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Mietwagen: Im Herbst wird es günstiger

Wer im Sommerurlaub einen Mietwagen buchte, musste zumeist sehr viel Geld bezahlen. Für die Herbstferien sieht es etwas besser aus.

Mietwagenpreise für Herbst 2022.

 ©Check24

Die Mietwagenpreise gehen nach den Rekordpreisen der vergangenen Monate wieder etwas zurück. So kostete ein Mietwagen für die Herbstferien über Check24 in der Kalenderwoche 31 (1.8. bis 7.8.2022) im Schnitt zwölf Prozent weniger als vier Wochen zuvor (KW 27), wie das Vergleichsportal mitteilt.

Unter den zehn meistgebuchten Destinationen ist der Preisrückgang in Kroatien am größten. Reisende zahlten dort bei einer Buchung für den Zeitraum der Herbstferien Anfang August 31 Prozent weniger als noch Anfang Juli. Pro Tag zahlten Verbraucher für einen Mietwagen in derKalenderwoche 31 im Schnitt 24,17 Euro. Kroatien hat damit die niedrigsten Mietwagenpreise der beliebtesten Destinationen.

Mit Spanien (minus 19 Prozent), Frankreich (minus 13 Prozent), USA (minus sieben Prozent) und Griechenland (minus sechs Prozent) werden Leihautos in weiteren beliebten Urlaubszielen wieder günstiger.

Allein in Portugal lässt sich ein Anstieg der Mietwagenpreise für die Herbstferien feststellen. Ein Wagen kostet dort pro Tag 44,11 Euro in der KW 31. Damit liegt der Preis zwei Prozent über dem von vor vier Wochen.

Gestiegenes Angebot und geringere Nachfrage lassen Preise sinken

Aufgrund der Lieferengpässe der Automobilindustrie war das Angebot verringert. Außerdem haben Vermieter während der Coronapandemie die Flotten verkleinert und konnten diese dann nicht wie geplant wieder hochfahren. Die Chipkrise sorgte dafür, dass die Vermieter ihre Fahrzeugflotte nicht im benötigten Maße bzw. nur zu sehr hohen Preisen aufstocken konnten.

"Aktuell werden wieder Fahrzeuge geliefert, wodurch das Angebot der Vermieter größer wird", sagt Dr. Andreas Schiffelholz, Geschäftsführer Mietwagen bei Check24. "Außerdem haben die Vermieter mit den Preisen zu hoch gepokert, sodass die Kund*innen beim Buchen zurückhaltend waren. Die mangelnde Nachfrage sorgt nun für sinkende Preise. Ein Ende der Rekordpreise ist in Sicht."

von Gerhard Mauerer