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Anja und Bettina lieben ihr T3-Eiscafé Bullicino

Der Traum kam ihnen bei einem Spaziergang im ersten Corona-Lockdown. Jetzt wird er Realität. Mit ihrem mobilen Café „Bullicino“ wollen Anja und Bettina aus Quickborn und Umgebung mit frischem Cappuccino und Waffeln den Mitmenschen Freude bereiten.

 ©alle Fotos Anja und Bettina

Voller Optimismus schildern sie, wie alles begann: „Im Februar 2021 trafen wir (Anja und Bettina) uns zum gemeinsamen Spaziergang und stellten fest, dass es Zeit für etwas Neues war. Die Kinder waren mittlerweile erwachsen, die Männer vielbeschäftigt und wir hatten Lust auf etwas Neues und vor allem auf etwas, wofür wir richtig brennen…“

Nach Recherche im Netz auf verschiedenen Gründerportalen hatte Anja die zündende Idee: ein mobiles Café! Bettina war schnell überzeugt und es war wohl eine schicksalshafte Fügung, als sie einen Bulli T3 (ein ehemaliger Eiswagen) auf Ebay-Kleinanzeigen entdeckten und dieser dann auch noch ganz in der Nähe zum Verkauf angeboten wurde.

Der Bulli war 1983 als Tchibo-Flottenfahrzeug gestartet und danach viele Jahre im sonnigen Italien als Eiswagen im Einsatz. Da er im Winter frostfrei überwintern konnte, ist er nach wie vor gut erhalten und nirgendwo geschweißt. „Der Verkaufswagen-Aufsatz von Borco-Höhns bietet genug Platz im Innenraum und mit viel Phantasie konnten wir sofort erkennen, dass er ein Schmuckstück werden würde. Es war quasi Liebe auf den ersten Blick... besichtigt und sofort gekauft.  Nach dem Kauf wurden wir kreativ und legten den Namen für unser mobiles Café fest: Die Kombination aus Bulli und Cappuccino gefiel uns auf Anhieb: So entstand der Begriff „Bullicino“.

Das ganze Jahr über nahm das Projekt die beiden sehr in Anspruch. „Zunächst haben wir ein Logo entwickelt und die dazugehörige Homepage sowie den Instagram- Kanal eingerichtet. Wir haben einen Barista-Kurs gemacht und die richtige Siebträgermaschine für uns ausgewählt, sowie die perfekte Kaffeesorte.

Dann wurde der Bullicino foliert. Die Wahl fiel auf ein schönes Türkis mit weißem Oberteil. Leider wurde dann der Innenausbau durch das löchrige Dach ausgebremst. Dies wurde in tagelanger Arbeit mit Epoxidharz saniert.

Danach erfolgt dann der Innenausbau. Es wurde viel helles Holz verwendet und ein umfangreiches Elektropaket professionell installiert. Zwei Waschbecken und zwei Kühlschränke kamen auch noch dazu.“

Parallel dazu besuchten die beiden Kurse für Existenzgründer und Lebensmittelhygiene und gingen ihren Halbtagsjobs bei der Nordakademie Elmshorn und einer Hamburger Wohnungsbaugesellschaft nach.

Sie knüpften Kontakte zu Firmen, mit denen man im Rahmen des Marketingkonzepts „Die bewegte Stadt“ Kooperationen anstrebt und nicht zuletzt stehen auch lokale Märkte, kleinere Events und Feste auf der Liste. Der Bullicino scharrt sozusagen mit den Hufen und sogar  Bürgermeister Thomas Köppl möchte sie am liebsten regelmäßig auf einer der Freiflächen am Dorotheenplatz sehen.

Und die beiden Jungunternehmerinnen sind voller Optimismus: „Jetzt ist unser Bullicino ein mobiles Café mit ganz besonderem Stil und wir möchten vielen Menschen im Umkreis von Quickborn mit einem guten Cappuccino ein Lächeln ins Gesicht zaubern! Mit Cappuccino, Smoothies und selbstgebackenen Waffeln…“

von Ernst Bauer