstelle erworben. Für knapp die Hälfte der Befragten (47 Prozent) ist ein belegtes Brötchen der beliebteste Tankstellen-Snack für Zwischendurch. Aus dem Grund ist der Wunsch nach mehr Auswahl in diesem Bereich stark. Auf die Frage, welche Artikel häufig an Tankstellen fehlen, war dies die zweithäufigste genannte Antwort.

45 Prozent der Befragten nutzen die Tankstelle nur für Zusatz- oder Notkäufe. Grund dafür sind laut 66 Prozent der Teilnehmer die höheren Preise. 28 Prozent hingegen bemängeln die eingeschränkte Auswahl, da diese nicht mit einem Lebensmittelgeschäft vergleichbar sei. Dennoch gaben 29 Prozent der Befragten an, seit der Corona-Pandemie häufiger im Tankstellen-Shop einzukaufen – sei es, um die langen Schlangen vor dem Supermarkt zu umgehen oder weil durch das Arbeiten im Home-Office die Tankstelle näher liegt.

Auch zusätzliche Dienstleistungen werden gerne angenommen. So nutzen neben dem Kraftstofftanken 65 Prozent der Deutschen die Tankstelle, um den Reifendruck zu messen oder ihr Fahrzeug zu waschen (54 Prozent). Doch das Angebot könnte noch größer sein – so wünscht sich mehr als ein Drittel der in der Studie befragten Frauen Unterstützung bei der Kontrolle des Reifendrucks (38 Prozent) oder bei der Überprüfung des Ölstands (36 Prozent), bei den Männern sind es immer noch 32 Prozent und 23 Prozent. Auch ein Paketshop sowie ein kostenloser Internetzugang stehen bei mehr als jedem dritten Studienteilnehmer (35 Prozent) auf der Wunschliste.

Entscheidend für das Tankstellenerlebnis ist für 75 Prozent der Kunden vor allem die Sauberkeit des Shops, 70 Prozent achten auf die Preise und 69 Prozent auf die Mitarbeiter. Wobei die Mehrheit mit 91 Prozent vor allem großen Wert auf freundliche Bedienung und 46 Prozent auf die Schnelligkeit des Personals legt.

Für einen umfangreichen Service wird auch das Angebot des kontaktlosen Bezahlens direkt an der Zapfsäule stetig ausgebaut. Zwar zahlen 26 Prozent aktuell noch bar, mit EC- oder Kreditkarte (68 Prozent), 38 Prozent der Befragten empfinden den digitalen Bezahlvorgang jedoch als gute Idee, um vor allem in der aktuellen Zeit Kontakte zu minimieren.

ampnet/jri