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Sommerurlaub 2022: Die Mehrheit fährt mit dem Auto

Im Sommer 2022 verreisen die meisten derjenigen, die in Urlaub gehen können, mit dem Auto. Auf Platz zwei der Verkehrsmittel folgt das Flugzeug.

 ©CosmosDirekt

Am Strand, in den Bergen oder in einer Stadt - wenn es um den perfekten Urlaub geht, hat jeder seine ganz persönliche Vorstellung. Bei einem Aspekt ist sich die Mehrheit (61 Prozent) der Urlauber in den Planungen jedoch einig: In den Sommerurlaub geht es 2022 mit dem Auto. Bei Familien mit Kindern im Haushalt ist der Pkw sogar noch beliebter: Drei von vier Familien mit Reiseabsichten (76 Prozent) planen diesen Sommer, mit dem Auto zu verreisen.

Flugzeug beliebter als Bahn

Insgesamt haben etwas weniger als ein Drittel der Urlauber (30 Prozent) vor, das Flugzeug zu nutzen und ein Fünftel (21 Prozent) die Bahn. Vergleichsweise wenige Umfrageteilnehmer planen ihre diesjährige Sommerurlaubsreise mit dem Wohnmobil (sieben Prozent) oder Wohnwagen (fünf Prozent), dem Fahrrad (sechs Prozent), dem Schiff beziehungsweise Segelboot (fünf Prozent) oder mit dem Reisebus (drei Prozent). Dabei zeigen sich Unterschiede bei den Altersgruppen: Während die 35- bis 49-Jährigen (71 Prozent) noch häufiger als der Durchschnitt vorhaben, mit dem Auto wegzufahren, haben die 18- bis 34-Jährigen überdurchschnittlich häufig vor, das Flugzeug (47 Prozent) oder die Bahn (44 Prozent) zu nutzen.

Familien schätzen Mobilität vor Ort

Mobilität vor Ort nennen die meisten Umfrageteilnehmer mit Auto-Reiseplänen (79 Prozent) als einen der Gründe, warum sie vorhaben, mit dem Auto in ihrem Sommerurlaub 2022 zu verreisen. Für Befragte mit Kindern ist dieser Aspekt sogar noch wichtiger (85 Prozent). Als zweithäufigsten Grund (70 Prozent) nennen die Befragten die zeitliche Flexibilität bei der An- und Abreise. Für 64 Prozent ist die Möglichkeit, mehr Gepäck mitzunehmen, und für 60 Prozent die bessere Erreichbarkeit von abgelegenen Urlaubsorten dafür ausschlaggebend, das Auto zu wählen. Knapp ein Viertel (24 Prozent) begründet die Entscheidung damit, dass die Autofahrt im Vergleich zur Flugzeugreise mit niedrigeren Kosten verbunden ist. Für ein Fünftel (21 Prozent) ist ein Kriterium, dass es dadurch möglich ist, die Kontakte mit anderen Menschen in Pandemiezeiten auf ein Minimum zu reduzieren. Für elf Prozent spielt es eine Rolle, dass sie mit dem Auto Haustiere mitnehmen können. Die zeitliche Flexibilität bei der An- und Abreise (78 Prozent), die Möglichkeit, mehr Gepäck mitzunehmen (75 Prozent) sowie die vergleichsweise geringeren Kosten beim Autofahren gegenüber einer Flugzeugreise (34 Prozent), spielen für Umfrageteilnehmer mit Kindern im Haushalt häufiger eine Rolle bei der Entscheidung für das Auto als bei Befragten ohne Kinder im Haushalt.

2021 wurden mit rund 356.000 Neuzulassungen von rein elektrisch betriebenen Pkw mehr Elektroautos zugelassen als je zuvor - Tendenz steigend. Passend dazu kann sich mehr als die Hälfte (56 Prozent) der Menschen in Deutschland grundsätzlich vorstellen, mit einem rein elektrisch angetriebenen Fahrzeug - also mit einem reinen Elektroauto - in den Urlaub zu fahren: Allerdings geben nur zwei Prozent an, dies bereits zu machen bzw. schon gemacht zu haben. Andererseits kommt ein Urlaub mit dem Elektroauto für 19 Prozent auf keinen Fall in Frage.

Urlaub mit Wohnmobil und Wohnwagen

Mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen in den Urlaub zu fahren können sich fast zwei Drittel (65 Prozent) der Befragten grundsätzlich vorstellen. Dabei verfügt ein Fünftel bereits über Campingerfahrung: 20 Prozent machen bzw. haben bereits einen solchen Urlaub gemacht. Für 14 Prozent kommt ein Urlaub mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen hingegen überhaupt nicht in Frage. Im Vergleich zeigt sich zudem: Menschen aus Westdeutschland (22 Prozent) sowie Befragte mit einem Haushaltsnettoeinkommen von 4000 Euro und mehr (25 Prozent) geben häufiger als Menschen aus Ostdeutschland (elf Prozent) und Befragte mit einem Haushaltsnettoeinkommen von unter 2500 Euro (15 Prozent) an, bereits einen Urlaub mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen zu machen beziehnungsweise gemacht zu haben

von Gerhard Mauerer